Produktbeschreibungen
Produktinformation
Album
Side A
1. Pray For Rain 6.42
2. Babel 5.16
Side B
1. Splitting The Atom 5.14
2. Girl I Love You 5.26
3. Psyche 3.21
Side C
1. Flat Of The Blade 5.27
2. Paradise Circus 4.58
3. Rush Minute 4.58
Side D
1. Saturday Come Slow 3.42
2. Atlas Air 7.46
Additional 12” vinyl:
Side E
1. Paradise Circus (Gui Boratto Remix) 8.03
2. Fatalism (Ryuichi Sakamoto & Yukihiro Takahashi Remix) 4.50
Side F
1. United Snakes 9.41
2. Girl I Love You (She Is Danger Remix) 4.58
- 3-fach Gatefold mit exklusivem Artwork
- 3-fach 180-Gramm Heavyweight Vinyl: LPs 1+2 beinhalten das Album Heligoland, LP 3 enthält 4 Exclusive Tracks/Mixes (s.u.)
- Das Album Heligoland als Black Glitter CD
- 28 seitiges Booklet inkl. exklusivem Massive Attack Artwork and Photography
Album
Side A
1. Pray For Rain 6.42
2. Babel 5.16
Side B
1. Splitting The Atom 5.14
2. Girl I Love You 5.26
3. Psyche 3.21
Side C
1. Flat Of The Blade 5.27
2. Paradise Circus 4.58
3. Rush Minute 4.58
Side D
1. Saturday Come Slow 3.42
2. Atlas Air 7.46
Additional 12” vinyl:
Side E
1. Paradise Circus (Gui Boratto Remix) 8.03
2. Fatalism (Ryuichi Sakamoto & Yukihiro Takahashi Remix) 4.50
Side F
1. United Snakes 9.41
2. Girl I Love You (She Is Danger Remix) 4.58
motor.de
History repeating? Massive Attack arbeiten zwar nicht mehr am Puls der Zeit, haben aber dennoch kein gestriges Album vorgelegt.
Helgoland hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Über Jahrhunderte umkämpft und von verschiedensten Herrschern regiert, kehrte erst mit dem Übergang der Insel von Großbritannien an Deutschland 1890 Ruhe in der Historie des Eilands ein. Vielleicht haben Robert „3D“ Del Naja und Grant „Daddy G“ Marshall die Geschichte Helgolands als Spiegelbild der Geschichte ihrer Band Massive Attack gesehen und deshalb ihr neues Album nach ihr benannt. Auch ihre Historie seit der Gründung 1988 ist wechselvoll: (Mit-)Erfindung des Genres Trip-Hop und kreative Hochzeiten Anfang bis Mitte der 90er („Blue Lines“, „Protection“), Ausstieg von Bandmitglied Mushroom, temporärer Ausstieg von Daddy G. Doch ebenso wie um Helgoland ist es auch um Massive Attack in jüngerer Vergangenheit ruhiger geworden. Dies liegt sowohl an einem Abflauen des Trip-Hop-Hypes Ende der 90er wie auch an der langen Pause seit dem letzten Studioalbum – „100th Window“ ist bereits sieben Jahre alt.
Anders als die Insel können Massive Attack den Verlauf ihrer Geschichte jedoch selbst bestimmen. Und da schien dem Bristoler Duo noch etwas zu fehlen, denn sonst hätten sie nicht soviel Zeit und Studiosessions (von denen mehrere ausrangiert wurden) investiert. Es hat sich gelohnt. Wer erwartete, dass nach dem mediokren „100th Window“ die Band sang- und klanglos verschwinden würde, sieht sich durch „Heligoland“ eines Besseren belehrt. Das Besondere an Massive Attack war immer, wie sie die im besten Falle perfekte Mischung aus Kälte und Wärme herstellen konnten – sei es durch die soulvollen Stimmen der Gastsänger zu maschinellen Beats und/oder das Zusammenwirken von elektronischer Geräuschkulisse mit dem organischen Klang „echter“ Instrumente. Und von dieser Kalt-Warm-Melange ist auch auf dem fünften Studioalbum von Del Naja und Marshall angenehm viel vorhanden.
Bereits der jazzig wirkende Opener „Pray For Rain“ mit Tunde Adebimpe (TV On The Radio) am Mikro schafft die bekannt hybride Stimmung. Das Piano und die später einsetzenden Tribal Drums stehen der entrückten Stimme Adebimpes und elektronischem Gezirpe gegenüber und sorgen somit für den Massive-Attack-Effekt.
Doch anders als bei vorherigen Platten gibt es keine herausragenden, in den Schatten stellende Stücke wie „Unfinished Sympathy“ oder „Angel“. Das ist einerseits natürlich schade, andererseits trägt es sehr zum Flow des Albums bei, da man sich mehr in ihm verlieren kann. Sei es bei dem leicht arabisch angehauchten, mit einem New-Order-Bass unterlegten „Girl I Love You“ mit dem von vorherigen Alben bekannten Sänger und Roots-Reggae-Künstler Horace Andy oder das zwischen akustischer und elektronischer Instrumentierung pendelnde „Saturday Come Slow“, was stark an Blurs „Think Tank“ erinnert – nicht zuletzt durch die Vocals von Damon Albarn. Hinausgeleitet wird der Hörer vom schleichenden, mit einem narkotisierenden Beat ausgestatteten „Atlas Air“. Der perfekte Song für die Afterhour, wenn die Uppers ihre Wirkung verlieren und man sich in dem verwischten Bild namens Wirklichkeit wieder findet.
Massive Attack sind natürlich nicht mehr wegweisend oder zeitgeistdefinierend, aber das müssen sie auch nicht mehr sein, diesen Punkt haben sie in ihrem Lebenslauf schon abgehakt. Deswegen konnte oder wollte man nicht erwarten, dass „Heligoland“ dennoch ein über weite Strecken gutes bis sehr gutes Album geworden ist. Das Duo hat somit – im Gegensatz zu Helgoland – noch ein spannendes gegenwärtiges Kapitel der eigenen Geschichte zu bieten.
Helgoland hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Über Jahrhunderte umkämpft und von verschiedensten Herrschern regiert, kehrte erst mit dem Übergang der Insel von Großbritannien an Deutschland 1890 Ruhe in der Historie des Eilands ein. Vielleicht haben Robert „3D“ Del Naja und Grant „Daddy G“ Marshall die Geschichte Helgolands als Spiegelbild der Geschichte ihrer Band Massive Attack gesehen und deshalb ihr neues Album nach ihr benannt. Auch ihre Historie seit der Gründung 1988 ist wechselvoll: (Mit-)Erfindung des Genres Trip-Hop und kreative Hochzeiten Anfang bis Mitte der 90er („Blue Lines“, „Protection“), Ausstieg von Bandmitglied Mushroom, temporärer Ausstieg von Daddy G. Doch ebenso wie um Helgoland ist es auch um Massive Attack in jüngerer Vergangenheit ruhiger geworden. Dies liegt sowohl an einem Abflauen des Trip-Hop-Hypes Ende der 90er wie auch an der langen Pause seit dem letzten Studioalbum – „100th Window“ ist bereits sieben Jahre alt.
Anders als die Insel können Massive Attack den Verlauf ihrer Geschichte jedoch selbst bestimmen. Und da schien dem Bristoler Duo noch etwas zu fehlen, denn sonst hätten sie nicht soviel Zeit und Studiosessions (von denen mehrere ausrangiert wurden) investiert. Es hat sich gelohnt. Wer erwartete, dass nach dem mediokren „100th Window“ die Band sang- und klanglos verschwinden würde, sieht sich durch „Heligoland“ eines Besseren belehrt. Das Besondere an Massive Attack war immer, wie sie die im besten Falle perfekte Mischung aus Kälte und Wärme herstellen konnten – sei es durch die soulvollen Stimmen der Gastsänger zu maschinellen Beats und/oder das Zusammenwirken von elektronischer Geräuschkulisse mit dem organischen Klang „echter“ Instrumente. Und von dieser Kalt-Warm-Melange ist auch auf dem fünften Studioalbum von Del Naja und Marshall angenehm viel vorhanden.
Bereits der jazzig wirkende Opener „Pray For Rain“ mit Tunde Adebimpe (TV On The Radio) am Mikro schafft die bekannt hybride Stimmung. Das Piano und die später einsetzenden Tribal Drums stehen der entrückten Stimme Adebimpes und elektronischem Gezirpe gegenüber und sorgen somit für den Massive-Attack-Effekt.
Doch anders als bei vorherigen Platten gibt es keine herausragenden, in den Schatten stellende Stücke wie „Unfinished Sympathy“ oder „Angel“. Das ist einerseits natürlich schade, andererseits trägt es sehr zum Flow des Albums bei, da man sich mehr in ihm verlieren kann. Sei es bei dem leicht arabisch angehauchten, mit einem New-Order-Bass unterlegten „Girl I Love You“ mit dem von vorherigen Alben bekannten Sänger und Roots-Reggae-Künstler Horace Andy oder das zwischen akustischer und elektronischer Instrumentierung pendelnde „Saturday Come Slow“, was stark an Blurs „Think Tank“ erinnert – nicht zuletzt durch die Vocals von Damon Albarn. Hinausgeleitet wird der Hörer vom schleichenden, mit einem narkotisierenden Beat ausgestatteten „Atlas Air“. Der perfekte Song für die Afterhour, wenn die Uppers ihre Wirkung verlieren und man sich in dem verwischten Bild namens Wirklichkeit wieder findet.
Massive Attack sind natürlich nicht mehr wegweisend oder zeitgeistdefinierend, aber das müssen sie auch nicht mehr sein, diesen Punkt haben sie in ihrem Lebenslauf schon abgehakt. Deswegen konnte oder wollte man nicht erwarten, dass „Heligoland“ dennoch ein über weite Strecken gutes bis sehr gutes Album geworden ist. Das Duo hat somit – im Gegensatz zu Helgoland – noch ein spannendes gegenwärtiges Kapitel der eigenen Geschichte zu bieten.