Wie meine Vorgänger bereits anmerkten, gehören zwei der drei Filme eigentlich nicht in eine Heinz Erhardt Box. Beide Filme sind vom österreichischen Regisseur Franz Antel. Dieser führte unter anderem die erotischen Filme Mitte der 60er Jahre ein (seine Filme wie "Frau Wirtin bläst auch gern Trompete" oder "Die liebestollen Apothekerstöchter" sprechen hier wohl für sich). Auch wenn es zu jener Zeit ein beliebtes Genre war (siehe "Schulmädchen-Report" oder die "Eis am Stiel"-Reihe), sind diese Filme schwer erträglich und scheinbar ohne filmischen Anspruch.
Auch "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" war für mich keine Hochleistung. Dieser Film kann auch nicht an die anderen Erfolge Erhardts anknüpfen. Allerdings kommt diese DVD-Box mit dem Niveau von TV-Formaten wie "Familien im Brennpunkt" oder "Verdachtsfälle" daher.
Im Film "Otto ist auf Frauen scharf" erweist sich Heinz Erhardts Auftritt als eine lächerliche Parodie auf die Rateshow "Was bin ich?" und dessen damaligen Moderator Robert Lemke (Erhardt als Prof. Klemmke). So etwas ist man vom allseits beliebten Komiker nicht gewohnt. Außerdem stellt sich die Frage warum das Titellied "Verlieb' dich nicht in ein Hippie-Mädchen" von Bill Ramsey und somit der Vorspann in der DVD-Fassung weggeschnitten wurde (man hört lediglich die letzten Sekunden der Melodie).
Das größte Makel ist für mich die grafische Aufmachung, nicht nur der einzelnen Cover, sondern auch die Box als Gesamterscheinung. Aber es vervollständigt die DVD-Sammlung ein wenig weiter und so lächelt Heinz Erhardt verpixelt und überstrahlt aus meinem Regal.