Maledivas viertes Album
Heimatmelodie beschäftigt sich, wie der Titel verrät, mit der Heimat, dem Dörfli aus dem Tetta und Lo stammen. Natürlich stammen sie nicht wirklich auf dem Dorf, das so klein ist, dass es "nur ein gelbes Ortsschild vorne und ein gelbes Ortschild hinten und dazwischen nicht mal ein Edeka hat".
Dennoch sind ihre Beobachten repräsentativ für das Leben und Aufwachsen auf dem Dorf, so weiß Malediva von Heini Jaller dem Dorfnazi zu berichten oder beschreibt minutiös die Dorfjugend in "Dörfli".
Neben dem Dorf geht es aber auch um die Liebe, vor allem wie sie entsteht und sich verändert.
Da Malediva zum Glück wieder ein Live-Album gemacht hat, muss man dieses mal nicht auf die genialen Erzähltexte zwischen den einzelnen Lieder verzichten, wie es leider bei "leuchtet" war.
Durch die verbindenden Geschichten wirkt das Album in sich auch sehr viel runder und nicht so zusammenhangslos, wie es bei leuchtet leider war.
Insgesamt sind 20 Titel auf dem Album enthalten, von denen sich Lieder und Texte die Waage halten.
Die Erzähltexte leben wieder einmal von den Zickereien zwischen Tetta und Lo, wenn Tetta zum Beispiel erzählt, dass Lo ja das fetteste Kind auf dem Dorf war, dieser es aber auf das Sanostol schiebt, das seine Mutter ihm gab.
Die Musik ist durchgehend sehr gut gelungen und wird diesmal nur von Florian Ludewig am Klavier begleitet. Die Lieder sind wie immer mal witzig-bissig wie "Martina Lieblingssuperstarschnittsuperstar", in dem um die Träume eines pummeligen Backfisches geht, oder sehr romantisch und zart wie "Gar nicht mehr in dich verliebt".
8/10 Punkten