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Heinz Berggruen: Leben & Legende
 
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Heinz Berggruen: Leben & Legende [Gebundene Ausgabe]

Vivien Stein
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 28,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 571 Seiten
  • Verlag: Edition Alpenblick; Auflage: 1., Aufl. (10. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 303303022X
  • ISBN-13: 978-3033030220
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 200.315 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Selten hat ein Buch bei Politik und Presse so viel Empörung ausgelöst.« --art, 18.11.2011

Kurzbeschreibung

Als Heinz Berggruen Anfang 2007 mit 94 Jahren starb, wurde er in Berlin wie ein Staatsoberhaupt verabschiedet: Alle Medien des Landes würdigten ihn als Mäzen und "Museumsstifter", als "Monument der Versöhnung" und "moralische Instanz".
Mit 22 in die USA ausgewandert, kam der Sohn eines jüdischen Schreibwarenhändlers 60 Jahre später als international erfolgreicher Kunsthändler wieder und brachte eine legendäre Sammlung mit, die er im Jahr 2000 dem deutschen Staat als "Geste der Versöhnung" übereignete. Es war, wie die FAZ schrieb, "der größte staatliche Kunsterwerb seit Fürstenzeiten".
Unzählige Artikel sind über ihn verfasst worden, und zumal er selbst einige autobiographische Werke hinterließ, scheint bereits alles bekannt. Und doch blieb Wesentliches ungesagt, und es gibt von und über Heinz Berggruen noch vieles zu entdecken.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Heinz Berggruen (1914-2007) war ein außerordentlich erfolgreicher Geschäftsmann,
dem es gegen Ende seines Lebens gelang, auch noch den Ruf eines großen Kunstsammlers
zu erwerben, um damit alle Fragen nach der Dimension und Rechtmäßigkeit seines
Offshore-Vermögens zum Verstummen zu bringen.

Vivien Stein führt in dieser ersten Biografie des Multimillionärs einen Indizienprozeß
gegen das Lügenkonstrukt, mit dem Berggruen sich selbst zum Freund großer Künstler
und zum selbstlosen Spender ihrer Werke stilisierte.

Das Buch ist sehr sorgfältig recherchiert, klug und nüchtern geschrieben,
und seine Anklagen sind ausnahmslos durch Dokumente und Zeugen belegt.
Die Lektüre gerät für den wirklich interessierten Leser freilich zur Arbeit, weil er ständig
zwischen dem Haupttext und dem über hundertseitigen, zweispaltig eng gesetzten
Quellenteil hin und her pendelt, meist mit dem größten Gewinn.

Kurz: Ein denkmalstürzendes "J'accuse!" und ein hinreißender Beweis für die Kraft
des gedruckten Buchs im Zeitalter der digitalen Beliebigkeit. Denn niemand hätte
aufgeschrien und sich als Mitbetroffener geoutet, wenn Vivien Stein ihre Erkenntnisse
einfach dem Internet anvertraut hätte.

Aber das Buch hat noch eine andere Dimension, und sie drängt sich erst auf,
wenn man damit fertig ist. Man fragt sich nämlich, was heute eigentlich ein Kunstmuseum ist.
Ein Endlager für unversteuerte Gewinne, wie das "Museum Berggruen"?
Ein Ausstellungsort für Spekulanten, um die Waren vor der Auktion mit dem Gütesiegel
"Museumsqualität" zu versehen?

Dieses Buch führt am Beispiel der Londoner und Berliner Museumsszene eindrücklich
vor, wie das Erbe der klassischen modernen Kunst zu einem gigantischen Hedge Fond
verkommen ist. Händler und Sammler, Kuratoren und Politiker, Touristen und Unternehmen
können das Museum heute ungestraft als Eventpalast benutzen. Denn die unverbrauchte
Qualität großer Kunst ist nur noch das politisch korrekte Alibi, mit dem die Konsumenten
zum bestaunten und gerahmten Marktwert pilgern.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer anderen eine Grube gräbt 20. Dezember 2011
Wer anderen eine Grube gräbt '

Was für eine Aufregung darüber, dass jemand es wagt, einen 'Stadtheiligen' anzuzweifeln. Ist es nicht so, dass am Ende des Tages die Wahrheit immer ans Licht kommt? Was haben die Berliner denn zu verbergen, dass sie auf ein solch hervorragend recherchiertes Buch und seine Autorin derart vehement reagieren? Hoffentlich wachen ein paar Journalisten auf und gehen der Sache weiter nach. Die Lektüre des Buches öffnet einem die Augen, der Autorin gebührt grösster Respekt, dass sie nicht aufgegeben hat, die Machenschaften dieses Mannes aufzudecken.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Gebrüder Grimm würden vor Neid erblassen - was sich dieser Herr Berggruen erlaubte, das geht auf keine Kuhhaut. Dennoch mussten unzählige finnische Bäume gefällt werden, um seine Märchen über die angebliche Freundschaft mit Pablo Picasso, seine Liebschaft mit Frida Kahlo und anderen Blödsinn zu verbreiten. Man liest dieses Buch mit viel Kopfschütteln, amüsiert sich prächtig über den gehobenen Unfug, den dieser Mann kritiklos verbreiten konnte und wundert sich, wie man ihm auch noch pausenlos applaudieren konnte. Ob die Claqueure langsam begreifen, dass sie ausschliesslich Staffage eines eisigen Manipulators waren und deshalb lieber auf "den Boten" einprügeln als sich im stillen Kämmerlein zu schämen?
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