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Ich höre Paul Wellers nun schon gute 20 Jahre. Er ist immer wieder für eine Überraschung gut.
Heliocentric ist ein Muß für alle, die nicht an Fast-Food Music interessiert sind.
"He's The Keeper" Markiert den logischen Übergang von Heavy Soul zu Heliocentric, nicht nur da es bereits 1997 geschrieben wurde. Dieser Song ist Ronnie Lane (Small Faces & Faces) gewidmet. Der Text zählt sicher zu Wellers stärksten. Der Song ist geprägt von rauhen groovy & catchy Gitarren und Basslinien.
"Frightened" Bittersüß. Eine wundervolle Ballade deren Melodie vom Piano und himmlischen Geigen direkt ins Herz getragen wird.
"Sweet Pea, My Sweet Pea" Dieser, seiner jüngsten Tochter Leah gewidmete, Song ist stark Country & Folk inspiriert. Auch wenn der Stil nicht jedermanns Sache ist, begeistert doch die Fröhlichkeit und Liebe die dieses Lied transportiert.
"A Whale's Tale" Lied 4 & 5 sind auf der CD falsch angegeben. Dies ist ein typischer Pub drinking song. Hervorzuheben ist die Wurlitzer Orgel und die abwechslungsreichen drums.
"Back In The Fire"
Eine sehr atmosphärische Ballade die einem schier das Atmen vergessen läßt.
"Dust & Rocks" Fängt sehr folkish und fast langweilig an und nimmt eine unerwartete Wende. Eine schöne und gleichzeitig dynamische Ballade. Absoluter Höhepunkt ist die reprise am Ende. Die Geigen und die Gitarre können eigentlich nicht von dieser Welt sein.
"There's No Drinking After You're Dead" Das gitarrenlastigste Stück der LP. Dieses Lied muß man wachsen laßen. Ungewöhnlich und herrausragend der pastorale Gesang und die anspruchsvollen Gitarrenakkorde.
"With Time & Temperance" Die wahrscheinlich schönste Ballade der LP. Unbeschwert und flüssig bohrt sie sich in den Gehörgang. Ein Sommerlied welches das Herz erfreut.
"Picking Up Sticks" Mein Favorit. Aufgebaut um einen unglaublichen und eindringlichen Orgelriff hat man Weller selten so gut singen hören. Sehr psychedelisch. Zum Schluß gewinnt das Lied absolute stomper Qualität die (nicht störend) unterbrochen wird von einem unglaublichen drum solo; bei diesem beweist Steve White, daß er zu Recht als Englands bester drummer bezeichnet wird.
"Love-Less" Auch dieses Lied nimmt eine unerwartete Wende. Zum Anfang erwartet man eine fast schnulzige Piano Ballade um beim Refrain zu erfahren, daß das Lied auch ein 70's Soul Lied, mit göttlichen Trompeteneinsätzen (bezieht sich ergo auf die Geigen), ist. Geniale Wende.
Abschliessend ist zu sagen: Dieses Album ist wirklich ein Muß für Musikfreunde die sich an ausgereiften und perfekt umgesetzten Liedern erfreuen. Diese LP hat Soul!
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