"die neuen heiligen" (band 1 und 2) nehmen sich prominente aus allen regionen von tv-moderation bis boulevardgrössen vor, um an ihrem rhabarbern nicht nur ihre systematische blödheit, sondern auch die ihrer produzenten und konsumenten offen zu legen. das passiert satirisch, aber nie lasch auf der comedyebene. denn der politische input wird an jeder stelle deutlich. hier werden witze in benzin gewälzt und die dazu aufgeführten lesungen zeigen in ihrer vehemenz, dass es jederzeit ernst werden könnte. "die neuen heiligen" (band 1 und 2) kommen mit einer einleitung daher, die ein soziologisches patchwork ist. dadurch geben sie vor, wohin die nachfolgenden satiretexte geleiten sollen, was sie im detail zersetzen und zerlegen wollen. und das alles mit viel liebe zur sprachakrobatik. eine neue generation der nonkonformistischen, detailfröhlichen satiriker wächst heran.