Pressestimmen
"Angelika Schaser widmet sich in ihrer Doppelbiographie der Lebens-und Arbeitsgemeinschaft der beiden Führerinnen der bürgerlichen Frauenbewegung und weist daran exemplarisch die Bildungschancen und das politische Wirken bürgerlicher Frauen nach. Insgesamt verdeutlicht sie mit ihrer Analyse des Wirkens und der Wirkungen Helene Langes und Gertrud Bäumers die Möglichkeiten und die Grenzen der politischen Handlungsfelder von Frauen und ihre Einengung qua Geschlecht." (Ariadne)
"Die Untersuchung des privaten "fraulichen Lebensbundes" und der öffentlichen "politischen Lebensgemeinschaft" beider Frauen lässt Lange und Bäumer erstmals nicht nur als charismatische und dominierende Einzelpersonen und -kämpferinnen der deutschen Frauenbewegung erscheinen, sondern sie beleuchtet auch das enge Beziehungsnetz dieser Bewegung, "dessen konspirative, teils auch intrigante Mechanismen in der Regel bestens funktionierten". (Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung)
"Es ist das große Verdienst dieses Buches, dass die Tätigkeit von Gertrud Bäumer zur Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reichs äußerst ausführlich und differenziert dargestellt und damit wesentlich zu einer Korrektur des gängigen 'Bäumer-Bildes' beigetragen wird. (...) Dieses Buch (...) eignet sich (...) als Grundlagenwerk für Arbeiten über Lange oder Bäumer, aber auch für Studien zur bürgerlichen Frauenbewegung." (Margret Friedrich, L'Homme Z. F. G. 12 (2001) 2, 14.05.02)
Kurzbeschreibung
Helene Lange (1848-1930) und Gertrud Bäumer (1873-1954) waren das wohl bekannteste Paar der deutschen Frauenbewegung. Ihr "fraulicher Lebensbund" währte von 1899 bis zu Langes Tod 1930. Beide begannen ihre berufliche Laufbahn als Lehrerinnen und zählten zu den ersten Berufspolitikerinnen der Weimarer Republik. Die Autorin geht einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft nach, an der exemplarisch die Bildungschancen, die Handlungsspielräume und das politische Wirken von Frauen des Bürgertums untersucht werden. Eingebunden in den historischen Kontext weist die Darstellung über die zwei Einzelschicksale hinaus und zeigt die sich verändernden politischen und ökonomischen Chancen und Begrenzungen für das "andere Geschlecht" von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts auf.