Der spanische Autor, hat an diesem Kurzroman, der erstmals im Jahr 1952 erschienen ist, über zehn Jahre lang gearbeitet. Wort für Wort ist auf diesen knapp 100 Seiten gewertet, geschliffen und gesetzt. Dieses kleine Buch hat man nun wiederentdeckt und es findet überall begeisterte Leser. Das Buch ist im C.H. Beck Verlag erschienen, großartig übersetzt von Dagmar Ploetz.
Ein junger Mann erzählt rückblickend, wie er in seiner Familie vom behüteten Kind zum erwachsenen Mann heranreift. Der junge Mann verliebt sich. Helena ist die aller erste große Liebe, doch alles ist nicht so wie er es sich gedacht hat, nicht alle Vorstellungen und Wünsche erfüllen sich. Es ist diese ganz kleine Welt der Sehnsucht, eines jeden von uns, nach einer Liebe die hält, was sie verspricht und die auch hält. Die Jahreszeiten gehen dahin. Es wird Sommer am Meer, es folgt der Winter, dann wieder ein Sommer an den stillen Orten der Erholung, in der abgeschlossenen Welt, vor Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges.
Die Erzählkunst des Autors ist von außerordentlicher Sensibilität geprägt, man hat das Gefühl als würde er ein großartiges Bild entwerfen und beschreiben. Subjektives Erleben, Gefühle und Stimmungen über das verlorene Paradies der Kindheit, über Tageszeiten und Jahreszeiten, über Wald- und Strandspaziergänge, werden meisterhaft präsentiert.
Es ist ein Buch welches ausgesprochen atmosphärisch arbeitet. Ich bin hingerissen von diesem Buch, ich finde es rasant geschrieben, in einer Klarheit der Sprache,
die geradezu phantastisch ist, ein sprachlich makelloses Meisterwerk.