Pressestimmen
Jenny Erpenbecks neuer Roman besteht zum größten Teil aus Respekt: Respekt vor den wirklichen Menschen, vor den Figuren, vor all diesen Wahrheiten. (Die Zeit, 29. Mai 2008) "Erpenbeck ist unter den Autoren ihrer Generation die leise Poetin. Die Wucht
Kurzbeschreibung
Heimsuchung reicht tief in die deutsche Vergangenheit. Eine literarische Spurensuche von stupender Wucht Ein Haus an einem märkischen See ist das Zentrum, fünfzehn Lebensläufe, Geschichten, Schicksale von den Zwanzigerjahren bis heute ranken sich darum. Das Haus und seine Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR, die Wende und die Zeit der Nachwende. Jedem einzelnen Schicksal gibt Jenny Erpenbeck eine eigene literarische Form, jedes entfaltet auf ganz eigene Weise seine Dramatik, seine Tragik, sein Glück. Alle zusammen bilden eine Art kollektives literarisches Gedächtnis des letzten Jahrhunderts, geformt in einer Literatur, die nicht nur großartige Sätze und Bilder zu bieten hat, sondern die auch Wunden reißt, verstört, beglückt, verunsichert und versöhnt. Worin das Geheimnis dieser Geschichten besteht, woraus sich ihr Glanz, ihre Wucht und ihre eminente Dramatik entfalten, ist schwer zu sagen. Sicher aber ist eins: Mit diesem Buch ist Jenny Erpenbeck ihr Meisterstück gelungen. "Immer, wenn Jenny Erpenbeck ihren scharfen Blick auf die Dinge richtet, verändern sie sich blitzartig. Die Oberfläche schmilzt. Darunter kommt zum Vorschein, was als subkutane Irritation die Figuren bewegt." Frankfurter Allgemeine Zeitung
Über den Autor
Jenny Erpenbeck wurde 1967 in Berlin (DDR) geboren und lebt heute als freie Schriftstellerin und Regisseurin in Berlin. Ihr Prosadebüt "Geschichte vom alten Kind" war ein sensationeller Erfolg. 2001 folgte Der Erzählungsband "Tand", im Frühjahr 2005 der Roman "Wörterbuch". Die Bücher Jenny Erpenbecks wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet und sind in vierzehn Sprachen übersetzt.