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Heinz Strunk in Afrika
 
 

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Heinz Strunk in Afrika [Audiobook] [Audio CD]

Heinz Strunk
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Roof Music; Auflage: 1 (4. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941168495
  • ISBN-13: 978-3941168497
  • Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 200.949 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Heinz Strunk
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seit Jahren verbringen Heinz Strunk und sein österreichischer Freund und Kollege C. Weihnachten in der Fremde. Eigentlich egal wo, Hauptsache Meerblick, eine gepflegte Anlage mit gutem Essen und ein Kasino in der Nähe. Die beiden bevorzugen nämlich das, was die meisten Europäer bevorzugen: Die Kein-Erlebnis-Reise, bei der die Erholung nicht durch tolle Erlebnisse, neue Anregungen oder interessante Urlaubsbekanntschaften erreicht wird, sondern durch Nicht-Erkrankung, körperliche Ruhe und keine Gewichtszunahme. Anders gesagt: Den größten Erholungswert haben Reisen, auf denen nichts passiert.
Zur Jahreswende 2006/2007 geht es diesmal nach Mombasa - Kenia, ein Land, von dem Heinz lediglich weiß, dass Ernst August von Hannover dort einen Hotelier vor ein paar Jahren angeblich krankenhausreif geschlagen haben soll. Naja, egal. Ob Karibik, Asien oder Afrika (Australien ist eindeutig zu weit weg): Hauptsache, die Sonne scheint. Die erste Woche verläuft wie geplant. Doch am zweiten Weihnachtsfeiertag sind in Kenia Wahlen angesetzt, und plötzlich finden sich die beiden Sonnensucher in einem Bürgerkrieg wieder...
Ungekürzte Autorenlesung

Über den Autor

Heinz Strunk (alias Jürgen Dose) wurde am 17.5.1962 in Hamburg geboren; nach Abitur und Musikstudium war er als Musiker und Komponist in einem stilistischen Spektrum tätig, das von Howard Carpendale bis zu den Ärzten und Fettes Brot reichte. Er war Schauspieler, Comedian, Autor/Hauptdarsteller einer TV-Kampagne für Eistee, Gründungsmitglied von Studio Braun und hatte auf VIVA eine eigene Show namens "Fleischmann".

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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Hinweis vorweg: Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch.

Nachtrag am 11.01.2011: In den Kommentaren bin ich darauf hingewiesen worden, dass die Hörbuchfassung gegenüber des Buches stark gekürzt worden ist. In der Tat kann man feststellen, dass z.B. der Fleckenteufel mit knapp 220 Seiten auf 4 CDs veröffentlicht wurde, während Strunk in Afrika mit knapp 270 Seiten auf 3 CDs beschränkt ist. Auf Nachrage beim zuständigen Publisher Roof, erhielt ich folgende Antwort:

"Heinz Strunk in Afrika" wurde in einem für Hörbücher sehr üblichen ( Anm.d.Verf.: aber nicht für Heinz Strunk Bücher ) Umfang gekürzt: um ca. 90 Seiten, also auf ca. 180 Seiten. Da es sich ausschließlich um sogenannte "Binnenkürzungen" handelt, ist die wesentliche Textstruktur erhalten. Gekürzt wurden "nur" immer wieder einzelne Abschnitte, also keine kompletten Teile oder
Kapitel. Das Hörbuch ist als Pendant zum Buch zu verstehen."

Und nun zur Rezension:

Heinz Strunk in Afrika ist zu gut, um nur mit ein oder zwei Sternen bewertet zu werden. Dafür gibt es zu viele Stellen, die - was meinen Humor angeht - genial sind. Wenn in etwa eine gutaussehende Kellnerin Heinz Strunk nach seinem Namen fragt und er sich denkt "eine unpassendere Gelegenheit Heinz zu heißen, kann es nicht geben" dann gehts eigentlich kaum witziger. Auf den drei CDs gibt es mehrere solche Knaller, auf die man aber auch eindeutig länger warten muss. Dazwischen die typischen, amüsanten Beobachtungen und Beschreibungen, die man aus vorangegangenen Werken Strunks kennt.

Problematisch dabei ist, dass viele seiner Monologe situationsabhängig sind und nicht unbedingt in einen größeren Kontext eingebunden sein müssen. Dadurch gab es für mich wenigstens eine gewisse, nicht-prickelnde Spannung zwischen der einerseits gewohnt brillianten Heinz Strunk Philosophie und der austauschbaren "Reise-nach-Afrika"-Geschichte. Es ist also am Ende eigentlich total wurscht, ob er nach Afrika reist, an irgendeinen anderen Ort der Welt oder zu Hause bleibt. Jedenfalls wurscht für die Geschichte, so wie sie vorliegt. Atmosphärisch hätte es sicherlich interessantere und bessere "Umfelder" gegeben.

Dass dann am Ende die kriegsähnlichen Zustände nach einer Wahl beschrieben werden und Heinz Strunk Teil dieser lebensbedrohlichen Situation wird ... die Motivation dafür ist mir nicht so recht klar geworden. Es ist auf der einen Seite nicht witzig ( was es auch nicht sein soll ) und auf der anderen Seite auch nicht politisch ( was es wohl auch nicht sein soll ). Ich konnte damit nicht so recht was anfangen. Es war irgendwie "unpassend".

Auf der Hörbuch-Rückseite wird damit prinzipiell auch noch geworben, da es dort so aussieht, als würde sich der Großteil der Geschichte um diese Situation drehen. Zitat: " ... und plötzlich hallen Gewehrschüsse durch die Nacht. Allen Warnungen zum Trotz sind die beiden nicht davon abzuhalten, das nächste Taxi nach Mombasa City zu nehmen ..."

So jedenfalls endet der Klappentext. Tatsache aber ist: Die ersten Schüsse fallen erst Ende des 20. Kapitels ( von insgesamt 24 Kapiteln auf den Hörbuch CDs ). Ganz abgesehen davon, dass nicht beide "nicht davon abzuhalten" sind, sondern Strunk sich mehr oder weniger von seinem Kumpel breitschlagen lässt, trotz Warnungen die Krawall-City zu betreten. Aber das nur am Rande ...

Wiederum Punkten kann das Hörbuch durch die Stimme Strunks und die Interpretation seines eigenen Textes. Da stelle ich mir die Lesefassung teilweise bedeutend schwächer vor, da viele Stellen nicht durch den Inhalt witzig sind, sondern einzig und allein durch die Stimmakrobatik des lesenden Autors witzig werden. Wenn er dann statt 7-Tage-Trennkost 7-Jahre-Trennkost liest, sich über seinen Fehler selbst kaputtlacht, diesen korrigiert und das Ganze nicht dem Schnitt zum Opfer gefallen ist, dann finde ich auch das lustig.

Zur Hörbuch-Aufmachung gibt es nicht viel zu schreiben: Das dicke Doppel-Jewelcase ist keine Schönheit, das Booklet definitiv zu dünn und inhaltslos, um leidenschaftlich darüber ins Schwärmen zu geraten, aber zu meckern gibt es hier eigentlich auch nix. Standard halt ...

Am Ende bekommt man Heinz Strunk. Nicht mehr und nicht weniger. Für 5 Sterne fehlt das durchgängig hohe Niveau von Gag und Anti-Gag bzw. ein durchgängig ausgeglichenes Verhältnis zwischen bloßer Beschreibung und interessanter Deutung. Zu viele Passagen sind einfach zu wenig eingängig und bleiben nicht in Erinnerung. Das beliebige Afrika-Setting kostet dann den vierten Stern.

Trotzdem kann und will ich diesem Werk nicht vorwerfen, dass es vorschnell auf den Markt geworfen worden wäre, um nach dem Fleckenteufel und der Zunge Europas noch einmal ordentlich abzukassieren. Dafür scheint mir "Heinz Strunk in Afrika" zu nah am Autor zu sein. Heinz Strunk erzählt aus seiner Welt und da bleibt es nunmal nicht aus, dass er auch Dinge erzählt, die nur wenig spannend, wenig prickelnd, wenig witzig, wenig nachdenklich und wenig was-weiß-ich-nicht-was sind. Jedenfalls hat mich das Hörbuch nicht immer und ständig angesprochen und auf Trapp gehalten.

Die vielen kleinen, positiven Elemente - die man überall verstreut zusammenklauben muss - bringen mich am Ende dann aber doch zu einer Bewertung von glatten 3,5 Sternen ! Die Tatsache, das gut ein Drittel des Buches für das Hörbuch herausgekürzt wurde, rechtfertigt dann am Ende die ( nur mögliche ) 3-Sterne-Bewertung.

Nachtrag am 20.01.: Vielleicht könnte mal jemand, der das Buch hat, nachkucken, ob das Buch auch mit diesem Satz endet: "Ich winke, bis der Junge hinter der Kurve verschwunden ist." Erfährt man tatsächlich nicht mehr, was Lucy Heinz geschenkt hat ? Sie überreicht ihm ein Geschenk und meint, er solle es erst zu Hause aufmachen. Das kriegt man aber nicht mehr mit.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von junior-soprano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wenig von der tragisch-komischen Schilderung eines Ausseinseiters in "Fleisch ist mein Gemüse" von Heinz Strunk und ein wenig vom Reisetagebuch "Schrecklich amüsant" light von David Foster Wallace steckt in "Heinz Strunk in Afrika", eine Light Variante des ebenfalls depressiven (inzwischen an Suizid verstorbenen) Wallace, weil es bei Strunk weniger literarisch ausgefeilt klingt. Strunk weiß das und spielt damit, etwa wenn er seine Reiselektüre (White Line Fever von Motörheads Lemmy und Abbitte von Ian McEwan) gegenüberstellt oder sich an besonders kunstvollen Passagen versucht - amüsant!
Ganz so turbulent wie die Buchrückseite verkündet ist das Buch nicht. "Sonne, Palmen, Black Jack, Bürgerkrieg", klingen reißerischer als Strunks Schilderung seines zweiwöchigen Kenia-Urlaubs 2007 tatsächlich war. Die Revolte kommt erst auf den letzten Seiten des Buches, ebenso wie ein ernsterer Tonfall, in dem der Autor auf das Schicksal des vergessenen Kontinents Afrika aufmerksam macht und am Ende gar ein wenig verzückt wirkt. Dabei ist er doch mit dem Vorsatz weggeflogen: egal wohin, hauptsache warm und nicht zu weit weg, an Gewicht verlieren, nichts erleben und sich richtig erholen. Ein Artikel aus dem Hamburger Abendblatt bestätigt, dass genau das die erholsamste Art sei zu verreisen. Im Urlaub überfordert, dafür aber im Alltag top, so sieht sich Strunk selbst und gibt zu bedenken, dass manch Extremurlauber im Alltag scheitert und das gerade die Leute mit den langweiligsten Leben am längsten leben wollen. Der erste Teil des Buches ist etwas zäh. Strunk philosophiert über sein eher tristes, unbefriedigendes Leben und schwadroniert über seine diversen Defizite. Das ist, ebenso wie die Spielsucht, die im zweiten Teil des Buches die Handlung dominiert, bereits aus "Fleisch ist mein Gemüse" hinlänglich bekannt. Statt Problemen eines Heranwachsenden gibt es nun Probleme eines Verwelkenden. Oft liest sich das weniger lustig als (vom Autor?) erhofft. Manche Beobachtungen, etwa gehässige Kommentare über das Verhalten anderer Touristen, werden viele Reisende teilen. Strunk ist ein kluger Kopf und einige Stellen in diesem Buch sind sehr unterhaltsam und lustig und geistreich, meist aber sehr depressiv und verbittert. Die verbalen Attacken gegen Brettspiel-Freunde und Senioren wirken bemüht provokativ - auf mich wirkte das so als wäre Strunk es anderen Menschen neidig, mit denen es das Leben besser gemeint hat als mit ihm.
Wie gewohnt spielt Musik für den Heinzer auch in diesem Werk wieder eine grosse Rolle - besonders die positive Beschreibung des Afrika-Liedes zeigt, dass Strunk auch voller Leidenschaft sein kann und zumindest beim Thema Musik alles andere als einsilbig und stumpf ist.
Sehr böse, aber leider sehr zutreffend und lustig: Strunks kurzer Seitenhieb auf die Orthographie- und Wirrkopf-Spielwiese Internet-Foren!
Wer von diesem Buch erwartet viel über Afrika oder zumindest über Kenia zu erfahren kann nur enttäuscht werden, Strunk und sein österreichischer Reisebegleiter C. schaffen es zumindest mal nach Mombasa, aber viel mehr als ein Spielcasino und eine Disco sehen sie dabei nicht. Die allermeiste Zeit wird im All Inclusive Ferienclub mit Essen und Dösen verbracht. Strunk zelebriert es, sich anders als die anderen zu fühlen und damit dürfte er eindeutig nicht die Zielgruppe von Mario Barth (den er in diesem Buch verspottet) oder Tommy Jaud ansprechen. Und das finde ich auch sehr erfeulich!
Alkoholiker, Spielsüchtiger, Neurotiker - wenn er das alles therapieren wollte, hätte er gar keine Zeit mehr für anderes, schickt Strunk dieser Reiseschilderung voraus, Aufschreiben kann ja auch therapeutisch sein, insofern erfüllt "Heinz Strunk in Afrika" einen guten Zweck - Autor und Leser können ihrem Frust über sehr vieles Luft verschaffen, durchaus befreiend!
Wer Bestätigung dafür sucht, dass Reisen überbewertet wird und sarkastischen Humor mag, dem sei dieses Buch als (Urlaubs-)Lektüre empfohlen.

3,5 Sterne

270 Seiten, gebunden, Rowohlt 2011
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
... habe ich das Buch gelesen. Ich hatte insbesondere im ersten Teil große Mühe, nicht einfach aufzuhören und das Buch in die Flohmarktkiste zu legen. Aber als Heinz Strunk-Fan habe ich mich nicht getraut und wollte dem Buch doch eine Chance geben.

Warum viel mir das Lesen aber so schwer? Der erste Teil erinnert mich ein wenig an Hummeldumm von Tommy Jaud. Nicht aufgrund der Örtlichkeit Afrika, sondern eher wegen des zähen Bemühens, wirklich witzig zu sein. Es plätschert so dahin, kein zündender Witz kommt 'rüber, der Trübsal überwiegt und ich hoffte von Seite zu Seite, dass nun endlich 'mal der Funke überspringt.

Doch das dauerte ein wenig, denn erst zur Mitte hin wurde es zunehmend angenehmer, witziger und auch die inhaltlichen Ideen zündeten bei mir. Während seines Urlaubs entwickelt Strunk u.a. zusammen mit seinem Partner eine witzige Idee zu einem Film o.ä., und diese Entwicklung nahm eine pointenreiche Fahrt auf und lies meine Mundwinkel doch nun häufiger nach oben gleiten. Aber auch die immer wiederkehrende Auseinandersetzung Strunks / Partner mit dem Hotel und seinen Gästen wurde ideenreicher und ging allmählich über das Schmunzelniveau hinaus.

Im Vergleich zu "Fleisch ist mein Gemüse", indem Strunk auch häufig Melancholie und Trübsinn beschreibt aber trotzdem immer wieder durch Situationskomik und hervorragende Beschreibungen die Stimmung des Lesers aufrecht hält, gelingt ihm dies also erst im 2. Teil des Buches. Erst jetzt kommt Fahrt auf, die Ereignisse "überschlagen" sich ein wenig und man möchte nicht mehr aufhören zu lesen.

Fazit: Ich werde mir definitiv das nächste oder ein anderes Buch von Heinz Strunk als Hörbuch kaufen. Ich hoffe, dass in Kombination mit Heinz' Stimme und seiner Betonung, sein Witz viel eher bei mir ankommt. Trotzdem ist am Ende doch noch angenehme Freizeitlektüre entstanden, nicht wahnsinnig witzig, aber doch mit gelungenen Gags und wirklich sehr treffenden Beschreibungen von Leuten und Umgebung.
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