Zunächst einmal hat mich das sehr schöne Cover des Buchs angesprochen, farblich und vom Foto her einfach superästhetisch! Das sehr unterhaltsam geschriebene, gut gegliederte und flüssig übersetzte Buch selbst ist sehr interessant. Die Autorin erzählt von ihrer Lebensgeschichte und dem langen Weg, bis sie den Mut fand und es auch in ihr Leben passte, ihre Fähigkeit zum Heilen und zur Telepathie wirklich zu leben. Spannend, wie der Weg und die Ausbildung einer Heilerin in England verläuft! Sie erklärt, was es bedeutet, zu heilen, wozu Heilung gut ist und wie man Menschen in die Heilbehandlung einbeziehen kann. Auch, wie man sein Pferd selbst behandeln kann, wird gut erklärt, und einem so dringlich ans Herz gelegt, dass man wirklich gleich damit loslegt - ich jedenfalls. Die Autorin arbeitet mit Telepathie und Chakraheilung, was sie ebenfalls ausführlich beschreibt. Viele anrührende Fallgeschichten unterstreichen die einzelnen Gesichtspunkte des Heilens.
Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die wissenschaftlichen Erklärungen am Anfang. Auch wenn ich einzelne Untersuchungen ganz interessant fand, verlieren die Erklärungen an Glaubwürdigkeit, wenn sie nicht richtig und mit Quellenangabe zitiert werden. Sowieso haben sie für mich immer einen leicht defensiven Beigeschmack, was mich stört. Insgesamt hat das Buch einen Nachklang von " Durch Heilung ist alles möglich". Natürlich ist jeder überzeugt von seiner Arbeit, und so soll es auch sein. Eine etwas kritischere Auseinandersetzung mit den Grenzen von Heilbehandlungen hätte ich mir dennoch gewünscht. Dazu gehört meiner Meinung nach auch eine humorvolle Schreibweise samt der Bereitschaft, über sich selbst zu lachen - die dadurch entstehende Leichtigkeit finde ich angenehm, habe sie aber ebenfalls vermisst. Trotzdem habe ich das Buch mit Gewinn gelesen und empfehle es auf alle Fälle weiter.