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Lermontow ist in seinem einzigen Roman ein Charakterbild gelungen, das Allgemeingültigkeit hatte, hat und haben wird. Ein Mann in seiner Einsamkeit gefangen, weil er sich nicht mit den gesellschaftlichen Konventionen abfinden kann, die von ihm verlangt werden. Zwar erfüllt er diese und ist dank seiner Abstammung und seiner finanziellen Lage wegen auch ein gern gesehener Gast bei allen Veranstaltungen, doch, zermürbt ihn diese Maskerade bis ins Tiefste und zerbricht ihn schließlich auch.
Petschorin ist ein tragischer Held, der sich in allen seinen Äußerungen und Erscheinungen ganz der Welt, in der er lebt angepasst hat, die er aber hasst und verdammt. Da er, zeigte er seine wahren Gefühle und Stimmungen, verlacht und ausgestoßen würde, trägt er eine dauernde Maske um nicht sein wahres Ich zu zeigen.
Doch verschwindet er hinter dieser Maske mehr und mehr, je mehr sie von den anderen akzeptiert, ja geachtet wird. Somit wird er zum ewig Suchenden, der in der Welt nicht mehr glücklich werden kann und nur mehr versucht, wie auch immer Frieden zu finden.
Es ist mit Sicherheit kein gewöhnliches Buch, wie die Furore beim Erscheinen 1840 erahnen lässt, doch es sind die ungewöhnlichen Dinge die den Fortschritt erzeugen, und den hat es ganz bestimmt bewirkt, in der Russischen, wenn nicht sogar in der Weltliteratur. Eines kann ich mit Sicherheit sagen, dieses Buch ist eines der eindruckvollsten Werke die ich jemals gelesen habe.
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