Die Reihe um Captain Shane "Scarecrow" Schofield umfasst bisher die Bände:
1. Ice Station
2. Die Offensive
3. Operation Elite
4. Hell Island
Wer ein Buch von M. Reilly in die Hand nimmt darf keine hohe Literatur und keine besondere Glaubwürdigkeit erwarten. Dafür erhält er oder sie hochkarätiges Actionkino in Buchform! Auch hier umfasst die Kurzgeschichte, denn mehr ist es mit 111 großzügig gesetzten Seiten beim besten Willen nicht, wieder eine unglaubliche Materialschlacht, wildes Geballere und hunderte von Toten. Die Geschichte ist nicht so atemberaubend wie "Ice Station", aber diesen erstklassigen Actionthriller konnte man einfach nicht mehr toppen.
Dafür ist "Hell Island" tatsächlich wesentlich glaubwürdiger und der Autor verrennt sich nicht so in die Waffenverliebtheit, die in den ersten drei Bänden vielen Lesern unangenehm auffiel.
Mich hat das in keinem der Romane von Reilly gestört, im Gegenteil, ich habe immer überlegt, ob das Buch tatsächlich so gut recherchiert ist und es die Waffen tatsächlich gibt, oder ob Reilly einfach eine blühende Fantasie hat, die er gut zu verkaufen weiß.
Zusammenfassend kann man sagen: Einfache Sprache, ein charismatischer Anführer, ein wildes Gemetzel - ein tolles Buch um zwischendurch mal total abzuschalten und sich eine Stunde oder so gut unterhalten zu lassen! Allerdings wirklich nur für Leute zu empfehlen, die Actionkracher so richtig lieben!
Meine Wertung: Da die Personen diesmal etwas blasser bleiben, was auch an der Kürze der Geschichte liegen mag, vergebe ich für den Inhalt nur 4 von 5 Sternen.
Für den Verlag aber eine große Rüge: 6,95 Euro für eine Story, die normalerweise als Kurzgeschichte in einer Anthologie besser aufgehoben wäre sind schon happig!