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Heliocentric
 
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Heliocentric

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4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Wiedergabe   1. Shamayim 1:53 EUR 0,99
Wiedergabe   2. Firmament 7:29 EUR 0,99
Wiedergabe   3. The First Commandment Of The Luminaries 6:47 EUR 0,99
Wiedergabe   4. Ptolemy Was Wrong 6:28 EUR 0,99
Wiedergabe   5. Metaphysics Of The Hangman 5:41 EUR 0,99
Wiedergabe   6. Catharsis Of A Heretic 2:08 EUR 0,99
Wiedergabe   7. Swallowed By The Earth 4:59 EUR 0,99
Wiedergabe   8. Epiphany 3:21 EUR 0,99
Wiedergabe   9. The Origin Of Species 7:23 EUR 0,99
Wiedergabe 10. The Origin Of God 4:33 EUR 0,99
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Genau das hat sich Robin Stabs, Hauptsongwriter,Gitarrist und Zentrum von The Ocean wohl gedacht als er überlegte wie der nächste musikalische Schritt dieses zu weilen aus mehr als 20 Musikern bestehenden Projektes aussehen könnte. Zwar kommt auch Heliocentric nicht ohne Gastmusiker (Pianist,Cellist,Streicher und Bläser) aus, das Songwriting wurde jedoch von fünf Bandmitgliedern gesteuert. Und diese neue Bandidentität kann man auf dem neuen Album auch wirklich hören. Sie ist der Garant dafür das "the ocean" auch dieses mal anders klingen als auf dem Vorgänger "Precambrian".

Heliocentric ist das erste von zwei Konzeptalben und beschäftigt sich mit dem heliozentrischen Weltbild und welche Auswirkung diese Entdeckung bis in die heutige Zeit hat.
Bis zur ersten Überraschung dauert es genau 1 Minute 53 Sekunden. Das ist die Zeit in der das Intro "Shamayim" aus den boxen dröhnt. Die zweite Nummer und der eigentliche Opener "Firmament"
beginnt nicht mit einem Schlag in das Gesicht sondern bewegt sich auf einer grollenden Bassline die irgendwie an Tool erinnert und cleanen Vocals auf den Hörer zu.Der neue Sänger Loic Rossetti versteht sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern ausgezeichnet auf diese Disziplin und packt nur selten aber immer passend Shouts und Growls in die Songs. Das ist auch gut so, denn erstmals werden The ocean so ihrer bereits auf dem Vorgänger deutlich gezeigten ruhigeren Seite auch auf der Gesangsebene gerecht.

So sind mit "Ptolemy was wrong" und "Epiphany" gleich zwei fast gänzlich klassisch instrumentierte Balladen auf dem Album die man The Ocean so wohl eher nicht zugetraut hätte und die für mich beide zu unerwarteten Höhepunkten des Albums geworden sind.

Auf der anderen Seite geht es natürlicher auch heftiger zur Sache. Vor allem "The first Commandment of the Luminaries" Metaphysics of the Hangman" und der abschließende Doppelsong "The origin of Species"&"The origin of God" sind ganz große Klasse. Mal spielen the Ocean hier mit eingeschobenen klassischen Instrumenten und leicht jazzigen Pianoeinnwürfen mal zeigen sie sich rockig und kompakt, oder auch von der bekannten episch harten Seite.

Einen Schwachpunkt hat das Album leider im Mittelteil "Cartharsis of a Heretic" ist ein viel zu kurz geratenes Experiment mit Trip Hop und Bläsern bei dem "The ocean" wohl etwas der Mut verlassen hat, da wäre deutlich mehr zu holen gewesen. Auch "Swallowed by the earth" ist keineswegs schlecht kann sich aber nicht gegen die anderen Songs auf der Scheibe durchsetzen.

Heliocentric ist das bislang ruhigste und kompakteste Werk von "the Ocean" geworden. Und es ist genau das Album das ich mir immer von der Gruppe gewünscht habe."The Ocean" haben definitiv internationales Format. Ich bin jetzt schon gespannt auf den zweiten Teil.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ewonwrath
Format:Audio CD
Ehrlich gesagt waren The Ocean für mich bisher immer ein persönliches musikalisches Fort Nox. Je näher ich ihrem metallischen Komplex kam, desto mehr faszinierten sie mich. Aber bei jedem Schritt hin zum Kern ihres Wesens hatte ich gleichzeitig das Gefühl, von Stacheldrahtzäunen der Unzugänglichkeit und schießwütigen Wachposten der Unverträglichkeit vom Faszinosum, dem "Inneren Heiligtum", des Kollektivs abgehalten zu werden. Und mit genau dieser Erfahrung im Rücken ließ ich nun ein weiteres Mal den Ozean auf mich hereinstürzen - nur um festzustellen, dass es diesmal keine Zäune mehr gibt, keine Wachposten oder andere Verteidigungsanlagen...

Denn was das arg geschrumpfte Berliner Kollektiv mit "Heliocentric", dem ersten von zwei zusammengehörigen Alben - "Anthropocentric" soll im Herbst erscheinen -, hier zur Welt gebracht hat, ist kaum noch zu vergleichen mit allem bisherigen Schaffen. Das wabernde Intro erinnert ein wenig an Tools abgedrehte Zwischenstücke der jüngeren Vergangenheit, und "Firmament" beginnt sogar mit einer rhythmischen Raffinesse, die besagten US-Amerikanern äußerst nah liegt. Und trotzdem kommt sofort eine absolut einzigartige Stimmung auf, die durch den vokalischen Neuzugang Loïc Rossetti tausendfach verstärkt wird. Sein unheimlich angenehmer Gesang, der zu Zeiten (und vor allem in "Epiphany") spürbare Gemeinsamkeiten zu Trent Reznor (Nine Inch Nails) aufweist, gibt der Musik von The Ocean eine neue Tiefe, die vorher undenkbar gewesen wäre. Die ungezügelte Rohheit vieler bisheriger Stücke ist auf "Heliocentric" endgültig domestiziert worden.

Dynamisch bis zum äußersten waren die Songs der Berliner schon immer, aber was mir bisher fehlte, war eine gewisse Eingängigkeit der Songstrukturen. Vielleicht des öfteren mal ein wiederkehrendes und zu erkennendes Riff, auf das sich ein Song aufbaut, Hooklines oder Gesangslinien. Nun endlich haben sie genau das umgesetzt, wobei sie ihre härtere Seite, die vor allem auf der Doppel-CD "Precambrian" im Vordergrund steht, nicht verleugnen. Bereits in besagtem "Firmament" gibt es Post Metal-Einbrüche im bestem Neurosis- oder Isis-Stil. "The First Commandment Of The Luminaries" beginnt mit verzerrten Gitarren, nur um kurz darauf in einen ruhigen, von Streichern unterstützten, Strophenteil überzugehen, an den sich der wiederum verzerrt eingespielte Refrain anschließt.

Auf "Heliocentric" dominieren vielerorts Melodien, vor allem durch Loïc Rossettis Gesangslinien, wie es sie beim Kollektiv vorher nicht gegeben hat. Doch in Kitsch gleitet es selbst bei der traurigen Ballade "Ptolemy Was Wrong" niemals ab. Hier und da sind stets Ecken und Kanten in die Harmonien eingebaut, die beim ersten Hören ungewohnt klingen, die ich jedoch schnell lieben gelernt habe.

Auch was die Schlagzeugarbeit anbelangt, haben The Ocean bei der Komposition darauf geachtet, differenzierteren Gitarren, der Stimme Rossettis sowie atmosphärischen Teilen immer Raum zur Entfaltung zu geben. Und trotzdem erlauben sie sich so geniale Experimente wie den Drum'n'Bass-Teil in "The First Commandment Of The Luminaries", der wunderschön vom Bass-Spiel Louis Juckers unterstützt wird.

Das Konzept des Albums, die Geschichte der Menschheit anhand ihrer sich ändernden Weltbilder zu erzählen, geht vollkommen auf. Angefangen vom Heliozentrismus bis zum Geozentrismus, der Aufklärung und des Darwinismus bis hin zu Nietzsches wohl berühmtestem Zitat "Gott ist tot" wandeln The Ocean auf den Pfaden von Ansichten und Persönlichkeiten, die die Welt verändert haben. Dabei haben sie ihren Plan nicht nur auf musikalischer und textinhaltlicher Seite zur Perfektion getrieben, sondern auch die Gestaltung des Artworks von "Heliocentric" in Dimensionen ausgedehnt, die jedem audiophilen Sammler einfach nur Tränen in die Augen treiben. Wer die CD-Box besitzt, in die später "Anthropocentric" mit eingefügt werden kann, schaut staunend auf ein Digipack, das auf drehbaren Scheiben die Sonne sowie die inneren und äußeren Planeten und die Tierkreiszeichen bzw. eine Sternenkarte darstellt. Die Texte der Songs sind jeweils auf die Rückseite einer eigenen Tarotkarte gedruckt. Hier gibt es mindestens so viele Details zu entdecken, wie in der Musik des Kollektivs.

Kurzum: Kein Stein wurde auf dem anderen gelassen, um in jeder Hinsicht das Beste vom Besten herauszuholen. Und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie "Heliocentric" noch getoppt werden sollte. Um so gespannter bin ich auf "Anthropocentric", das hoffentlich ähnlich emotional und eingängig, vielseitig und dynamisch, aus einem Guss und wegweisend daherkommt.

Dieses Fort Nox ist für mich geknackt! The Ocean haben in ihrem Genre mindestens das Album des Jahres herausgebracht und geben sicher nicht nur mir, sondern auch anderen Verneinern der bisherigen Unzugänglichkeit der Band die Chance, von "Heliocentric" aus mit neuem Mut noch einmal auf die Vorgänger "Fluxion", "Aeolian" und "Precambrian" zu blicken. "Heliocentric" ist ein Meilenstein der progressiv-metallischen Musikgeschichte.
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nutzt sich recht zügig ab 17. Februar 2012
Von Etheriel
Format:Audio CD
Das Album habe ich bewusst lange nicht mehr gehört, damit ich Abstand gewinne. Nach den ersten Durchläufen hatte die Begeisterung für das Album rasch abgenommen und schlug sich ins Gegenteil um. Die durchstrukturierte fast verkniffen mathematische Perfektion wirkte schnell Blutleer und Aufgesetzt, wodurch ich das Album nach knapp 2 Monaten für völligen Ramsch hielt. Obwohl ich zuerst über alle Maßen begeistert war.
Nachdem das Vorgängeralbum mit ca. 80 Musikern, die alle ein Teil des Oceankollektivs waren und in den Schaffensprozess eingebunden waren, entstanden war, strich Robin Staps die Segel, Pleite des Oceanlands(Eine Idee die seid Warhols Factory immer wieder auftaucht) und Zerwürfnis des Kollektivs reduzierten die Band auf verbleibende fünf Musiker. Derweil bleiben die hohen Konzeptansprüche an die eigenen Alben bestehen. Meine Fresse, was soll das eigentlich, mal finde ich das Spannend aber bei the Ocean geht es durchgehend um Epochale Werke die sich durch monumentale Geschichtswelten wälzen. The Heliocentric und Anthropocentric durchstreifen den Weltbildwandel in der Menschheitsgeschichte. D.h. Einstein, Darwin, Kopernikus, Galileo Galilei etc. verpackt in ein Rock/Metalkonzeptalbum.
Der Musikstil hat sich derweil aufgelockert, von Isis hin zu mehr Tool und irrsinnig viel Chris Cornell. Streicherwände und Loic Rossetti, der neue Mann am Mikro, wecken die Erinnerung an Cornell. Und wenn die Musik gerade nicht losscheppert, was zugegeben immer noch vorkommt aber nur sehr bedacht eingestzt wird, erinnern die Songs in ihrer Progstruktur deutlich an amerikanischen Progrock der 80er.
Das ist OK, aber für meinen Geschmack nutzt sich das recht zügig ab.
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