Der 1917 in Breslau geborene Ernesto Kroch wurde zwei Mal in seinem Leben zum politischen Flüchtling. Als Aktivist einer jugendlichen Widerstandsgruppe wurde er 1934 von den Nazis verhaftet und wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zunächst in einem Gefängnis und dann in einem KZ inhaftiert. 1937 wurde freigelassen unter der Bedingung das deutsche Reich innerhalb von zehn Tagen zu verlassen. Über einen Aufenthalt in Jugoslawien gelangte er 1938 nach Uruguay. Dort fand er eine neue Heimat und blieb in dem südamerikanischen Land. Auch in Uruguay war er politisch und gewerkschaftlich aktiv. Der Militärputsch von 1973 zwang ihn wieder in die Illegalität. Als ihm 1982 die erneute Verhaftung drohte, floh er aus Uruguay in die Bundesrepublik Deutschland. Ein faszinierendes Buch über eine außergewöhnliche Biografie, gleichzeitig eine Darstellung der Geschichte Deutschlands und Uruguays im 20. Jahrhundert.