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Heimat 3. Chronik einer Zeitenwende
 
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Heimat 3. Chronik einer Zeitenwende [Gebundene Ausgabe]

Edgar Reitz
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
  • Verlag: Knaus; Auflage: 1., Aufl. (7. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813502481
  • ISBN-13: 978-3813502480
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 787.709 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Edgar Reitz
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Jemand, der fast ein Jahrzehnt darum kämpft, ein bereits mehr als vierzigstündiges Filmwerk fortsetzen zu können, muss etwas zu erzählen haben. Und so ist es! Nach dem grandiosen Erfolg seiner Deutschlandchronik Heimat (1984), die in Die Zweite Heimat (1993) Fortsetzung fand, hat Edgar Reiz mit Heimat 3 seine Chronik des 20. Jahrhunderts in noch einmal gut elf weiteren Filmstunden (bzw. rund sechshundert Buchseiten) doch noch zu Ende erzählen können -- auch wenn das Ende des Films (und des Buchs) so offen ist, dass man von einem wirklichen Schluss nicht sprechen kann. Doch das ist ein anderes Thema.

Heimat 3 beginnt mit dem Fall der Berliner Mauer. Nicht nur die Deutschen, auch Herrmann und Clarissa -- das unglückliche Liebespaar aus der Zweiten Heimat -- fallen sich an diesem Abend ungläubig staunend in die Arme und beschließen noch in dieser Nacht, dass sie doch zusammengehören. Clarissa führt Hermann zurück in seine Heimat, ins Hunsrück, ganz in die Nähe von Schabbach. Dort hat sie sich vor einiger Zeit schon in die Ruine eines Hauses verliebt, das in früheren Zeiten das Liebesnest der Dichterin Caroline von Günderrode gewesen sein soll. Nun soll dieses über dem Rheintal gelegene Haus nach siebzehn Jahren der Trennung der Mittelpunkt des neuen Lebens des in der Jugend gescheiterten Paares werden. Zuvor jedoch muss es aufwändig renoviert werden. Das besorgen ein paar junge Sachsen, die Clarissa in Leipzig aufgegabelt hat, für zehn Mark (West) die Stunde. Das "Günderrodehaus" in der Nähe der Loreley wird zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, zum Mittelpunkt Deutschlands und der Welt. Wie seine Figuren ist Edgar Reitz mit seiner Geschichte wieder dort angekommen, wo alles angefangen hat. Und wo oder von wo aus es weitergehen wird, wer weiß wie, auch im neuen Jahrtausend …

Bei dem hier angezeigten Buch handelt es sich nicht um das Drehbuch, das diesmal in Zusammenarbeit mit Thomas Brussig entstanden ist, sondern um eine von Edgar Reitz im Anschluss an die Dreharbeiten verfasste "literarische Nacherzählung". Der Anhang bietet Informationen zu den einzelnen Figuren des Films und ihren Darstellern, zur Produktion des Films, zum Autor sowie über "Fiktion und Wirklichkeit" des "Günderrodehauses". -- Eine im wahrsten Sinne des Wortes schöne Ergänzung bietet der in der Collection Rolf Heyne erschienene Bildband Die Heimat-Trilogie. --Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Mit seinem weltberühmten Zyklus »Heimat« hat Edgar Reitz Film- und Fernsehgeschichte geschrieben. In den 80er und 90er Jahren war die Geschichte um »Hermännchen « und das abgelegene Hunsrückdorf Schabbach ein Straßenfeger. Jetzt erzählt Reitz sein Psychogramm der Bundesrepublik Deutschland bis zur Jahrtausendwende als großangelegtes Finale: »Heimat 3«

Hermann und Clarissa begegnen sich nach siebzehn Jahren wieder – in Berlin am Abend des Mauerfalls. Als Musiker sind beide international erfolgreich, in der Liebe sind beide gescheitert. Sie beschließen, es nochmals miteinander zu versuchen. In der Nähe von Schabbach kaufen sie ein traumhaft gelegenes, verfallenes Bauernhaus, in dem der Legende nach die unglückliche Caroline von Günderrode sich mit ihrem Geliebten traf. Der Abschluss der Renovierung wird mit einer großen Party gefeiert. Inzwischen ist Hermanns Bruder Ernst wieder aufgetaucht. Er ist begeisterter Flieger und Kunstsammler, der sich in Osteuropa immer wieder durch zwielichtige Geschäfte in Schwierigkeiten bringt. Auch in der Familie des dritten Bruders August bahnen sich Konflikte an: Hartmut, Augusts Sohn, der gerade in die Firma des Vaters eingetreten ist, verliebt sich in die schöne Russlanddeutsche Galina und gefährdet seine junge Ehe. Clarissa verlässt Hermann wegen eines anderen Mannes, und Hermann reist unstet durch die Welt auf der Suche nach neuem Halt. Als Clarissa schließlich in ihr gemeinsames Haus zurückkehrt, ist sie eine schwerkranke Frau. Die Zeit des Abschiednehmens ist angebrochen – von Menschen, von Schabbach und von einem Jahrtausend.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wiedersehen in Schabbach 21. April 2007
Von Riyad Salhi TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
"Die zweite Heimat" ist für mich die wohl berührendste, tiefgreifendste Leseerfahrung meines Lebens gewesen. Als ich mit diesen 13 Folgen voller Kunst, Lieben und Leid zu Ende war, war da ein Vakuum, das ich mit "Heimat 3" zu füllen suchte. Diesmal sind es sechs Filme (und somit genauso viele Drehbuchteile) geworden, doch auf halb so viel Raum gelingt es Reitz erneut, ein in keinerlei Hinsicht überfrachtetes Zeitbild zu liefern - diesmal der Mauerfall, die langsame Annäherung von Ost und West, wobei sicherlich Thomas Brussig als Co-Autor vor allem für die DDR-Charaktere verantwortlich zeichnet. H. und C. sind nun endlich ein Paar, und der Zufall will, dass sie ein Haus in der Nähe von Schabbach beziehen. Zurück in die Heimat - ein Rückschritt? Wie der zwiespältige Begriff "Heimat" und das, was es für jeden bedeuten kann, an den Protagonisten gezeigt wird, ohne dabei jemals zu theoretisieren, das rechtfertigt den Titel allemal. Die Kunst spielt hier wieder eine besondere Rolle. Waren es in den 60ern noch Musik und Film, so geht es diesmal um Malerei und Musik - in dieser Reihenfolge (gemeint ist die Sammlung von Bruder Ernst in der Höhle), doch genau genommen handelt es sich bei "Heimat 3" um ein Familiendrama mit allem, was dazu gehört. Da wäre der Familienpatriarch und sein ungeliebter Sohn Hartmut, der gerne schnelle Autos fährt und sich in eine Russlanddeutsche verliebt. Dann der schon genannte Ernst, ein Sportflieger, der für zwei Jahre in Russland verschwindet. Weiterhin ein paar Ostdeutsche wie aus dem Buche, und trotzdem so komplex und widersprüchlich gezeichnet, dass man an keine Stelle kommt, wo das Klischee sich breit machen würde. Die Grundsanierung des Günderrode-Hauses wird in der ersten Folge etwas zu breit ausgewalzt, aber sonst gibt es keinerlei Schwächen. Wieder handelt es sich um eine literarisches Drehbuch, wunderbar zu lesen, und es gibt da derart spannende Momente (Folge 5!), so großartig zugespitzte Ereignisse, die niemals wie reguläre Drehbucheinfälle wirken. "Heimat 3" ist bei weitem dramatischer, mit Wendungen und Entwicklungen über einen Zeitraum von zehn Jahren, die nur hochtalentierten Autoren einfallen können. Man lernt die Simons so gut kennen, dass man sich fragen muss, warum das anderen TV-Autoren derart selten gelingt. Die Familie zerfällt, das war abzusehen, und somit auch das, was für viele ihre Heimat war. Es ist unglaublich, was Reitz und Brussig alles in diese Geschichte packen, ohne dass sie ausfranst. Die Hoffnung der DDR-Bürger, ihr Scheitern, ihr Anpassungsverhalten, die Angst der 30-jährigen nach der Jahrtausendwende vor der beruflichen und emotionalen Zukunft, die mangelnde Beziehungsqualität unter arrivierten Künstlern, der Vater-Sohn-Konflikt (Anton und Hartmut), das Verhältnis von Scheidungskindern zu ihren Vätern (Lulu und Hermann) - man könnte lange so weiter machen. Die Dialoge gehören wieder einmal zum Besten, was man sich auf Fernsehschirmen vorstellen kann (auch in Buchform). Als ich auf der letzten Seite angekommen war, hatte ich Tränen in den Augen - so wie Lulu. Denn "Heimat 3" war unwiederruflich zu Ende gegangen. Eine Fortsetzung könnte nur im Altersheim spielen. Die schönen Zeiten sind vorbei.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe innerhalb einer Woche das neue Buch von Edgar Reitz gelesen. Meiner meinung nach sollte dieses Buch zum Bestseller werden.Wieder ist es dem Ressigeur gelungen die Tilogie zu erweitern, aber somit auch leider gleichzeitig zu beenden. Ich lebe seit Jahren mit dem Hunsrückdorf Schabbach und leide alle vierteljahr unter dem Schabbachismus, denn ich schaue mir die ersten 11 Teile seines Werkes von Heimat alle 3 Monate an. Nun werden die neuen sechs Folgen ab 15.12.04 mich weiter in den Bann ziehen.
Ich kann das Buch nur jedem Empfehlen der die Wende (1989 DDR )
und den Fortgang der Familie Simon,vor allem Hermann und Clarissa die ja die Hauptdarsteller sind, ( das Günderrodehaus nich zu vergessen)selbst intensiv mitgelebt hat.Ich finde es Schade, dass hiermit die Trilogie endet mit Schicksalen, aber auch von Hermanns Abschied aus Schabbach. Nachdem in die Vergangenheit noch einmal einholte.Wieder ein grandioses Werk von Edgar Reitz, der Ressigeur der nicht um sonst die Carl Zuckmayer- Medalie für diese Trilogie erhalten hat. Ich gebe hier fünf Sterne.Ansonsten sei gesagt; kauft euch das Buch bevor der Film im Fernsehen läuft, der Film wurde nämlich gekürtzt.
Mit Freundlichen Grüßen,
Euer eifriger Leser, Lothar aus Böblingen
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Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch ist gut und hochwertig verarbeitet.

Mehr Bilder hätten die Qualität und Vorteile noch deutlich gehoben.

Ich hab das Buch erst zur Hälfte durch, aber von den angekündigten mehr Infos bezüglich der Inhaltzusammenhänge, die im Film weggelassen werden mussten, habe ich bis jetzt nichts gemerkt. Falls das noch der Falls ein sollte und einem wirklich geholfen wird, wird das noch nachgereicht. Daher würde ich gern einen halben Stern weniger geben, was aber nicht möglich ist.

Sehr schön und ungewöhnlich ist die Darstellung des Textes, der stark Drehbuchlastig ist, aber dennoch schön zu lesen ist und ebenso einen Lesefluss ermöglicht.

Für jeden Heimatfan ein sehr schönes Stück für die Sammlung und ideal zum nachlesen der Story, um die Filmteile dazu Revue passieren zu lassen.
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