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Da er rechtzeitig das nationalsozialistische Deutschland verlässt, überlebt er den Holocaust. In einer sehr witzigen, immer wieder mit jüdischen Geschichten und Anekdoten angereicherten Sprache schildert er seinen Alltag in Palästina, wohin er emigriert. Er beschreibt das Leben in einem Kibbuz und den schwierigen Alltag in einem Land, as sich von Feinden umzingelt sieht.
Das ganze Buch atmet die Hoffnung, daß es irgendwann zu einer friedlichen Regelung zwischen den Arabern und den Juden kommen könnte, doch es bleibt realistisch und nennt die Fakten beim Namen: die jüdischen Siedler haben das Land aufgebaut, sie haben die arabische Universität gegründet und das Gesundheitswesen auf einen modernen Stand gebracht. Er spart aber auch nicht mit bitteren und spöttischen Worten gegenüber den ultraorthodoxen Juden im Land, die sich nicht wirklich am Aufbau beteiligt haben und nur religiöse Sonderrechte beanspruchen.
Ein Zitat soll einen Vorgeschmack gegen auf eine wirklich empfehlenswerte Lektüre:
"Die frommen Juden haben überhaupt einen sehr persönlichen Zugang zu Gott, sie belästigen ihn ständig mit sämtlichen Kleinigkeiten. Er ist dort für das tägliche Leben verantwortlich, einfach für alles. Und wenn ein Mensch im Sterben liegt, ändern sie schnell seinen Namen. Die Frommen glauben, der Todesengel ist ein bisschen bekloppt und findet sie dann nicht, so als wäre er der Briefträger. Ich glaube, im Grunde sind wir erst am Anfang der Zivilisation. Aber falls es einen Gott gibt , hätte ich eine Bitte an ihn: Er soll sich ein andres Volk auserwählen und uns in Ruhe lasen. Nimm die Iraker, oder besser noch die Iraner! Denen gönne ich es."
Schade, daß es von diesen außergewöhnlichen Menschen nicht mehr zu lesen gibt!
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