Ich habe das Buch gekauft in der Erwartung weiterführender Infos, die im ersten Buch der Schatalova nicht enthalten waren. Neben der wiederholten lobenden Erwähnung einiger russischer Wissenschaftler verliert sie sich aber in meiner Meinung nach unwichtigen Details, ohne eine wirklich praktikable Umsetzung ihres anscheinend etwas schwierig zu erlernenden Konzeptes zu bieten. Sie hofft auf "Umschulung" von Medizinern, damit sich das Konzept weiter verbreitet. Neben Bewegungsübungen, Atemübungen und Abhärtung nimmt die Ernährung einen größeren Raum ein. Nur einen Grundumsatz von ca. 400 kcal, kein Fleisch, überhaupt tierische Produkte nur mal zu Feiertagen und nur minimale Erhitzung der Produkte bis max. 100°C, ebenso keine Milchprodukte und kein Brot, welches durch Denaturierung des erhitzten Getreides Krebs verursachen soll, dafür schonend gegarte Mehlspeisen, Suppen, Gemüse, Obst, Kräuteraufgüsse und in Maßen Nüsse sollen zu einem längeren, gesunden Leben führen. Sie grenzt sich aber vom Vegetarismus ab, tendiert eher zur Makrobiotik. Erhitzen über 100°C, also Braten, möglicherweise auch Backen hält sie für schädlich, da neue Stoffe entstehen sollen, die nicht richtig verdaut werden könnten. Im Anhang werden Rezepte für Suppen und Soßen sowie Mehlspeisen und Salate geboten, überwiegend russische Speisen, aber für Liebhaber sicher leicht nachzukochen. Durch die Zusammenarbeit mit einem Spitzenkoch, der selbst alles nur frisch isst, schickt sie sich an, der offiziell empfohlenen Misch- und Fertignahrung den Kampf anzusagen. Alles in allem aber nichts umwerfend neues und für die Masse kaum umsetzbar, für chronisch Kranke die keine Heilung mehr erhoffen dürfen, wäre es auf jeden Fall einen Versuch wert, da doch beeindruckende Heilungserfolge zu Buche stehen.