Pressestimmen
"Ein tragisches, an seiner Unbedingtheit zu Grunde gegangenes Leben - deswegen aber auch ein gescheitertes? Wohl kaum. Einsam ragt heute der Name von Kleist, der nicht genug Luft zum Leben fand, aus seiner Zeit heraus. Wie ein Solitär steht er zwischen Klassik und Romantik, ein großer Einzelgänger, von keiner Gruppierung zu vereinnahmen. Kleist hat alle angepassten Kleingläubigen seiner Zeit überlebt - und leuchtet damit bis in unsere Zeit. Die Biographie setzt diesem Freigeist ein wohltuendes Denkmal." -- Frankfurter Neue Presse "Die Literatur zu Heinrich von Kleist, 'der heutzutage unbestritten als einer der bedeutendsten Autoren der sogenannten Goethezeit gilt', wie K. Müller-Salget in seiner gleichermaßen luziden wie spannenden Werkbiographie einleitend feststellt, ist besonders in den letzten Jahrzehnten immens angewachsen und steht diametral zu seiner weitgehenden Erfolglosigkeit zu Lebzeiten. Das Ende des 19. Jh. einsetzende und bis heute anhaltende literaturwissenschaftliche Interesse an Leben und Werk Kleists sorgt für eine 'selbst [für] Spezialisten' kaum zu überblickende Forschungslage. Um so willkommener ist die vorl. Einführung, die versucht, 'möglichst nüchtern den Autor, seine Dichtungen und seine Schriften zu beschreiben, und darauf verzichtet, ihnen dieses oder jenes Theoriekonzept überzustülpen bzw. subjektive Assoziationen als Interpretation auszugeben.' Sie schließt eine Lücke zwischen biographischer Darstellung und literaturwissenschaftlicher Spezialuntersuchung. Wohltuend, daß sich der Verfasser nicht scheut, eindeutige Positionen zu beziehen. ... Eine gut gegliederte und auf dem neusten Stand befindliche Bibliographie rundet diese unprätentiöse Werkbiographie ab." -- Germanistik "Für die rasche Orientierung in Kleists Werk und Leben empfiehlt sich die von interpretatorischen Kapricen absehende Monographie Klaus Müller-Salgets. Hier erhält der Leser Zugang zu neueren Deutungsansätzen." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung
Kurzbeschreibung
Die radikale Erkenntniskritik und Sprachskepsis, die unvergleichliche Fähigkeit zum plastischen Ausdruck, das erstaunliche Gespür für die menschlichen Abgründe - was seinen Zeitgenossen an Kleist unheimlich war, verschaffte ihm im 20. Jahrhundert den großen und späten Erfolg. Klaus Müller-Salget stellt das Gesamtwerk mit dem Blick für dessen moderne Qualitäten dar.