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Also: es ist Heinrich II., von dem hier in der vita die Rede ist und Stefan Weinfurter, seines Zeichens zur Zeit Professor für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften in Heidelberg hat sich viel Mühe gegeben mit all den Gegebenheiten um den und mit diesem Kaiser. Am Ende der Zeiten, so der Untertitel- damit soll auf die allgemeine damalige Endzeitstimmung abgezielt werden-, am Ende der Zeiten also sollte sich das politische und heiligmäßige Leben des letzten ottonischen Kaisers bewegen. Damit ist gemeint, daß sich die Welt damals auf das einstellte, was Johannes (und Knecht Gottes) in der Apokalypse etwa um das erste Jahrhundert christlicher Zeitrechnung androhte: das Ende der Zeit (nämlich mit Posaunen!).
Daß es nicht so gekommen ist, wissen wir inzwischen, es ist vielmehr viel Schlimmeres geschehen und Kaiser Heinrich II. samt seiner heiligen Kunigunde können sich getrost im Grabe umdrehen. Wer und vor allem was war dieser Kaiser ? Ein germanischer König, einer, der seine Heiligkeit ins Visier nahm und ganz gezielt ein neues Bistum Bamberg ins Leben rief. Einer, der mit den Bischöfen und dem Papst gekonnt umging, einer, der nicht gar zu gerne seine Pflichten in Italien wahrnahm, aber immerhin 3 Heerzüge dorthin durchführte. Wie Moses, so sagt man, wollte er eine religiöse Ordnung in die damalige Welt bringen und sie "zur Richtschnur für sein Volk machen." Bamberg aber atmet noch heute diesen religiösen Hauch ein und aus, was nicht unbedingt unziemlich ist, sondern ganz charmant.
Sein Bild als Bamberger Reiter? Ist es etwa Heinrich II., der aus ihm zu uns spricht? Ein edler Jüngling auf einem kräftigen Pferd wie weiland sein Vorfahr Kaiser Heinrich I., der die Reiterei mit Steigbügeln ausrüstete und die Ungarn bezwang? Bamberg`s ehemalige "Schwere Reiter" erinnerten vielleicht noch an diese Historie. Wie dem auch sei, hier wird ein edler deutscher, ritterlich gesinnter Kaiser dargestellt, dessen Spuren heute noch in Bamberg zu finden sind und der blaue Sternenmantel im Dommuseum von Bamberg ist das kostbare Zeichen seiner Würde, ihm seinerzeit geschenkt von seinem Freund Melus (Ismahel) aus Süditalien für erwiesene Treue in Not. So handelte ein edler germanischer König und dessen wollen wir uns gerne erinnern.Eine Zierde war er für ganz Europa und das wiederum ist Vorbild heute gewiß.
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