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Heimat: Neuentdeckung eines verpönten Gefühls
 
 
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Heimat: Neuentdeckung eines verpönten Gefühls [Gebundene Ausgabe]

Verena Schmitt-Roschmann
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 1. Aufl. (26. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3579067648
  • ISBN-13: 978-3579067643
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 403.018 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Verena Schmitt-Roschmann
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Schmitt-Roschmanns Buch ist ein Plädoyer dafür, den Begriff Heimat aus der Ecke der Tümelei herauszuholen und ihn zu öffnen für alle Menschen, die in dieser Gesellschaft leben." (Oldenburgische Volkszeitung, Andreas Kathe )

"Das Buch bietet spannenden Lesestoff, Anregungen zum Denken, zum Reflektieren, was man selbst mit Heimat verbindet und wie man darüber mit Anderen kommunizieren kann." (Epikur-Journal, Lothar Kolmer )

Kurzbeschreibung

Die Sehnsucht nach Halt in einer zerfließenden Zeit

- Versuch einer Annäherung an ein universelles Bedürfnis

- Ein nachdenkliches Buch zu einer neu entdeckten Befindlichkeit

»Heimat ist kein Ort – Heimat ist ein Gefühl«, singt Herbert Grönemeyer. Für Ernst Bloch war Heimat das eigentliche große Ziel des Menschen. Heimat – das sind Orte der Erinnerung. Heimat ist ein Gefühl von Beständigkeit und Halt in einer kalten Welt. Heimat will Stillstand, den es nicht gibt. Heimat ist umso schöner, je weiter weg sie ist. Heimat ist top-aktuell.

Viele Menschen fühlen sich bedroht durch die Folgen der Globalisierung und durch eine zunehmende Rastlosigkeit. Verlässliche Eckpfeiler verschwinden – Familie, Kirche, Gemeinschaft, dörfliche wie städtische Strukturen – der ersehnte emotionale Ruhezustand scheint unerreichbar. Diese Sehnsucht nach einem starken Halt ereilt unvermeidlich jede Generation. Wo komme ich her? Wo will ich hin? Was bindet mich? Die großen Lebensfragen berühren den Kern des Begriffs Heimat. Der Wunsch nach Zugehörigkeit, Gemeinschaft, Identität ist ein universelles Bedürfnis – tief und erdig. Davon erzählt dieses Buch, das zahlreiche Anstöße für Diskussionen und Debatten bietet.


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Was kann nicht alles Heimat sein? Ein Haus, ein Land, eine Gesellschaftsordnung . . .

Der Verlag verspricht die "Neuentdeckung eines verpönten Gefühls". Die 1966 geborene Autorin beschreibt Irrwege und Verfehlungen die wir Menschen mit dem Begriff Heimat getrieben haben. Aus sehr unterschiedlichen Standpunkten heraus wird der Begriff beleuchtet.

Missbraucht wurde der Heimatbegriff ganz zweifelsfrei in der NS - Zeit. Auch mit dem Verlust der DDR - Heimat beschäftigt sich Verena Schmitt - Roschmann sehr ausführlich. Deutlich sagt sie, wer heute sagt, seine Heimat sei die DDR, sagt damit nicht automatisch, die DDR war politisch in Ordnung.

Heimat aus der Sicht von Gastarbeitern zu sehen ist ebenso interessant, wie ihre Kinder und Enkel diesen Begriff definieren. Veränderungen werden bereits sichtbar und hörbar.

Dieses Buch lässt viele Einzelstimmen zu Wort kommen. Heimat ist auch eine Region, eine Straße, eine Mundart und nicht zuletzt eine Familie, mit großem Glück eine Familie die aus mehreren Generationen besteht.

Die Autorin sagt: "Es ist an der Zeit, die mystische Debatte zu erden und auf Normalmaß zurechtzustutzen. Es ist an der Zeit, sich einzugestehen, dass es sich um ein privates Bedürfnis handelt, das unterschiedliche Menschen vielleicht auf unterschiedliche Art stillen - aber doch jeder irgendwie." Ein Fazit für mich aus diesem Buch: Mit einer guten Heimat im Rücken ist die Zukunft leichter zu meistern.

Egal wie Ihre Heimat aussieht, dieses Buch weist in die Zukunft, es zeigt sehr deutlich das Heimat nicht etwa etwas veraltetes ist. Heimat hat etwas mit Verwurzelung zu tun und bekanntlich ist es sehr gut gesunde Wurzeln sein eigen nennen zu können.
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Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die meisten Menschen mit denen der 1954 geborene Rezensent in der Schule und später auf der Universität und dann im Berufsleben zusammen kam, hatten das, was ihre Eltern oft rührselig als Heimat bezeichneten, so schnell sie nur konnten verlassen. Es gab andere wie der langjährige Freund, dem das nur schwer gelang, weil seine nach 1945 vertriebenen Eltern und Großeltern auch in der "neuen Heimat'" noch nach Jahrzehnten, nicht selten politisch rückwärtsgewandt und die umtriebigen Vertriebenenverbände unterstützend, den alten Zuständen nachtrauerten.

Als wir Anfang der siebziger Jahre als Theologiestudenten, uns dem Philosophen Ernst Bloch nähernd, von dem wir eine Ehrenrettung des Rebellischen innerhalb der Bibel erhofften, am Ende seines großen Werkes "Das Prinzip Hoffnung" folgendes Zitat lasen, sahen wir auch unsere eigene Herkunft und noch jugendliche Sehnsucht nach einem Platz in der Welt nicht weit von dort, wo wir geboren waren, rehabilitiert:
"Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit schient und worin noch niemand war: Heimat."

In diesen Sätzen schien mir persönlich die Eschatologie einer durch Marx inspirierten Geschichtsphilosophie und die christliche Eschatologie bodenhaftig und weltlich versöhnt.

An wechselnden Orten mal mehr oder weniger heimisch konnte der Rezensent persönlich erleben, wie der Verlust von so etwas wie Heimat regelrecht krank machen kann, fühlte sich aber nach wie vor abgestoßen und ausgegrenzt durch eine Heimattümelei, wie sie nicht nur in den dörflichen Strukturen, in denen ich beruflich tätig war, zu spüren war, sondern bald auch in den ach so weltoffen daherkommenden Privatmedien.

Die Journalistin Verena Schmitt-Roschmann, die Autorin der vorliegenden Monographie zum Thema "Heimat" haben möglicherweise ähnliche Erfahrungen zu diesem Buch bewegt, mit dem sie sich auf eine "Neuentdeckung eines verpönten Gefühls" gemacht hat.
Nach einer Bestandsaufnahme im ersten Kapitel ("Heimat: Was ist das und wozu braucht man das im 21. Jahrhundert?") beschreibt sie detailliert die Geschichte und den Missbrauch des Heimatbegriffs in Deutschland von der Romantik über die NS-Zeit bis zu den Heimatvertriebenen.

Eine ganz besondere Aufmerksamkeit widmet sie den "Ossis" und dem Phänomen der "verlorenen Heimat DDR", bevor sie zu der größten innenpolitischen Herausforderung unserer Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten kommt, der "fremden Heimat Deutschland" der Integration von Millionen von Migranten in ein Gemeinwesen, das auch sie als Zuhause begreifen und anerkennen können.

Ein wichtiges Buch darüber, woran Menschen hängen, was sie in der Heimat hält und sie von dort wegzieht.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Heimat ist Urbedürfnis! 23. August 2010
Format:Gebundene Ausgabe
'Heimat braucht jeder'. Einen Begriff, den wir zusammen mit rührseligen Filmen, Trachten und Liedern aus einer längst vergangenen Zeit in die Mottenkiste der Geschichte stecken wollten, erklärt uns die Autorin Verena Schmitt-Roschmann neu. Zeigt, dass die Suche nach der eigenen Heimat eine Suche nach dem Gefühl von Zugehörigkeit und Geborgenheit ist. Warum gerade wir Deutschen ein so schwieriges, 'verkorkstes' Verhältnis zur Heimat haben, wie der Begriff im Lauf der Geschichte missbraucht wurde (und noch missbraucht wird?) erklärt sie präzise und einleuchtend. Daneben erzählt sie Geschichten von Menschen. Ihr Buch weckt Empathie mit denen, die seit Generationen in unserem Land leben, aber immer noch von einer fernen,
unbekannten 'Heimat'träumen. Denen, die längst angekommen sind und, während wir sie nach wie vor als Ausländer wahrnehmen, unser Land als ihre Heimat begreifen. Denen, die ihre Heimat DDR verloren haben ohne den angestammten Boden je zu verlassen. 'Die Welt ist unordentlicher geworden' schreibt die Autorin und: 'einfacher wird es nicht mehr'. Ihr Buch ist ein Appell, sich bewusst zu werden, was wir warum als unsere Heimat empfinden. Vor allem aber auch das Heimat-Bedürfnis der Menschen um uns herum anzuerkennen. Ein wichtiges Buch für das zusammen leben in unserer zunehmend globalisierten Welt.
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