... dann kommt wohl soetwas wie Heima raus. Als ich mir den Film das erste Mal bei mir zu Hause angeschaut habe war ich einfach hin und weg. Erst nach dem dritten oder vierten Mal war der "rosa-Brille-Effekt" weg und dann erst ist mir aufgefallen was für ein aufwändiges Projekt dieser ganze Film eigentlich ist. Es wird ein isländisches Idealbild erschaffen, zum einen durch die grandiosen Landschaftsaufnahmen zum anderen durch die Interviews die einen Einblick in das Schaffen der Band aber auch in die allgemeine Isländische Musikwelt geben. Darüberhinaus weden auch Probleme wie die Zerstörung der isländischen Natur durch die Schwerindustrie thematisiert.
Beim genaueren betrachten des ästhetischen Wertes des Filmes fällt auf, wie viel Geld und Arbeit hier investiert wurden; Jede einzelne Einstellung ist mit dem Computer nachbearbeitet um ein homogenes Werk zu schaffen. Der Gedanke der Film sei mal eben nebenbei entstanden verflüchtigt sich schnell, wenn man mal auf die Kleinigkeiten achtet, was aber keineswegs zu verurteilen ist.
Die zweite DVD, die im übrigen keineswegs überflüssig ist, wie manch einer behauptet, bildet eigentlich die ehrlichere Version des Films, hier sind nämlich die Auftritte der ersten DVD ergänzt durch weitere in Rohform, d.h. ohne digitale Farbmanipulation o.Ä., hintereinandergereiht. Somit ist wirklich für jeden etwas dabei.
Der Vorwurf die kostenlosen Konzerte für die Isländer, die hier eben ihre visuelle veröffentlichung erfahren, seien durch den Film finanziert ist jedoch haltlos. Die Tour wurde vom Label der Plattenfirma bezahlt und der Film von der Emi, die ihre Ausgaben durch den DVD-Verkauf mittlerweile schon dreimal wieder reinhaben dürfte.
Fazit: Auf DVD Nummer 1 ein Film, der durch großen Aufwand die Band sowie das Land in einer atemraubenden Art und Weise in Szene setzt; Auf DVD Nummer 2, wie gesagt, die ehrliche Version, die die Band ganz einfach live in ihrer Heimat zeigt.