Der zweite Band der Reihe um die Heilerin von Canterbury beginnt mit der Schlacht von Barnet, in der Richard Neville alias Warwick der Königsmacher, fällt und geschlagen wird, nachdem er sich mit der Weißen Rose entzweit hat (und nicht so sehr der Roten Rose zugewandt hat als vielmehr sein eigenes Süppchen kochen will. Shakespeare weiß mehr darüber...) Vor seinem Tod vertraut er ein Amulett seiner Leibgarde an, das einen Saphir von außergewöhnlicher Schönheit enthält: das Auge Gottes. Kurz darauf verlieren sich die Spuren der Leibgarde: Reginald Moresby wird tot in einem Straßengraben gefunden, vier andere sind spurlos verschwunden, Brandon, der persönliche Knappe Warwicks, wurde bei Canterbury gefangen genommen, bevor er einige Wochen später in der dortigen Burg am Fieber stirbt. Das Auge Gottes bleibt verschwunden.
König Edward hat ein eigenes Interesse daran, das verschwundene Amulett wiederzufinden, und so schickt er bzw. sein Bruder Richard von Gloucester, der spätere Richard III. Kathryn Swinbrooke und Colum Murthagh wieder auf die Suche: sie finden: viele Tote, einen toten Mörder und (ganz am Rande, man muß es wissen, um es zu bemerken) einen Grund, warum der König und seine Brüder anfangen, einander langsam zu beseitigen.
Einige Einzelheiten sind ganz schön grausig, aber auch das ist trotz der Kürze ein rundum gelungenes Buch!