Im Club läuft Outta Control mit 50 Cent: Discostimmung-> Party!!
Doch ich sitze lieber zu Hause und lege in meine Anlage eines der besten Alben, die der HipHop je gesehen hat: Hell On Earth von Mobb Deep. Die Perfektion in Form einer CD mit höchstgenau gerappten Reimen der legendären MCs Prodigy und Havoc. Beide sind heute nicht mehr zu vergleichen mit ihren alten Texten und Flows, die sie direkt nach diesem Album verloren haben. Das Problem ist ja, dass sie das Unmögliche geschafft haben: Sie haben die Genialität ihres Vorgängeralbums "The Infamous" wieder erreicht, für viele sogar getoppt! Melancholie bis zum Abwinken, ich muss zugeben, dass ich am Anfang des Liedes "Nighttime Vultures" Angst bekam... -göttlicher Rap-
Das erste Lied auf der Platte sorgt für ein sofortiges Aufrichten aller Haare des Körpers und Bouncen ist fast nicht mehr möglich, man wird sofort in den Bann des Albums gezogen und man kann sich vorstellen, wie man durch die Hölle geht, die mehr als genau beschrieben wird. Die Beats sprechen Bende. Man kann nur dann aus dem Teufelskreis entkommen, wenn man das erlösende Geräusch hört, wenn das Album aus ist und angehalten wird, ansonsten geht man zugrunde. Obwohl das übertrieben dargestellt ist, in einem gewissen Maße möglich, wenn man sich der Musik hingibt. Düsterer und heftiger, als alles bisher gehörte, das ist "Hell On Earth". Die Beats haben immer krachende Snares, die das Trommelfell erbeben lassen und die Zimmernachbarn zusammenzucken lassen. Gereimt von den MCs wird, als ob sie nicht in ihrem Körper wären, sondern nur irgendwo in ihrem Viertel und Momentaufnahmen in Texte umwandeln, und dies mit ausgeprägten Skillz und Tightness!!
Man kann sich streiten, wer der bessere ist oder welches das beste Lied ist, aber für mcih ist es klar: Prodigy und Bloodsport!
Persönlich ist "The Infamous" mein Alltime-Favourite, aber was die Dunkelheit und die Gefährlichkeit angeht, ist Hell On Earth Nummer 1 auf dem Planeten. Tödlich, wenn man nciht aufpasst...