Anfangs war ich skeptisch bezüglich dem Thema Homöopathie, vor allem wegen christlich motivierten Bedenken, weil so viele Homöopathen lediglich einen esoterischen Aufguß des Themas bieten und viel mehr kaputt- als ganz-machen.
Doch das Buch konnte diese Bedenken durch seine gut verständliche Art wegräumen. Es hat meine Mißverständnisse ganz beseitigt: die Homöopathie wird falsch verstanden, und leider von vielen ganz falsch dargestellt.
Das Buch zeigt auf, was die echte Homöopathie ist, die allein auf ihren Entdecker Samuel Hahnemann zurückgeht. Es klärt auf über esoterische (Pseudo-) Homöopathie und über die Verzerrung des Themas durch vor allem - leider christliche - Übertreiber.
Die Buch-Autorin, Dr. med. und Frauenärztin, selbst gläubige Christin, belegt das anhand ihrers langen und erfahrungsintensiven Weges von der klassischen Schulmedizin zur Naturheilkunde hin.
Das Buch beschreibt, daß die Wirkung von reinen Naturheilmitteln durch das altbekannte Ähnlichkeitsprinzip die ganze Grundlage der Homöopathie ist, was nichts mit Quackshalberei zu tun hat, sondern inzwischen auch im Profisport anerkannt ist, beim Impfen sogar schon lange.
Das Buch erwähnt auch die Untersuchungen der technischen Universität Athens, wo unter Prof. Bourkas am - mit Naturwirkstoffen versetzten - Wasser durch naturwissenschaftlich leicht nachmeßbarer elekrischer Feldeffektmessung gezeigt werden konnte, daß auch die sogenannte Wirkungs-Potenzierung keine Quackshalberei ist, sondern exakt auf chemisch-physikalischen Effekten basiert. Dies ist verlässlich verifizier- und reproduzierbar: durch Widerstands- und daraus Strommessungen an dem durch einfaches Verschütteln wirkungs-potenzierten Wasser. Das nach jedem Verdünnen erfolgte Schütteln des mit dem Naturwirkstoff vermischten Wasser fußt auf den - auch aus dem Magnetismus - bekannten Feldeffekten zur Erreichung der hierarchisch höherliegenden Molekularstrukturen des Stoffes, hier des Wassers (vgl. Streichen eines Magnets über Eisen, um dieses zu magnetisieren). Deswegen kann dieser altbekannte Prozeß auch in der Homöopathie von irgendjemandem, selbst Maschinen, durchgeführt werden: es ist ein rein chemisch-mechanischer Prozeß, sonst nichts. Vor allem aber ist die Wirkungs-Potenzierung in der Homöopathie keine Grundeigenschaft, sondern wird lediglich zur Steigerung der Effizienz des Naturwirkstoffes verwendet, weil Hahnemann dies als Nebeneffekt entdeckt. Es müßte aber nicht verwendet werden, da das Ähnlichkeitsprinzip ausschlaggebend ist.
Da ich selber Naturwissenschaftler bin, hat mich dieses kurze Beispiel im Buch sehr angesprochen. Gerne werde ich mich in Zukunft stärker den naturwissenschaftlichen Werkzeugen widmen, mit denen man die Homöopathie erklären helfen kann.
Die Autorin rundet ihr Werk mit den wiederkehrenden Hinweisen ab, daß es auf die Erfahrung mit den homöopathischen Naturheilmitteln ankommt, sozusagen auf die natürlichen Medizinen, und auf die notwendige Zeit, sich die Patienten genau anzuschauen, um erfolgreich Homöopathie machen zu können, die somit dem Menschen dienen kann.