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Heimkehr in ein fremdes Land [Taschenbuch]

Marita Krauss
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Kurzbeschreibung

2001
Nach 1945 kehrte ein kleiner Teil der ab 1933 ins Exil Getriebenen in das zerstörte und geteilte Deutschland zurück. Zu den Remigranten gehörten Sozialdemokraten wie Willy Brandt, Herbert Wehner und Max Brauer, Kommunisten wie Walter Ulbricht, Literaten wie Carl Zuckmayer, Bert Brecht oder Anna Seghers, Wissenschaftler wie Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. Wie erlebten sie die Heimkehr in das ihnen fremd gewordene Land? Wie begegneten ihnen die in Deutschland Gebliebenen? Konnten die ehemals Verfemten die Nachkriegsjahre mitgestalten?
Die Autorin betrachtet Einzelschicksale und beschreibt subjektive Perspektiven, sie erläutert Schwierigkeiten und Erfolge von Remigrantengruppen aus Politik, Wissenschaft und Kunst und zieht Verbindungslinien zu den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Zeit. Damit legt sie erstmals einen zusammenfassenden Überblick über einen noch kaum bekannten Bereich deutscher Nachkriegsgeschichte vor.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 196 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406475620
  • ISBN-13: 978-3406475627
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 969.103 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Prof. Dr. Marita Krauss lehrt Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg. Sie ist durch viele Publikationen, Ausstellungen und Rundfunksendungen als hervorragende Kennerin der Münchner und bayerischen Geschichte bekannt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Weiße Flecke und schwarze Schafe 1. November 2011
Von B. Gutleben TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dass zwischen 1933 und 1945 zahlreiche Menschen Deutschland verlassen haben, weil sie vom herrschenden nationalsozialistischen Regime politisch oder rassisch verfolgt wurden oder im gleichgeschalteten Führerstaat einfach keine Luft mehr zum Atmen fanden, ist hinlänglich bekannt. Weniger klar ist, wieviele von diesen Emigranten nach 1945 unter welchen Bedingungen zurückgekehrt sind und wie groß der Anteil derer war, für die eine Rückkehr nach Deutschland aus verschiedenen Gründen nicht mehr in Frage kam. Das Buch von Marita Krauss versucht hier Antworten zu liefern, teilweise mit Hilfe statistischer Erhebungen aber immer wieder auch anhand persönlicher Geschichten und Erinnerungen von Betroffenen. Nicht verwunderlich ist, dass sich die Wege bestimmter Eliten, seien es Politiker, Hochschullehrer oder Kulturschaffende, deutlicher nachverfolgen lassen als die der »einfachen Leute«, zumal von Frauen, die oft wieder in den Schatten ihrer Männer zurücktraten. Was die Historikerin Krauss jedenfalls deutlich macht, sind die vielen Hemmnisse, die einer glückenden Remigration im Wege standen. Dazu gehören u.a. die unterschiedlichen Interessen der Alliierten unter den Bedingungen des aufkommenden Kalten Krieges oder etliche bürokratische Hindernisse, die oft durch ein mangelndes Interesse an einer Rückkehr der Exilierten verstärkt wurden. In weiten Kreisen der Bevölkerung herrschte jedenfalls noch lange Jahre ein Misstrauen gegenüber denen, die der Volks- oder Schicksalsgemeinschaft der Deutschen den Rücken gekehrt hatten und nun teilweise im Dienste der Besatzungsmächte wieder ins Land kamen. Vertriebene und heimkehrende Kriegsgefangene waren durchweg willkommener und Opfer für ihre Wiedereingliederung wurden in der schwierigen Wiederaufbauphase Deutschlands bereitwilliger gebracht. Erst Jahre später wuchs die Aufgeschlossenheit für die Komplexe Schuldfrage und Wiedergutmachung, da war jedoch für viele Emigranten die Rückkehr keine biographische Option mehr.
Die Veröffentlichung ist natürlich kein enzyklopädisches Kompendium wie das Biographische Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933-1945, eher eine knappe, aber recht zuverlässig wirkende Darstellung, deren Text durch eine Reihe Illustrationen, ein Literaturverzeichnis und ein Personenregister ergänzt wird. Für zeitgeschichtlich interessierte Menschen aus meiner Sicht durchaus aufschlussreich.
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