Heimatlos - dieses Kinderbuch hat mich durch mein ganzes Leben begleitet und ich habe es immer geliebt. Remis Leben in Frankreich - vielleicht 1860 etwa - liest sich so fremd für Kinder unserer Zeit, dass ich meinen Kindern viele Ereignisse erst erklären musste. Pflegeeltern, die einen an fahrende Musikanten vermieten - wo gibt's denn das ? Vitalis, der sich liebevoll des Buben annimmt, aber unglücklicherweise wegstirbt, ohne zu wissen, was aus seinem Pflegling wird; Arthur, den er trifft, ohne zu wissen, dass sie verwandt sind, Matthia, seine geliebte Mutter Barberin (nicht zu vergessen die Kuh!)- so traurig diese Geschichte zeitweise ist, so liebevoll sind viele der vorkommenden Figuren zu dem Findelkind und am Ende gibt es einen überraschenden wunderbaren Schluss, nachdem Remi und Matthia durch Frankreich bis London gewandert sind. Heute noch lesenswert, ist es ein wunderbarer Rückblick in die Zeiten, wo die Kinder noch nicht so umsorgt waren wie heute...