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Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug
 
 
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Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug [Gebundene Ausgabe]

Norman Mailer
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek; Auflage: 2 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498044923
  • ISBN-13: 978-3498044923
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 835.802 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach Michael Moore (Stupid White Men) distanziert sich mit Norman Mailer ein weiterer bedeutender US-Intellektueller sehr deutlich von der Regierung des George W. Bush. Der Krieg gegen den Irak war nach der Überzeugung des Schriftstellers und Pulitzer-Preisträgers nicht davon motiviert, die Welt vom Terror zu befreien, denn eine solche Hoffnung sei lächerlich. Auch ist der Irak nach Mailers Einschätzung erst der Anfang. Schließlich gehe es Bush um nicht weniger als die Errichtung eines amerikanischen Imperiums. Im Land selbst sei derzeit eine durchgreifende Militarisierung der Gesellschaft zu beobachten, die Gefahr laufe, der Anti-Terror-Rhetorik der "Fahnenpatrioten" aufzusitzen.

Was Mailer unter "Fahnenpatriotismus" versteht, ist das Gegenteil gesunder Vaterlandsliebe. Es ist viel mehr purer Nationalismus. Insofern sieht der Autor in der gegenwärtigen amerikanischen Regierung eine Gefahr nicht zuletzt für das politische System der USA und für die demokratischen Werte, für die die Regierung zu kämpfen vorgibt.

Der Autor lässt nirgends den geringsten Zweifel daran aufkommen, was er persönlich vom 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten hält, der durch Wahlbetrug ins Amt gekommen sei und einer Regierung vorstehe, die die USA in einen "prätotalitären Zustand" mit einer Tendenz zum Faschismus geführt habe. Wie bitterernst es Mailer ist, wird auch in den Passagen des Buches deutlich, die nur vordergründig heiter sind. So lesen wir an einer Stelle, dass Bushs Amtsvorgänger Clinton immer der Schlauste in seiner Runde gewesen sei, weil er es nie zugelassen habe, dass einer seiner Berater zu mehr als 90 Prozent an seine eigene Intelligenz heranreichte. Doch weiter schreibt Mailer: "Bush seinerseits ist immerhin so klug, zu merken, dass er das nicht so halten kann, sonst würde das Land von lauter Vollidioten regiert." Und das ist Verbitterung pur. --Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Seit dem 11. September erleben die USA eine tiefe Krise. Die Terroranschläge traumatisierten das Land, und viele retteten sich in einen hemmungslosen Patriotismus. Die Bush-Regierung sieht die Chance, diese Stimmung zu nutzen und die USA zu einem weltumspannenden Imperium zu machen - der Feldzug gegen den Irak war vielleicht nur ein Anfang. Amerika befindet sich in einem "Heiligen Krieg", der nicht nur auf dem Schlachtfeld ausgetragen wird. Auch das Denken wird von ihm bestimmmt, und die freiheitlichen Traditionen könnten ihm bald zum Opfer fallen. Sie sind, wie nie zuvor, bedroht.
Darum hat Norman Mailer, der "angry old man" der amerikanischen Literatur, seine Stimme erhoben, klagt George W. Bush an, die "Fahnenkonservativen" und die hysterische Kriegsmaschinerie, die in ihrer Gier nach Weltherrschaft alles verschlingt, was sie verschlingen kann. Mit seinem Manifest ergreift Mailer Partei für den wahren Patriotismus. Er ruft dazu auf, die Werte zu verteidigen, für die Amerika seit zw ei Jahrhunderten steht: Demokratie, Humanität und Freiheit. In welche Richtung die USA, an dieser Wegkreuzung angelangt, auch gehen werden - ihre Entscheidung bestimmt über die Zukunft unserer Welt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Norman Mailer schrieb mit 25 Jahren nach seinen Erfahrungen als Soldat im II. Weltkrieg das Anti-Kriegsbuch, das seinen Weltruhm begründete: "Die Nackten und die Toten". Er blieb immer der unbequeme Kritiker der US-amerikanischen Politik, vor allem des Vietnam-Krieges. Aber so wütend wie mit seinen heute 80 Jahren in seinem neuesten Buch "Why Are We at War?" (Dt.: "Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug") war er noch nie. Er zeichnet ein Bild der USA als faschistoider Supermacht, an der Spitze imperialistische Kräfte mit einem ferngesteuerten Ex-Trinker als nie gewähltem Präsidenten. Die Polemik Mailers ergänzt sich gut mit köstlich ironischen Passagen. Mailer warnt vor dem Verlust der Werte von Freiheit, Humanismus und Demokratie, die für ihn ursprünglich Amerika ausmachten. Hier sind für mich auch die Grenzen dieses Buches: Die USA wurden im 18. Jahrhundert auf Grundlage einer damals fortschrittlichen Verfassung und im Kampf gegen Feudalismus und Kolonialismus gegründet. Aber schon im 19. Jahrhundert stiegen die USA selbst zu einer imperialistischen Macht auf. Die ursprünglichen Ideale wurden zu der heuchlerischen Phrase, die Mailer jetzt bei Bush so köstlich karikiert. Aber zurückholen kann man diese Werte nicht mehr. Mailer erkennt, dass der Krieg gegen den Irak erst der Anfang eines geplanten Kreuzzuges gegen die Völker der Welt ist. Aber er greift wohl zu kurz, wenn es die Ursache in einer finsteren Verschwörung von Machtfanatikern sieht. Ich empfehle als Ergänzung des Bändchens von Mailer das neue Buch von Stefan Engel: "Götterdämmerung über der 'neuen Weltordnung'". Hier wird die globale Neuordnung der kapitalistischen Wirtschaft einer exakten Analyse unterzogen und man begreift plötzlich, warum gerade jetzt ein solcher "Kreuzzug" der USA gestartet wird. Mailer greift für seine Kampfschrift auf seine Interviews, Essays und Reden der letzten Zeit zurück. Heraus kommt ein lesenswertes Buch, das mit 12,90 Euro für gut 100 Seiten nicht billig ist, und für das ich den Begriff "Manifest" etwas zu hoch gegriffen finde. Denn dazu würde für mich auch eine positive Antwort gehören, die ich aber eher bei Stefan Engel als Bei Norman Mailer gefunden habe. Meine Empfehlung: Mailer auf englich lesen ("Why are we at War?"), für gut den halben Preis und das gesparte Geld für den Kauf des Buches von Stefan Engel verwenden, das mit seinen fast 600 Seiten sein Geld dreimal wert ist.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
norman mailer hat die amerikanische kriegspolitik schon immer kritisch begleitet, seit dem vietnamkrieg. jetzt hat er ein buch zum irakkrieg veröffentlicht, weniger ein sachbuch als vielmehr ein persönliches plädoyer und eine engagierte, keineswegs neutrale ironisch-polemische anklage und warnung vor der gegenwärtigen amerikanischen politik und ihren gefahren für demokratie und freiheit.
der irakkrieg sei erst der beginn einer amerikanischen weltmachtpolitik nicht erahnten ausmaßes, die von einer scheinheilig-bigotten clique um den weahlbetrüger bush eingefädelt werde.
hoffen wir, daß es nicht so ist - lesenswert ist das büchlein allemal, denn mailer ist und bleibt ein großer schriftsteller.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Brisant 7. Juli 2004
Die USA führen im Irak einen Krieg. Worum es dabei eigentlich geht, weiß niemand so recht. Außer der Bush-Administration, die allerdings nicht die Wahrheit sagt, sondern weit hergeholte Lügenmärchen von Massenvernichtungswaffen auftischt, um so die amerikanische Öffentlichkeit für ihren Feldzug gewinnen.
Was die neokonservativen Politiker wirklich im Schilde führen, ist nicht so ganz klar.
Licht ins Dunkel bringen will Norman Mailer, großer Schriftsteller und einer der brilliantesten Intellektuellen der USA.
Er beleuchtet in seinem schmalen Büchlein "Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug" die Hintergründe des Irak-Krieges. Natürlich darf auch ein Kapitel nicht fehlen, das sich mit dem 11. September befasst, jener Tragödie, die den gnadenlosen und verwirrenden "Krieg gegen den Terror" auslöste.
Mailer, selbst ein Linksintellektueller, geht dabei mit den Neokonservativen hart ins Gericht. Unfair wird er dabei nie. Er appelliert nur an den Verstand und an die Menschlichkeit und wünscht sich ein freies, weltoffenes und friedliebendes Amerika. So wie die meisten anderen Menschen.
"Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug" ist ein leidenschaftliches Buch und ein bewegendes Plädoyer für Frieden und Gerechtigkeit, geschrieben von einem weisen alten Mann.
Lesenswert für alle, die sich für Politik, die USA oder einfach nur für das aktuelle Zeitgeschehen interessieren.
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