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Heimweh: Illusionsspiele in Hollywood
 
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Heimweh: Illusionsspiele in Hollywood [Gebundene Ausgabe]

Elisabeth Bronfen
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 557 Seiten
  • Verlag: Verlag Volk und Welt (30. August 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3353011048
  • ISBN-13: 978-3353011046
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 479.596 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Elisabeth Bronfen
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Die Zeit, 09.12.1999
In einer Sammelrezension hat sich Norbert Grob mit den folgenden zehn Büchern über das Metier des Films, seinen Mythen, Machern und Mitspielern beschäftigt:
1) Robert Fischer (Hrsg.): "Truffaut/Hitchcock"
Wie die Videokopie zur Breitwand verhält sich das bisher greifbare Taschenbuch der Truffautschen Interviews mit Alfred Hitchcock ("Mr.Hitchcock, wie haben Sie das gemacht") zu dieser Ausgabe: die Fotos aus den entsprechenden Filmen sind neu beigefügt. Ob dieser Band allein dadurch schon zur "vollständigen" Ausgabe wird (so vollständig wie das frz. Original?), darüber klärt der Rezensent nicht weiter auf, begeistert sich dafür aber noch einmal für den "abenteuerlichen Dialog" der beiden so wichtigen Regisseure.
2) Lars-Olav Beier/Georg Seeßlen: "Alfred Hitchcock"
49 Autoren, und zwar die "wichtigsten deutschsprachigen Filmkritiker und -essayisten" sind von den Herausgebern zu teils freundlichen teils "respektlosen" und gar "zornigen" Aufsätzen über den Meister animiert worden.
3) Enno Patalas: "Alfred Hitchcock"
Ein "entspanntes" und "reflektiertes" Portrait zu Karriere und Werk Hitchcocks ist Patalas gelungen, meint Grob und hebt besonders die Einsichten des Autors in die "seltsame Fantasie" Hitchcocks hervor, die in H.s früher Entdeckung Edgar Allan Poes ihren Ursprung habe; dessen "Lust an der Furcht" habe Hitchcock früh als seine eigene entdeckt.
4) Donald Spoto: "Alfred Hitchcock und seine Filme"
Sehr breit angelegt und manchmal "umständlich" hat dieser Autor seine Hitchcock-Würdigung angelegt, – allein die Analyse des Films "Vertigo" nimmt schon 42 Seiten in Anspruch, moniert der nicht allzu enthusiastische Rezensent.
5) Antoine de Baecque/Serge Toubiana: "Francois Truffaut"
Als sehr detaillierte Biografie des wichtigsten Vertreters der französischen Nouvelle Vague, würdigt Grob dieses Buch. Kindheit bei den Großeltern, Erziehungsheim und Rowdyjahre, Soldatenzeit und Truffauts erste Tuchfühlung mit dem Medium des Films als Kritiker sind nachgezeichnet. Die Kinoleinwand wird von den Autoren als "Fluchtpunkt" herausgearbeitet für einen, der sich an der "Wirklichkeit rächen" wollte, bemerkt Grob.
6) Barbara Leaming: "Marilyn Monroe"
Obwohl die Autorin sich für ihre Biografie etwas anderes vorgenommen hatte, nämlich die Suche nach den psychischen Wunden, die der Monroe durch die mangelnde Achtung ihrer Arbeit geschlagen wurden, hat sie doch wieder nur den bekannten Durchmarsch durch die bekannten Affären, Zusammenbrüche und Skandale geliefert, urteilt der enttäuschte Rezensent.
7) Richard Blank: "Jenseits der Brücke. Bernhard Wicki"
Eine "anschauliche" Schilderung Wickis als "authentischer" Schauspieler, den auch Grob seinerzeit, wie er bekennt, als "Idealbild des Neuen Mannes" bewundert hat; dabei hat der spätere Regisseur selbst seine Zeit vor der Kamera eher als vergeudete angesehen.
8) Elisabeth Bronfen: "Heimweh"
Die Autorin entdeckt in diesem Essay als unterschwelliges Thema Hollywoods die amerikanische Erzählung von der Fremde, von Heimatlosigkeit, Weggang und Rückkehr, die sie beispielhaft für mehrere Regisseure – darunter Pabst, Sternheim und auch Hitchcock – analysiert; Grob meint: ein "interessanter Entwurf".
9) Geoff Andrew: "Stranger than paradise"
Mit Filmemachern außerhalb des Mainstream – wie Hartley, Haynes, Jarmusch und Sayles – beschäftigt sich dieses Buch, dessen Autor die "Lust des Filmesehens" anzumerken ist, schreibt Grob.
10) Georg Seeßlen: "Copland"
Der Autor beschäftigt sich mit der Mythologie des Polizisten im Film (besonders den USA), der am Ende als kaputter Typ zur Doppelfigur von "Erlöser und Dämon" geworden ist. Seesslen ist hier eine "detailkundige Genre-Exegese" gelungen, urteilt Grob.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Phantasien, die Welt der Phänomene, werden uns dadurch zugänglich, daß wir sie mit den Maßstäben vertrauter Denkmuster messen. Entweder spiegeln sie unsere Erwartungen wider, oder sie enttäuschen das Verlangen nach Vertrautem und zwingen uns dazu, bekannte Muster zu überdenken oder neue Sprachbilder zu gestalten. Im Bildrepertoire unserer Kultur erhoffen wir uns die Bestätigung von Erlebnissen und können so die Wahrnehmung erneuern. Dieses Wechselspiel wird nirgends deutlicher als beim Kino. Filme funktionieren wie Szenen unseres psychischen Theaters: Sie versprechen die Erfüllung intimster Wünsche, indem sie uns erlauben, Begehren oder Erschrecken, Ängste oder Hoffnungen durchzuspielen – die Kinoleinwand wird zum Spielfeld halluzinatorischer Wunsch- und Wahnvorstellungen. Gleichzeitig jedoch ist das Kino öffentlich. Es dient wirtschaftlichen Interessen und zielt auf die Bedürfnisse eines heterogenen Publikums. Wessen Phantasie stellt eine gefilmte Szene dar – die des Betrachtenden, des Regisseurs, die einer kulturellen Gemeinschaft? Oder ist Kino die Schnittstelle zwischen individuellem Genießen und kollektiv anerkanntem Gesetz? Die hier vereinten Aufsätze über Klassiker der Filmgeschichte - u.a. Josef von Sternbergs „Der blaue Engel“, Alfred Hitchcocks „Rebecca“, Victor Flemings „The Wizard of Oz“, David Finchers „Seven“, Tim Burtons „Batman“, John Fords „The Searchers“, John Sayles „Lone Star“, Douglas Sirks „La Habanera“ und „Imitation of Life“ oder Fritz Langs „Secret Beyond the Door“ – sind Bravourstücke präzisen Hinsehens und Denkens. Elisabeth Bronfen inszeniert die Theorie zu farbenprächtigen, bewegten Bildern – „den Leser nimmt sie mit in die Vorstellung“.

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Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Positiv an diesem Werk ist auf jeden Fall die Aktualität der Primärquellen: Bronfen nimmt sich neben den klassischen Filmen auch einige brandneue vor, unter anderem Matrix. Ihr Thema diesmal: Heimweh. Besonders widmet sie sich Hitchcock, der, so Bronfen, als Englishman in Hollywood davon ein Lied zu singen weiß. Dies illustriert er, so zeigt sie überzeugend, unter anderem an der Verfilmung von Daphne DuMauriers "Rebecca". Es ist eine Leistung von Bronfen, dem Leser eine solche Interpretation (= wohlbekannte Filme als Studie über Heimweh) nahezubringen. Aber soo spannend war das Buch trotzdem nicht...
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