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Heilige Erde - Unheiliges Land. Eine Grenzwanderung durch Israel und Palästina
 
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Heilige Erde - Unheiliges Land. Eine Grenzwanderung durch Israel und Palästina [Gebundene Ausgabe]

Hans-Joachim Löwer
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 219 Seiten
  • Verlag: Frederking & Thaler (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894056444
  • ISBN-13: 978-3894056445
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 877.960 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Westjordanland kennt man meist nur aus den Nachrichten, als Schauplatz erbitterter und oft tödlicher Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern. Dieses Buch ist der Bericht einer Fußreise durch alle Fronten und durch alle Zeiten: Es erzählt von der Geschichte, der Politik und den Menschen, von den Teufelskreisen der Gewalt wie den Zeichen der Hoffnung. Wohl in kaum einer anderen Gegend der Erde ballen sich historische Verwicklungen und menschliche Schicksale dichter als hier: im heiligen Land zwischen Mittelmeerküste und Jordan. Hans-Joachim Löwer, als langjähriger Auslandskorrespondent und als Betreuer von Selbsthilfeprojekten, mit menschlichem Elend vertraut, hat sich aufgemacht, die sensible Realität dieser Region im Nahen Osten persönlich zu erfahren. Mit konservativen katholischen Pilgern befährt er den See Genezareth, besucht die von israelischen Truppen umgebene Stadt Nablus, fährt mit einem israelischen Offizier den neu errichteten Grenzzaun zum Westjordanland entlang, wandert durch die Schlucht des Wadi Kelt hinunter nach Jericho, trinkt Tee mit Beduinen, Hirten und Bauern, besucht uralte Orte wie das Georgskloster und heilige Stätten wie das Josefsgrab, spricht mit den Hinterbliebenen von Selbstmordattentätern und mit israelischen Soldaten. Unvoreingenommen und mit nicht nachlassender Neugier nähert sich Löwer dem Land, de n Menschen auf beiden Seiten und ihren Geschichten. Er urteilt nicht, er berichtet über das Erfahrene; aber er folgt seinem Gefühl, wenn ihm etwas merkwürdig vorkommt und er etwas genauer wissen will. Er verfügt über historisches und politisches Hintergrundwissen, macht es aber nicht zum Maßstab. So entsteht aus vielen Facetten das schillernde und eindringliche Bild eines reichen und doch so gequälten Landes. Eine glänzend geschriebene Reportage. Nach diesem Buch werden Sie die Nachrichten mit anderen Augen sehen!

Über den Autor

Hans-Joachim Löwer, geboren 1948, war 16 Jahre Auslandsreporter des "Stern". In den neunziger Jahren leitete er zahlreiche Selbsthilfe-Projekte in Mexiko, Guatemala, Peru, Kolumbien, Brasilien und Südafrika, schrieb Bücher und Reiseführer. Seit 1999 arbeitet er für "National Geographic".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
An der Seite des Autors sowohl durch die Hochebenen Israels als auch durch die Abgründe menschlichen Denkens zu wandern, ist interessant und bedrückend zugleich.
Hans-Joachim Löwer meistert diesen schwierigen Weg mit einer sprachlichen Leichtigkeit, die den Leser die Schwere der Thematik fast vergessen lässt. Einzig diese Schwere macht es unmöglich, das Buch mit Freude zu lesen.
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Abenteuer für Arme 25. Dezember 2010
Von K_B
Eines vorweg, schlecht ist das Buch nicht. Aber wirklich gut eben auch nicht. Man muss Löw zu Gute halten, dass er ohne Vorkenntnisse versucht hat, ein Buch über eine komplexe Region zu schreiben. Und genau das ist es eben auch: Beschreibung seiner Erlebnisse, ohne Wertung, manchmal etwas naiv, aber unvoreingenommen. Schwierig ist allerdings, dass der Autor das Geschehen nicht einordnen kann. Dadurch hat man zwar nicht den Eindruck der Autor wolle den Leser politisch in eine Richtung drängen, vieles was passiert bleibt aber ohne Hintergrund und dadurch nur schwer verständlich für den Leser, der sich nicht auskennt. Und das Beschriebene ist oberflächlich und geht wenig über das hinaus, was man in der Zeitung lesen konnte. Dies ist ein weiterer Negativpunkt. Das Buch ist von 2004, dem Ende der zweiten Intifada. Die sich schnell ändernde Lage vor Ort hat heute nur noch wenig mit der Situation damals zu tun.

Bedenklich ist, dass Löw der alten Falle verfällt und versucht das Wesen des Konfliktes als hauptsächlich religiös zu beschreiben. Dadurch verpasst er wesentliche Aspekte wie Wirtschaft, Ressourcen u.a. Es gibt eben keinen direkten Erklärungsstrang von biblischen Zeiten bis heute, wie das gerne radikale Juden und Muslime deklarieren.

Nur einmal bezieht der Autor dann doch Position, als er den Mufti von Jerusalem interviewt. Selbstgerecht verfällt er in die Rolle des Lehrmeisters, der dem Mann, der fürwahr kein Radikaler war, erklären möchte, wie er seine Religion zu verstehen habe und wie wundervoll dies in Europa gelöst wäre. Der Mufti hingegen argumentiert gar nicht in archaischen Begriffen, sondern mit internationalem Recht und Menschenrechten. Der Autor versteht dies leider nicht und enthüllt damit sein geringes Verständnis des Rahmens, in dem er sich bewegt.

Was zu guter Letzt mir dann doch wirklich negativ auffiel - neben einigen falsch beschrifteten Bildern, die ganz andere Orte zeigten, als beschrieben - ist das Kokettieren des Autors mit seinem "Abenteuer". Nichts von dem, was Löw tut war wirklich gefährlich und das muss ihm während seiner Reise auch aufgefallen sein. Und v.a. war es nicht außergewöhnlich in Palästina und Israel in denen hunderte von Ausländern jeden Tag sich auf ähnlichen Pfaden bewegen. Und doch kokettiert Löw immer wieder mit der scheinbaren Gefahr und der angeblichen Ungewöhnlichkeit seines Abenteuers. Das nervt und hat nichts mit der Realität vor Ort zu tun.

Fazit: Wer mal in zwei Stunden ein bißchen was unideologisches zum Einstieg ins Thema lesen will, liegt hier richtig. Wer eine fachliche und kontextualisierte Beschreibung der Situation vor Ort erwartet, sollte zB zur Biographie von Sari Nussaibah greifen.
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zu wenig von allem 15. April 2009
das Buch ist auf keinen Fall schlecht oder ohne Charme.
Der sehr informierte und für Zwischentöne seiner Gegenüber empfängliche Autor läuft zu Fuss und das kreuz und quer über Grenzen zwischen dem Westjordanland und Israel - aber leider bleibt er nur in Andeutungen und formuliert seine Gedanken nicht aus.
Ich hätte mir mehr gewünscht - mehr von allem. Mehr Meinung, mehr Informationen und mehr Erlebnisse!
Das Buch ist interessant für Leser die Israel und die Geschehnisse kennen, ungeeignet für Leser die eine Reise (oder einen Fussmarsch) durch Israel planen
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