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Helena oder das Meer des Sommers. 2 CDs
 
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Helena oder das Meer des Sommers. 2 CDs [Audiobook] [Audio CD]

Julian Ayesta , Christian Brückner
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Parlando Edition Christian Brückner; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935125402
  • ISBN-13: 978-3935125406
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.269.793 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Auf eine Gattungsbezeichnung für Helena oder Das Meer des Sommers hätte der Autor am liebsten verzichtet, erfahren wir aus dem Nachwort. „Eine Art Gesang“ ergäben diese Erzählungen, ähnelten einem Gedicht, seien ein „pointilistischer Roman“, bei dem alle unwesentlichen Kapitel weggelassen wurden. Erzählt im klassischen Sinne wird hier tatsächlich nicht. Statt dessen lebenspralle Tableaus, in deren Beschreibung und Ausmalung Julián Ayesta schwelgt und seine Leser mitreißt in einen Strudel aus Farben, Gerüchen, Sonnenstrahlen, Meeresrauschen und Lachen. Lyrische Bilder paradiesischer Unschuld während einer Kindheit im nordspanischen Gijón. Eine laute, temperamentvolle Großfamilie trifft sich zur Sommerfrische, eine Schar Cousins und Cousinen genießt den Sommer, den Strand, das Meer. “Unter den Eichen lag ein grünlicher Schatten, und Sonnentupfen liefen über den Boden und die Tische. Im Hintergrund sah man durch die Bäume grüne Wiesen, Bauern, die auf den Maisfeldern arbeiteten, blassblaue Karren, Ochsen und ein Stück Meer. Ein Duft von feuchtem Gras, das von der Mittagssonne erhitzt wird, wehte herüber, ich hätte sterben können vor Glück mit Helena an meiner Seite und versank mit halbgeschlossenen Augen in meinen Gedanken.“

Mit ebendiesen halbgeschlossenen Augen blickt Julián Ayesta zurück, weniger melancholisch-nostalgisch als erfreut, diese ewigen Augenblicke eines Kinderglücks festhalten zu können. Ganz ungetrübt ist dieses aber doch nicht, zwischen die Beschreibung zweier Sommer mit der Liebe zur Cousine Helena schiebt sich ein Winterkapitel, das sich in ebenso strömenden, eleganten Satzwellen den Nöten eines katholischen Jungen mit der unermüdlichen Abwehr unkeuscher Gedanken widmet. Und anderseits schweben über allem auch die Wolken der Vergänglichkeit, werfen ihre Schatten voraus. Nicht nur die Kindheit muss unweigerlich dem Erwachsenwerden weichen. In diesem Fall ist es auch der schreckliche spanische Bürgerkrieg, der der Idylle bald ein Ende bereiten sollte. Vor dem dunklen historischen Hintergrund funkeln diese Kindheitserinnerungssplitter noch stärker und lassen beim Leser am Ende doch etwas Wehmut aufkommen, aber vor allem Glück, dass dieses kleine spanische Juwel von einem Buch über 50 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nun wieder entdeckt wurde. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.de Audiobook-Rezension

Die Stimme und der Verlag: Seit Christian Brückner mit seiner Frau Waltraut einen eigenen Hörbuch-Verlag gegründet hat, ist es noch spannender, die Karriere des besten deutschen Sprechers zu verfolgen. Beim Parlando-Verlag gilt (bis auf ganz wenige Ausnahmen): hier spricht der Chef! Und der hat in den allermeisten Fällen auch ein Gespür für ausgezeichnete Literatur, die auch ausgezeichnet zu seiner Stimme passt. Dass er auch schon mal literarisch Minderwertiges wie die esoterisch-überzuckerten Werke eines Paulo Coelho liest, muss man ihm da halt verzeihen.

Im Fall von Julián Ayesta hat der Parlando Verlag jedenfalls wieder einen Volltreffer gelandet. Literarisch war das eine der schönsten Wiederentdeckungen der letzten Zeit. Und Christian Brückners Stimme passt zu diesem elegischen Abgesang auf vergangenes Kindheitssommerglück nahezu perfekt. Helena oder Das Meer des Sommers wurde in Spanien im Jahr 1952 veröffentlicht und beschreibt sprachmächtig und melancholisch-verträumt Familienferien an der nordspanischen Küste und die Kinderliebe des Ich-Erzählers zu seiner Cousine Helena.

Wie ein Maler komponiert Julián Ayesta lebenspralle Bilder, und reißt seine Leser mit in einen Strudel aus Farben, Gerüchen, Sonnenstrahlen, Meeresrauschen und Lachen. Eine laute, temperamentvolle Großfamilie trifft sich zur Sommerfrische, eine Schar Cousins und Cousinen genießt den Sommer, den Strand, das Meer. “Unter den Eichen lag ein grünlicher Schatten, und Sonnentupfen liefen über den Boden und die Tische. Im Hintergrund sah man durch die Bäume grüne Wiesen, Bauern, die auf den Maisfeldern arbeiteten, blassblaue Karren, Ochsen und ein Stück Meer. Ein Duft von feuchtem Gras, das von der Mittagssonne erhitzt wird, wehte herüber, ich hätte sterben können vor Glück mit Helena an meiner Seite und versank mit halbgeschlossenen Augen in meinen Gedanken.“

Spieldauer: ca. 112 Minuten, 2 CDs, vollständige Lesung --Christian Stahl


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch von wundervoller Schönheit, Anmut und Hoffnung, 23. März 2005
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Dieses Buch wird von der Kritik zu Recht über alle Maßen gelobt. Es beschreibt in einer Sprache, die ihresgleichen sucht, einen Zeitabschnitt zwischen zwei Sommern im Leben eines Jungen, der namenlos bleibt. Während dieser Zeit wächst in ihm seine Liebe zu Helena, die in den Ferien zusammen mit seinen Cousins Gast im Hause seiner Eltern ist. Es wächst aber in der Pubertät dieses klassisch gebildeten jungen Mannes ( er besucht eine Jesuitenschule) nicht nur die Liebe und das Begehren, sondern in weiten Teilen des Buches setzt er sich auch mit den Dogmen seines ihm seit Kindesbeinen vermittelten Glaubens auseinander.

Eine erstaunliche Tatsache ist, dass dieses mutmachende, ja beglückende Buch in weiten Teilen schon 1943 geschrieben wurde, also fast ein ganzes Jahrzehnt vor seiner Erstveröffentlichung 1952. In einer auch in Spanien für jeden denkenden und gebildeten Menschen furchtbaren Zeit der Diktatur (Franco) einen solchen Text zu schreiben, war damals sicher revolutionär. Warum nur spricht uns dieses Buch gerade heute so tief an ?

Es ist schade, dass von diesem begnadeten, 1996 verstorbenen Dichter nur dieses eine, exzeptionelle Prosastück überliefert ist. Beim Lesen habe ich sehr bedauert, der Originalsprache nicht mächtig zu sein.

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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Feinfühlig, 22. September 2004
Der 1996 verstorbene Autor brauchte zehn Jahre, um die drei längeren, aber miteinander verhängten Erzählungen in dieser Form zusammen zu führen. Das Buch erschien 1952 und liest sich locker, es gehört gattungsmässig eher zur lyrischen Prosa als zur durchkomponierten Erzählung oder zum Roman.
Inhaltlich ist der heranwachsende Ich-Erzähler zentral. Er berichtet in stimmungsvollen und überaus sinnlich-malerischen, meist heiteren Bildern von seiner ausklingenden Jugend. Seine sprachlich fein ziselierten Andeutungen handeln von Familienfesten und Ferien, von Verwandten und der Verdammnis, der er sich beim Betrachten von Nacktaufnahmen auszusetzen glaubt. Es ist eine glückliche Zeit, kurz bevor Franco mit seiner Militärdiktatur das Gesicht von Spanien für Jahrzehnte verändern sollte. Es ist auch die Zeit, in der man ein Auto noch mit der Hand ankurbeln konnte und die schon mehr als ein Jahrzehnt in die Modewelt eingeführte Pagenfrisur aus Paris bei den Damen in Nordspanien noch als gewagt galt. Auch der Priester hatte seinen festen Platz in der Gemeinde. Und dann ist da Helena, die Nichte des Ich-Erzählers. Er liebt sie. Sie liebt ihn mehr ...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges spanisches Prosawerk, 28. November 2004
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Der spanische Autor, hat an diesem Kurzroman, der erstmals im Jahr 1952 erschienen ist, über zehn Jahre lang gearbeitet. Wort für Wort ist auf diesen knapp 100 Seiten gewertet, geschliffen und gesetzt. Dieses kleine Buch hat man nun wiederentdeckt und es findet überall begeisterte Leser. Das Buch ist im C.H. Beck Verlag erschienen, großartig übersetzt von Dagmar Ploetz.

Ein junger Mann erzählt rückblickend, wie er in seiner Familie vom behüteten Kind zum erwachsenen Mann heranreift. Der junge Mann verliebt sich. Helena ist die aller erste große Liebe, doch alles ist nicht so wie er es sich gedacht hat, nicht alle Vorstellungen und Wünsche erfüllen sich. Es ist diese ganz kleine Welt der Sehnsucht, eines jeden von uns, nach einer Liebe die hält, was sie verspricht und die auch hält. Die Jahreszeiten gehen dahin. Es wird Sommer am Meer, es folgt der Winter, dann wieder ein Sommer an den stillen Orten der Erholung, in der abgeschlossenen Welt, vor Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges.

Die Erzählkunst des Autors ist von außerordentlicher Sensibilität geprägt, man hat das Gefühl als würde er ein großartiges Bild entwerfen und beschreiben. Subjektives Erleben, Gefühle und Stimmungen über das verlorene Paradies der Kindheit, über Tageszeiten und Jahreszeiten, über Wald- und Strandspaziergänge, werden meisterhaft präsentiert.

Es ist ein Buch welches ausgesprochen atmosphärisch arbeitet. Ich bin hingerissen von diesem Buch, ich finde es rasant geschrieben, in einer Klarheit der Sprache,
die geradezu phantastisch ist, ein sprachlich makelloses Meisterwerk.

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