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Heldenplatz
 
 
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Heldenplatz [Taschenbuch]

Thomas Bernhard
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Taschenbuch, 2001 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 164 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: Erstausgabe. 41. bis 49. Tsd. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351801997X
  • ISBN-13: 978-3518019979
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 11,9 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 544.334 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Bernhard
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler unter den Jubelrufen der anwesenden Wiener auf dem Heldenplatz den "Anschluss" Österreichs an Deutschland. 50 Jahre später versammeln sich in einer Wohnung in der Nähe des Heldenplatzes die Familie Schuster. Für diesen philosophischen Kopf, von den Nazis verjagt, in den 50er Jahren auf Bitten des Wiener Bürgermeisters aus Oxford auf seinen Lehrstuhl zurückgekehrt, gab es keinen anderen Ausweg als den Selbstmord. Denn die Situation im gegenwärtigen Österreich sei "noch viel schlimmer als vor fünfzig Jahren".
Das Schicksal Josef Schusters verdeutlicht in Bernhards politischstem Stück die politisch-moralisch-geistigen Verhältnisse in Österreich. Mittels einer poetisch-musikalischen Sprache, durch seine zum Formprinzip gewordenen Kunst der präzisen Übertreibung vermag Thomas Bernhard der Gegenwart zu ihrer Kenntlichkeit zu verhelfen - in einer Weise, dass dem Leser und Zuschauer das Lachen ausgetrieben wird.

Über den Autor

Thomas Bernhard (1931-1989) war einer der bekanntesten österreichischen Erzähler des zwanzigsten Jahrhunderts. Er wuchs in Wien und in Seekirchen am Wallersee auf, wurde für kurze Zeit in ein Heim für schwer Erziehbare geschickt, brach seine Schulausbildung ab und wurde Kaufmannsgehilfe. 1947-48 arbeitete er als Lehrling. Dabei zog er sich eine Lungenentzündung zu, die sich zur Tuberkulose ausweitete. Er verbrachte die nächsten beiden Jahre in verschiedenen Krankenhäusern. Nach seiner Genesung wurde er Gerichtsreporter. Er studierte Gesang und veröffentlichte erste Texte. Der Durchbruch als Romanautor gelang ihm 1963 mit "Frost", weitere Romane folgten. Auch als Dramenautor machte sich Bernhard einen Namen. Ab 1965 lebte er in Wien und auf einem oberösterreichischen Gutshof. 1984 kam es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung wegen seines Romans "Holzfällen".
1970 wurde Thomas Bernhard mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Antiidylle 30. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Thomas Bernhard war einer der größten Literaten Österreichs-und einer, der am wenigsten verstanden wurde. "Heldenplatz" ist eines seiner umstrittensten Werke. Das Stück spielt in Wien Ende der 80-er Jahre und beginnt mit einem endlos erscheinendem Dialog zwischen der Haushälterin und der jungen Bediensteten des jüdischen Professor Schuster, der sich vor einigen Tagen das Leben genommen hat. Der Hauptteil des Dramas beginnt allerdings erst im zweiten Akt. Der Bruder des Toten sitzt nach der Beerdigung auf einer Parkbank und hält seinen beiden Nichten einen "Vortrag" über Politik, Gesellschaft, Antisemitismus und die Niedertracht der Menschen im allgemeinen. Obwohl drei Personen auftreten ist der Leser oder Zuschauer dazu geneigt, den zweiten Akt für einen einzigen Monolog zu halten. Zusammengefaßt würde ich sagen: Dieses Stück ist eines der kritischsten und treffendsten Werke, das ich jemals in die Hände bekommen habe. Allerdings ist es zeitweise anstrengend zu lesen und schwer verständlich, wenn man wenig oder garnichts über die Politik der 80-er Jahre in Österreich weiß. Aber Bernhard hat damit anscheinend einen wunden Punkt der Österreicher getroffen, andernfalls hätte er nicht soviel Haß geerntet.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein höchst provokantes stück 10. September 2004
Format:Taschenbuch
In Bernhards Stück "Heldenplatz" passiert eigentlich nicht viel, es beklagen Verwandte eines an dem österreichischen Nazi-moral-denken gescheiterten Intellektuellen dessen Tod. Auf den ersten Blick eigentlich nur eine stumpfe Wiederholung von Bernhard-typischen Anachronismen. Wenn man aber Bernhard und dieses Stück durchschaut hat, wird man reich belont und gleichzeitig vom Autor selbst in die Schranken gewiesen. Der vermeindliche Klatsch und Tratsch ist eigentlich eine Erläuterung der Gründe des Todes, nämlich floh er vor den Nazis nach England und kam zurück nach Österreich und sah, dass sich die pro-faschistische Attitüde der Österreicher sogar verschlimmert hat nachdem das dritte Reich endlich ein Ende fand, das wollte der jüdische Arzt nicht länger über sich ergehen lassen, er brachte sich um.
Dieses Stück ist nicht wegen der Sprache so provokant, sondern wegen dem extrem anti-österreichischen Haltung Bernhards, welche ja auch gerechtfertigt ist. Der Anlass für Bernhard dieses Stück zu schreiben war die Annexion Österreichs 1938, genauer das 50-jährige "Jubiläum" der Rede Hitlers auf dem Wiener Heldenplatz, wo er den Österreichern auf Wunsch ein Bedenkjahr lies, obwohl eigentlich klar war, dass die Österreicher Hitlers Plan voll und ganz zustimmen werden. In diesem Stück, 50 Jahre danach, arbeitet Bernhard gekonnt diese Problematik auf, um den Österreichern zu zeigen, was noch für Faschisten in ihnen stecken, diesmal soger wählten die Österreicher freiwillig diese Attitüde und trieben einen Arzt, dessen Familie ebenso vom Neofaschismus geschädigt ist, in den Selbstmord. Bernhard gibt hier auf nihilistische Weise keine Anstöße für eine Besserung der Zustände, er zeigt nur, was er sieht. Und diese Tristesse lässt er gekonnt in kalten Räumen spielen, ironischerweise in einem Zimmer über dem Heldenplatz... Doch wir münzen dieses Stück fälschlicherweise nur auf Österreich, er kritisiert hier alle Länder, die sich nicht gegen den Faschismus aufgelehnt haben. O-ton Karl Jaspers/Nürnberger Prozesse: "Es ist unsere Schuld, dass wir noch am leben sind..."
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Mit "Heldenplatz" unternahm Thomas Bernhard 1988, kurz vor seinem Tod, einen letzten Frontalangriff auf seine österreichischen Landsleute. Bernhard, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegszeit, schrieb das Theaterstück anlässlich des 100. Geburtstags des Wiener Burgtheaters und des 50. Jahrestags von Österreichs "Anschluss" an Nazi-Deutschland. "Heldenplatz" spielt nach dem Selbstmord eines alten jüdischen Professors in Wien. Hausangestellte und Familie blicken auf dessen Verbitterung zurück und ereifern sich dabei in wütenden Schimpftiraden über den Judenhass der Wiener, die Stumpfsinnigkeit der Österreicher, die Verderbtheit der Politik und die Niederträchtigkeit des Menschen im Allgemeinen. Die Witwe des Verstorbenen hört im Wahn noch immer die Volksmassen schreien, die 1938 auf dem Wiener Heldenplatz Adolf Hitler begeistert willkommen hießen. Der wortmächtige Übertreibungskünstler Bernhard verzichtet auf einen klassischen Konflikt und macht den brillant aufbrausenden Text selbst zum eigentlichen dramatischen Zentrum seines Werks. Im Jahr der Premiere löste das Stück einen landesweiten Skandal aus. Die Wucht des Textes ist nach wie vor beeindruckend - heute allerdings lassen sich auch seine komischen Qualitäten genießen.
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Gnadenlose Abrechnung
Thomas Bernhard war sicherlich nie jemand, der ein Blatt vor den Mund genommen hätte. Doch was er in "Heldenplatz" zum Besten gibt lässt die offene Kritik in seinen... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von KillaBee veröffentlicht
Schlecht und langweilig
Eine provokante Aussage, das ist allerdings auch alles. Diese Aussage hat auf einem Post-it Platz, der Rest ist gähnende Langeweile. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Februar 2010 von Meyer Daniel
Quälerei mit wenig Quintessenz
"Heldenplatz" von Thomas Bernhard ist ein Drama, das viel verspricht und wenig hält. Als SKANDAL berüchtigt, über dessen Aufführungen sich die Klatschmedien... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2009 von Moritz Sylber
Worte - Zeiten - geschehn'
"...
Die großen Worte aus den Zeiten, da
Geschehn noch sichtbar war, sind nicht für uns.
Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2008 von Hubert Kraill
Ein Land ohne Helden
Über die Skandale, die sich um Thomas Bernhards Werk ranken, vergiß man allzu leicht, was für eine wunderbare Sprache, dieser Autor besaß, wie er es verstand,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2007 von Polar
nicht so begeistert, aber ok
Das Stück von Thomas Bernhardt hat ja seinerzeit für einen handfesten Theaterskandal gesorgt, da sich die Wiener (Verallgemeinerung, ich weiß) hier doch sehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2006 von RockBrasiliano
Thomas Bernhard als Erschütterer der Gesellschaft
Das Stück "Heldenplatz" handelt vom Juden Josef Schuster, ein melancholischer, kritischer und mit einer Hassliebe zu Österreich behafteter intellektueller... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. März 2006 von "s_pils"
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Rezension - Heldenplatz

Der Heldenplatz in Wien wurde nicht immer von Helden heimgesucht. Nein, denn im gleichnamigen Buch von Thomas Bernhard hält nämlich Adolf Hitler... Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 29. März 2006 von "geisterbaer"
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Veröffentlicht am 29. März 2006 von freudi der bär
Heldenplatz - Bernhard's Abrechnung mit Österreich
Das Theaterstück Heldenplatz von Thomas Bernhard soll eine Anspielung auf die österreichische Politik und Gesellschaft darstellen, welche die Zeit von 1988 mit der vom... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2006 von Lukas Richter
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