"Was hinter der Maske des liebevollen zärtlichen Vaters für eine dämonische Fratze verborgen blieb, zeigt auf drastische Weise die spätere Erzählung von Bohrmanns Sohn Martin über seinen Besuch bei Hedwig in deren Haus bei Berchtesgarden. Bei Guido Knopp heißt es dazu: ' Frau Potthast sagte, sie wolle uns etwas Interessantes zeigen, eine besondere Sammlung, [...]'" (S.106).
Wer mit dem obenstehende Zitat keine Probleme hat, der erhält mit diesem Buch eine nette Überblicksarstellung über H. Himmler, in welcher der Autor persönliche Meinung, Spekulation und Fakten nach belieben zur Unkenntlichkeit vermischt vorträgt - daran kann auch das eigentliche Vorhaben des Autors, "eine Art medizinisches Psychogramm zu entwerfen" (S.11) nichts ändern.
Im Klappentext heisst es, dass "[i]n Anbetracht der herausgehobenen Machtstellung Himmlers [...] bis heute noch immer eine wissenschaftlich erarbeitete Biographie des Reichsführers SS" fehle. Daran hat auch dieses Buch leider nichts geändert.