Schön fand ich, dass hier nicht nur auf die skandinavischen, sondern auch auf die angelsächsischen Runen eingegangen wird; Binderunen und Geheimrunen werden auch behandelt, ebenso die Bedeutungen derselben. Allerdings kamen ausgerechnet die Runenzauber zu kurz, man muss erst gründlich suchen, um einen anwendbaren zu finden. Den Titel "Zauberzeichen des Nordens" empfinde ich daher als irreführend. Ich kann zwar nicht behaupten, dass es mir unmöglich gewesen wäre, mit diesem Buch zu arbeiten, aber es gibt sicherlich bessere Werke zu diesem Thema.
Allerdings werden die verschiedenen Runenreihen in verschiedenen Tabellen aufgelistet, was es enorm erleichtert, eine Rune ihrem jeweiligen Futhark, Herkunftsort und Alter zuzuordnen, was auch dringend notwendig ist, da es auf dem Markt viel zuviele Werke gibt, die verschiedene Systeme wahllos durcheinanderwerfen oder sich schlimmstenfalls am 18er System orientieren.