Es ist ohne jeglichen Zweifel der beste Roman aus der Feder von Rosamunde Pilcher. Eine ergreifende Erzählung über das Heranwachsen eines jungen Mädchens, dem man sich sofort verbunden fühlt. Man glaubt fast, selbst Mitglied in der Wahlfamilie von Judith zu sein. Es ist eine Tragödie, daß die Rosamunde Pilcher Verfilmungen eine falschen Schluß auf die Bücher nach sich ziehen. Das Kitsch und Allgemeinplätze behandelnde Drehbuch hat bis auf den Titel und einen Teil der Handlungen nichts mehr mit den Originalbüchern gemeinsam. Die tiefen Gefühle,die Gedanken der Hauptpersonen, die unausgesprochen aber doch in jedem Satz zu spüren sind, lassen sich in den Filmen überhaupt nicht wiedergeben. Es ist, als ob die Romanfiguren gerade eben erst aus dem eigenen Wohnzimmer spaziert sind, so sehr fühlt, denkt und leidet man mit Ihnen - als würde man sie schon ein Leben lang persönlich kennen und ohne Worte verstehen. Wann endlich kommt eine Fortsetzung dieses Romans, der sich mit keinem bisher gelesenen anderen Buch messen läßt?