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Heinrich Schütz. Eine musikpsychoanalytische Studie Broschiert – 1. Juni 2006


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Produktinformation

  • Broschiert: 231 Seiten
  • Verlag: Psychosozial-Verlag; Auflage: 1 (1. Juni 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898064379
  • ISBN-13: 978-3898064378
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Transpersonale Kräfte fließen dem schöpferischen Menschen aus dem Raum jenseits seines Bewusstseins zu. Das wussten schon Komponisten wie Johannes Brahms, der von einer »allmächtigen, alles durchdringenden Kraft« sprach, das akzentuierten Musikwissenschaftler wie Joachim Blume, der Heinrich Schütz 1974 als »Sendboten aus einer anderen Welt« bezeichnete. Um diese tiefenpsychologische Dimension aus naturwissenschaftlicher wie aus musikästhetischer Sicht deutlicher in den Griff zu bekommen, erstellt der als Diplompsychologe und Privatdozent in Münster und Kassel tätige Verfasser zunächst eine umfangreiche epochale Aufschlüsselung des Phänomens Schütz unter der Überschrift »Die unbewusste Sinnebene in der Musik der Renaissance und des Barock«. Oberhoff leitet seine Erkenntnisse nicht nur aus wissenschaftlicher Schreibtischanalyse, sondern auch aus eigener langjähriger Praxis als Kammerchorleiter ab. Er geht vom Leitgedanken aus, dass wir das Unbewusste in der Musik nur erschließen können, wenn wir eine Analyse subjektiven Empfindens vornehmen, das sich an verschiedenen Parametern orientiert. Selbstverständlich orientiert er sich an den großen Tiefenpsychologen des 20. Jahrhunderts, Freud Lind Jung. So zieht der Autor uns beispielsweise hinein in die »Rekonstruktion des mütterlichen Klangsprechens im Madrigal« und erschließt die dem Affektgebaren eigentümlichen Charakteristika von Renaissance und Frühbarock aus den Verdrängungssymptomen nicht zugelassener Kindlichkeit, so an den Italienischen Madrigalen, dem Opus 1 von Schütz schon gleich erkennbar. Verdrängte Libido als nicht zugelassene, ausgelebte Liebe zur Mutter wird hier in einen größeren Zusammenhang des, wie der Autor weiß, »verschmelzenden mütterlichen Klangsprechen[sJ zum affektiven Ausdruck des individuellen Selbst« gebracht. Probleme des sich im »Überselbst« darstellenden ausgeweiteten Raumempfindens am Beispiel von Doppelchörigkeit und Dialogprinzip als Zeitcharakteristika führen dann in einen Entwicklungszusammenhang zunächst mit dem idealisierten Vaterbild bei Schütz, das den Weg für den Komponisten zur vollen Individuation seiner Persönlichkeit bahnt, und im weiteren in einer dem Sagittarius zugeschriebenen »erotischen Beziehung zum himmlischen Vater«. Das alles wird an verschiedenen Werkkomplexen in Text- und Notenanalyse festgemacht und lebendig diskutiert. Neugierig werden Liebhaber von Musik des 17. Jahrhundert auch Oberhoffs Hypothesen zur Homoerotik in Schütz Musik machen. Zeittypisches Kunstideal in toto und erotisch-libidinöse Sinneswelt sui generis des gar nicht so eisgrauen Vaters der deutschen Musik durchdringen sich in freizügiger, wiewohl immer beherrschter Weise und lassen Schütz als voll entwickelten Menschen der Neuzeit (und nicht nur als Verkünder einer protestantisch-abgeklärten Mäßigungshaltung) erahnen. Eine empfehlenswerte Lektüre zum Nachdenken über neue Ansätze von klassischer Kunst- und Kulturbetrachtung und zum »Enttarnen« eines evangelischen Säulenheiligen, dessen Leben und Werk dadurch an biographisch-zwischenmenschlichen Werten gewinnen. (Musik und Kirche November/Dezember 2006)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

PD Dr. Dipl.-Psych. Bernd Oberhoff ist Privatdozent für Soziale Therapie an der Universität Kassel, Gruppenanalytiker (DAGG), Supervisor (DGSv), Fortbildungsdozent für Aus- und Fortbildung von Supervisoren, Fachbereichsleiter »Weiterbildung Musik« an der Kolping-Bildungsstätte Coesfeld sowie in freier Praxis in Münster tätig. Er ist Gründer und wissenschaftlicher Leiter des seit 2001 jährlich stattfindenden »Coesfelder Symposium Musik & Psyche« sowie Mitherausgeber von Fachzeitschriften: »Supervision« (1983 1987) und »Freie Assoziation« (1998 2006). Oberhoff war außerdem viele Jahre als Kammerchorleiter und Dirigent des »Collegium Vocale Dortmund« (Preisträger) tätig.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sagittarius am 14. Dezember 2006
Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Trefflich kann man über eine Person spekulieren, die zwar 87 Jahre lebte, aber kaum persönliche Spuren hinterlassen hat, sondern nur Noten.Mindestens für Freunde des Heinrich Schütz ist der Ansatz von Oberhoff sympathisch, Heinrich Schütz aus der Ecke des greisen und strengen Übervaters herauszuholen, sich seine Texte, die Auswahl davon und die Komposition anzuhören, vorszuspielen, Assoziationen dazu aufzuschreiben und zu analysieren. Schütz eine Homoerotik nachzuweisen,eine Knabenliebe, aufgrund frühkindlich negativ-ödipaler Vaterliebe ist ein weiter Weg. Ich finde die Herleitungen ziemlich konstruiert und stelle mir vor allem die Frage, höre ich Heinrich Schütz anders, wenn ich diese Thesen kenne ? Meine Antwort darauf ist NEIN.

Selbst wenn ich den Hintergrund so deuten würde, sind meine ästhetischen Empfindungen zu dieser Musik keine anderen. Eine Übertragung dieser Deutungsmuster auf die Zeit, in der Schütz lebte, 1585 bis 1672, halte ich überdies für fragwürdig. Richtig ist sicher, dass ein Verführen von Knaben ein strafwürdiges Verbrechen war ( Rosenmüller musste deswegen fliehen), aber in bezug auf Heinrich Schütz bleibt dies angesichts vollkommen fehlender Fakten ziemliche Spekulation.
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