Kurzbeschreibung
Der Berufspolitiker Heinz Fischer hat im Verlauf einer bald fünfzigjährigen Karriere sechs sozialistische Parteivorsitzende und vier Bundeskanzler überlebt. Er war sozialistischer Klubsekretär, Obmann der sozialistischen Parlamentsfraktion, Wissenschaftsminister sowie Erster und Zweiter Nationalratspräsident. Er hat Simon Wiesenthal mit wüsten persönlichen Attacken bekämpft, Kurt Waldheim im In- und Ausland in Verruf gebracht und zu den Sanktionen der Europäischen Union gegen Österreich seinen Teil geleistet. Auf sein dennoch eindrucksvolles politisches Überlebenswunder angesprochen, sagt er bescheiden: „Ich habe einfach Glück gehabt.“ Verbliebene und verstoßene Freunde sind indes skeptisch. Einer seiner ältesten Weggefährten, der steirische Altpolitiker und Bergkamerad Rupert Gmoser, fürchtet: „Wo es um die ganz hohe Politik geht und alles Drumherum, da kann er nicht mit.“ Krasser noch äußert sich ein ehemaliger Freund und Kollege aus der Politologenzunft, Prof. Norbert Leser: „Heinz Fischer gibt ein geradezu klassisches Beispiel dafür, daß man an der Spitze leben und die politische Fäden ziehen kann und gleichzeitig in Abgehobenheit von der Bevölkerung und sogar von der eigenen Parteibasis existieren kann.“
Über den Autor
Ernst Hofbauer, geboren 1941 in Wien, Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Wien. Beschäftigt als Aktienanalyst bei Banken in Wien, Zürich und Lausanne. Veröffentlichungen. Er ist auch Chefredakteur eines Wirtschaftsmagazins und Autor zahlreicher wirtschaftspolitischer Studien und Kommentare. Auszeichnung 1980 von der EFTA Genf für einen Beitrag über die Zukunft der europäischen Integration.