The Clipse hatten harte 4 Jahre, seitdem Lord Willin' erschienen ist. Die Jungs aus Virginia Beach wurden stark von der Industry gebeutelt. Heraus kommt dieses Album, roher und härter als alles andere 2006. Der einzige Minuspunkt, auch wenn man es vllt als Pluspunkt sehen kann ist die faktische kürze von nur knapp 50 Minuten. Aber guess what, Illmatic brauchte auch nicht mehr Spielzeit um den Klassikerstatus zu erlangen. eine Bezeichnung die auf dieses Album perfekt passt. Alle Tracks sind pures dope, man kann das Album von vorne bis hinten durchhören ohne einen nicht sehr guten Song zu finden. Das mag wohl auch auf die Produktion der Neptunes zurückzuführen sein, die hier mal wieder beweisen, wer das Nummer 1 Produzententeam ist. Klang Pharrels Album noch eher durchwachsen, vllt sogar etwas konzeptlos, so ist hier alles aus einem Guss.
Tracks:
1. We got it for cheap
Benannt nach der Mixtapeserie wird man hier mit einem freundlichen "Eghck" begrüßt. Schnellerer Orgel + Konga Beat, hier wird alles richtig gemacht
2. Momma I'm Sorry
Hier lassen die Neptunes den ersten großen Kracher raus.
3. Mr Mee Too ft Pharell
Der Track ist bereits vom Pharell Album bekannt, aber immer noch sehr heiß. Zugleich der am meisten Mainstream kompatible Track. Mainstream R&B Fans werden an dem Album wenig Freude finden.
4. Wamp Wamp ft Slim Thug
Den Track habe ich zum ersten mal auf Smashtime Radio vol 2 by Clinton Sparks gehört. Seitdem findet er immer wieder den Weg in meinen Gehörgang. Slim Thug ist hier genau der Richtige um den Track vollends zu killen.
5. Ride around shining
Ein Track über das Goodlife und Luxusartikel. Symthie Brett erster Sahne, die Snare erinnert Fatal an the Bridge is over...
6. Dirty Money
Netter Gitarrencut und ein feiner Boombap Beat im Stile der Mittneunziger, der zum Kopfnicken einlädt. Neptunessches Drumprogramming at its best!
7. Hello New World
Sehr atmosphärischer Synthie Beat mit einer Singsang(ja wirklich Singsang) Hook von Pharell. Hier zeigen Pusha und Malice wer die Kings im Rapgame sind.
8. Keys Open Doors
Der nächste Burner folgt sogleich, wer meint, dass er sich mal bei einem Stück ausruhen könnte liegt wohl falsch. Das Glockenspiel Sample und der Chor im Hintergrund erzeugt eine sehr Atmosphärische Stimmung, mein Lieblingstrack.
9. Ain't Cha ft Re-Up Gang
Die ganze Crew wird repräsentiert; der Track hat zwar schon ein paar Monate auf der Schulter, aber das macht ihn nicht unwesentlich schlechter.
10. Trill
Hatte das ganze Album bisher eher den klassischen New York Vibe, so legt hier Pharrell nochmal eins drauf. Ein Dirty South Beat, hier wird represäntiert wo man her ist. Böse Atmosphäre, TOP!
11. Chinese New Year
Definitiv die sickeste Hook auf dem Album komplettiert den Track, der von einem Elektronic Beat angetrieben wird. »I'm at your door, your eyes are like 'Why are you here?' / judging by my steel I got something to do here / give up the money or the angel cries two tears / front of your crib sounding like Chinese New Year / brrapp brrapp / brrapp brrapp / brrapp brrapp / cack-a-cack-cack« Gibts da noch was hinzuzufügen?
12. Nightmares ft Bilal
Der ruhigste Track rundet das Album perfekt ab. R&B wie er sein muss, aus dem Herzen, aber nicht zur Schnulze verkommen. Die Ruhe nach der Schlacht.
Fazit:
Was wurde dieses Jahr schon zum Classic erkoren? Busta? Mr. Rhymes sieht hiergegen eher schwach aus. Auch die untoppbaren Alben von T.I. und den Roots wurden getoppt. Die XXL hat hier das einzige Mal dieses Jahr XXL vergeben. True Classic!