Nicht nur Sterlings Hauptperson, die verjüngte Mia Ziemann, bleibt blass und oberflächlich, auch die anderen Personen wirken schwach, ohne klare, im allgemein Menschlichen verwurzelte Antriebskräfte.
Ich habe mich selten so sehr durch einen SF-Roman quälen müssen. Vielleicht ist das der Grund, dass die deutsche Ausgabe erst jetzt erscheint, fünf Jahre nach Publikation des Originals.
Es gibt viele kleine Widersprüche im Buch, unmotivierte, schwer nachvollziehbare Verhaltensweisen. Das gesamte Szenario dieser Welt ist für mich recht unglaubwürdig, die Schilderung perlt an mir vollständig ab.
Aber alles Geschmacksache - wer ohne Spannungsbogen auskommt und auch darauf verzichten kann, sich mit der Hauptperson eines Romans in irgendeiner Weise identifizieren zu können, wird hier vielleicht doch noch etwas für sich herausziehen können.
Daumen nach unten...