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Pressenotiz zu : Die Tageszeitung, 15.12.1999
Kurz, aber sehr wohlwollend rezensiert Henk Raijer diese Geschichte deutscher Dienstmädchen von Barbara Henkes. Der Autorin sei hier eine "bemerkenswerte Symbiose aus Archivarbeit und `oral history` geglückt, was zu einem "bemerkenswerten" Buch über ein Kapitel deutsch-niederländischer Beziehungen führe. Spannend zu lesen seien vor allem die vielen Interviews, die Henkes mit ehemaligen Dienstmädchen geführt hat: über ihre Anstellung, das Verhältnis zur "Herrschaft" und ihre Einstellung zum 3. Reich.
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Kurzbeschreibung
Noch heute rufen die deutschen Dienstmädchen bei den Niederländern lebhafte Erinnerungen, aber auch alte Feindbilder wach. Zwischen 1920 und 1933, nach Weltkrieg und Wirtschaftskrise, wandern sie aus dem verarmten Mittelstand und der Arbeiterschicht zu Zehntausenden ins niederländische Guldenparadies: jugendliche Gastarbeiterinnen, hochwillkommene Dienstmädchen. Aber nach 1935 beginnt auch dort die Arbeitslosigkeit. Sie werden plötzlich als Eindringlingge empfunden und als Konkurrentinnen wahrgenommen. Die meisten kehren zurück. Wer dort bleibt, hat geheiratet oder fühlt sich gut integriert, bis der Einmarsch der deutschen Wehrmacht die Integration zunichte macht. Mißtrauen und Verdacht, daß die ehemals deutschen Frauen zur Spionage gezwungen würden, reißen tiefe Gräben und führen nach 1945 zu einer wahren Abschiebungshysterie.