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Heldenangst: Roman
 
 
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Heldenangst: Roman [Gebundene Ausgabe]

Gabriel Chevallier , Stefan Glock
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Nagel & Kimche (8. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3312004411
  • ISBN-13: 978-3312004416
  • Originaltitel: La Peur
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 190.621 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gabriel Chevallier
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Es ist der Ton vollendeter Zivilität und höflicher Traurigkeit, aber auch Unerschütterbarkeit, selbst in einer Welt, die alle Vorstellungen von menschlicher Würde suspendiert. Heldenangst ist ein Roman, den man nicht weiterlesen will und doch, hat man ihn begonnen, immer weiterlesen muss, bis zum Schluss. Es mag seltsam klingen: Aber aus diesem Buch gibt es kein Entkommen. Eine grandiose Entdeckung." Benedikt Erenz, Die Zeit, 28.10.10 "Angst war die Grunderfahrung, auch im Zweiten Weltkrieg (und ist es bis heute geblieben). Niemand schrieb dies so klar wie Gabriel Chevallier. Er erzählt mit der gebotenen Härte, was den Soldaten widerfuhr. Darum ist sein Buch ein Dokument, das es verdient, auch bei uns mit Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen zu werden." Klaus Harpprecht, Die Welt, 11.06.10 "Chevallier ist ein Virtuose der Situationsschilderung. Das von Stefan Glock magistral übersetzte Buch fesselt wohl gerade durch diese ungefilterte Direktheit uns Urenkel der Kriegsveteranen." Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.10 "Chevallier ist gnadenlos in der Beschreibung des Grauens, doch noch mehr verblüfft die stilistische Virtuosität und Abgeklärtheit dieses Buches." Thomas Laux, Neue Zürcher Zeitung, 22.07.10 "Das ist ein autobiografischer Tatsachenroman, präzise, ironisch, wütend und verdeckt-sentimental geschrieben." Oleg Jurjew, Tagesspiegel, 28.02.10 "Eine echte Entdeckung." Lübecker Nachrichten, 21.03.10 "Das Buch ist unverzichtbar und der Verlag sei gelobt dafür, dass er es jetzt auf Deutsch zugänglich gemacht hat." Sabine Schütz, Deutschlandradio, 17.10.10

Kurzbeschreibung

Ein Antikriegsroman von 1930, dessen Neuausgabe in Frankreich 2008 hymnisch gefeiert wurde, vergleichbar mit den Werken von Remarque, Céline oder Norman Mailer: Nach dem Ersten Weltkrieg, den er als Infanterist an der Front verbrachte, beschrieb Gabriel Chevallier seine Erlebnisse in Romanform: Der junge Student Jean Dartemont wird eingezogen und an die Front geschickt, und dort bleibt er vier Jahre lang, unterbrochen nur von einem Lazarettaufenthalt. Monatelang harrt er mit seinen Kameraden in den Schützengräben aus, bedroht von Kugeln, Kälte, Durchfall und grenzenloser Angst. Bei seinem Ersterscheinen löste der Roman seiner Direktheit wegen einen Skandal aus und wurde angesichts des neuen Krieges 1939 zurückgezogen. Jetzt ist er erstmals auf Deutsch zugänglich.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ähnlich wie in Remarques "Im Westen nichts Neues" berichtet Chevallier hier von den Erlebnissen des einfachen Frontsoldaten Jean Dartemont im Ersten Weltkrieg. Jean wird von der allgemeinen Kriegslust angesteckt und meldet sich im Herbst 1914 freiwillig für die Front. Wie auch seine Freunde hofft er, nach der Grundausbildung schnell ins Gefecht zu kommen, um "das größte Abenteuer Krieg" noch mit zu erleben. Mahnungen der älteren Pariser, die noch den letzten französischen Krieg erlebt haben, stören da nur. Doch schon in der Ausbildung dämmert es den intelligenten Dartemont, dass doch nicht alles so gut ist, wie es gemacht wird. Werden doch schon in der Offiziersauswahl die mit der größten Klappe, aber auch die mit der kleinsten Intelligenz ausgewählt. Dunkle Vorahnungen überkommen ihn, als er sieht, wer im Feld die wichtigen Entscheidungen treffen soll. Doch jetzt gibt es kein zurück mehr: Die Kompanie marschiert an die Front. Zu Kämpfen mit den verhassten Boches - den Deutschen - kommt es allerdings noch nicht. Dartemonts Kompanie stellt erst einmal die Reserve für die kämpfenden Truppen, die erst abgelöst werden, wenn sie 50 Prozent Verluste erlitten haben. Auch das beschäftigt den grüblerischen Jungen. Und nicht wenige Male überlegt er, welchen aus seiner Kompanie es erwischen wird. Viel Zeit darüber nachzudenken gibt es allerings nicht, mit stundenlangem Exerzieren und endlosen Schickanen wird den Soldaten die Zeit vertrieben, zeitgleich aber auch ihre Kräfte unnötig verbraucht. Dann muss die Kompanie an die vorderste Linie und kämpfen. Dabei erlebt Dartemont zum ersten Mal den Schrecken, vor dem ihm die Älteren gewarnt haben. Kurz darauf wird er verwundet und kommt in ein Lazarett. ´Dort verbringt er unbeschwerte Tage, obwohl er die Front nie lange aus seinen Gedanken fernhalten kann. Die Angst wieder zurück zu müssen und zu sterben bevor der Krieg aus ist wächst von Tag zu Tag. Dann darf Dartemont noch einmal kurz auf Heimaturlaub, muss aber feststellen, dass sein Vater sich für ihn schämt, weil er noch nicht befördert worden ist und die Menschen, die nicht täglich ihr Leben aufs Spiel setzten, den Krieg immer noch nicht in seiner ganzen Tragweite erfassen. Und dann wird Dartemonts schlimmste Befürchtung wahr: Er muss zurück an die Front, zum täglichen Überlebenskampf.

Mit "Heldenangst" ist Gabriel Chevallier ein beeindruckendes Buch gelungen, dass den Krieg in seiner ganzen unfassbaren Schrecklichkeit zeigt. Er erzählt von der Feigheit der Offiziere, von der Dummheit der Politiker und vor allem von den Ängsten, der die kämpfenden Truppen täglich ausgesetzt waren, während Granaten in ihren Unterstand únd Kugeln um ihre Ohren flogen. Chevallier malt eindrucksvolle Bilder einzelner Schlachten, schreckt dabei auch nicht vor brutalen Szenen zurück, vor abgerissenen Gliedmaßen und schrecklichen Verletzungen. Bei all dem behält er immer den Blickwinkel des Soldaten bei und macht dadurch das Erzählte authentisch.
Bezeichnend ist, dass das Buch vor dem Zweiten Weltkrieg verboten wurde, weil die Wahrheit über die ganze Brutalität des Krieges, kurz vor eines solchen, nicht angebracht wäre.

"Heldenangst" ist ein sehr gutes, lesenswertes Buch, geht das Thema uns doch alle an. Denn früher und vor allem auch heute noch ist an Krieg nichts Heldenhaftes zu finden.

Heldenangst
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
... und jeder geht hin. Der Autor beschreibt in eindrucksvoller Weise wie sich abertausende Männer von den Politikern und Generälen in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges abschlachten ließen. Detailreich wird das langweilige, aber gefährliche Leben in den Gräben beschrieben. Sehr bildlich werden die schrecklichen Verwundungen und die tausenden Toten beschrieben, die oft lange Zeit nicht beerdigt werden konnten. Zu Denken gibt einem die Bemerkung, daß sich die Soldaten oft den feindlichen Infanteristen durch die erlittenen Entbehrungen näher fühlten als den eigenen Generälen. Der Autor, der selbst Kriegsteilnehmer war, versucht aus der Sicht eines einfachen Soldaten den Ursachen für diesen Weltkrieg auf den Grund zu gehen.
Dieses Buch ist -wenn auch vielleicht nicht so bekannt- mit Remarques "Im Westen nichts Neues" und Barbusses "Das Feuer" ohne Weiteres zu vergleichen. Ich kann es daher sehr empfehlen !!!
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