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Produktinformation
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Ein düsteres Szenario, das nicht ganz unberechtigt ist -- man denke an den Lipobay-Skandal oder den Widerstand der Ärztekammern gegen die Gesundheitsreform von Ministerin Ulla Schmidt. Trotzdem wirkt Heilen verboten, töten erlaubt in vielen Punkten maßlos übertrieben: Die Abrechnungsbetrügereien niedergelassener Ärzte anzuprangen, dagegen ist nichts einzuwenden. Doch zu behaupten, das einzige Ziel der Ärztekammern bestehe darin, die gesetzliche Krankenversicherung zu zerschlagen, ist zu viel des Guten.
Dass es heute mehr Herzinfarkte als vor 25 Jahren gibt -- so ein weiteres Beispiel aus Blüchels Medizinerschelte --, ist in Wirklichkeit kaum den Ärzten anzulasten. Und wenn die deutsche Medizin am Ende auch noch der geistigen Urheberschaft des Holocausts bezichtigt wird, versteigt sich Blüchel -- bei aller berechtigten Kritik an der Vergangenheitsbewältigung der Bundesärztekammer -- endgültig ins Absurde.
Wirklich Neues erfährt der Leser wenig: Blüchel hat für sein Buch kaum selber recherchiert. Der Großteil seines Materials ist medizinkritischen Standardwerken wie Ivan Illichs Die Nemesis der Medizin entnommen oder Artikeln aus Der Spiegel, SZ und dem Deutschen Ärzteblatt. Das Ergebnis ist ein scharfzüngiges Pamphlet. Zu einem Günter Wallraff des Medizinjournalismus ist es bei Blüchel allerdings noch weit. --Bernhard Wörrle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Leider vermisse ich beim Autor die Einsicht, dass nicht nur wegen der Unübertragbarkeit auf den Menschen, sondern auch der ethisch moralischen Verpflichtung wegen, die jährlich hundertmillionenfachen grauenhaften Tiermorde zu verurteilen sind.
Ebenso hat der Autor, wie die meisten Ärzte, nicht erkannt, dass Medikamente niemals zu einer ursächlichen Gesundung führen können, sondern immer nur symptomatisch eingesetzt werden.
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