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Heile Welt [Gebundene Ausgabe]

Walter Kempowski
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 478 Seiten
  • Verlag: Knaus; Auflage: 1. Auflage. (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813500519
  • ISBN-13: 978-3813500516
  • Größe und/oder Gewicht: 21,9 x 14,7 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 521.515 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Walter Kempowski
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Anfang der sechziger Jahre tritt ein nicht mehr ganz junger Mann in einem kleinen Heidedorf seine erste Lehrerstelle an. Zunächst glaubt er, dort eine ländliche Idylle vorgefunden zu haben, aber der Schein trügt. Die heile Welt ist alles andere als heil. Kaum einer der Landbewohner - auch nicht der gefürchtete Schulrat - hat eine ganz reine Weste, und der berühmte Maler - ein Naziopfer, wie erzählt wird - ist bei näherer Betrachtung alles andere als ein antifaschistischer Held. Doch all dies wird fein säuberlich unter der Decke gehalten. Der Neuankömmling versucht, sich in dieser Welt zu etablieren. Es ist dies bereits sein dritter Versuch, eine bürgerliche Existenz zu gründen...Ein Roman voller Komik und Doppelbödigkeit Ankunft auf dem Lande: Ein nicht mehr ganz junger Mann tritt in einem idyllischen Heidedorf seine erste Lehrerstelle an. Das Landleben verläuft im gemächlichen Takt der frühen sechziger Jahre, die idyllischen Impressionen, die der Lehrer empfängt, erweisen sich aber zunehmend als trügerisch. Unter der Oberfläche ist vieles anders, als es scheint. Kaum einer der Landbewohner (auch nicht der gefürchtete Schulrat) hat eine ganz reine Weste, und der berühmte Maler - ein Naziopfer, wie erzählt wird - ist bei nüchterner Betrachtung alles andere als ein antifaschistischer Held. Die kleinen Skandale und Verfehlungen werden fein säuberlich unter der Decke gehalten. Die heile Welt ist alles andere als heil. Der Neuankömmling, ein später Nachfahre des Eichendorffschen Taugenichts, versucht sich in dieser Welt zu etablieren. Er bleibt aber im dörflichen Mikrokosmos ein Außenseiter, ein Kauz, der seine Zeit ein wenig ziellos zwischen den täglichen Pflichten, der Jagd nach minderen Antiquitäten und kleinen amourösen Abenteuern zubringt. Dabei käme es für ihn jetzt wirklich darauf an: Es ist bereits sein dritter Anlauf, eine bürgerliche Existenz zu gründen ... Walter Kempowski gelingt es, die Atmosphäre einer vergangenen Zeit zu beleben. Aus einer Fülle präzise beobachteter Einzelheiten setzt sich das gestochen scharfe Bild einer scheinbar behüteten, altmodischen Welt zusammen, deren Ausverkauf durch die Moderne allerdings bereits begonnen hat: Der Roman gewinnt eine gleichnishafte Qualität. Kempowskis Sinn für das Alltäglich-Skurrile und die unwiderstehliche Komik, mit der er die Abenteuer seines Helden zur Sprache bringt, machen das Buch zu einem unvergeßlichen Leseerlebnis. "Alles aufschreiben - das wäre auch noch eine Möglichkeit, dachte Matthias. Aber womit fängt man an? Und: Was gibt es denn hier aufzuschreiben?"

Klappentext

Ein kleines Heidedorf in den 60er Jahren: Matthias Jänicke, Lehrer und nicht mehr ganz jung, tritt seine erste Stelle an. Das gemächliche Landleben behagt ihm durchaus, doch die idyllischen Impressionen erweisen sich zunehmend als trügerisch. Schon bald muß er erkennen, daß fast jeder Dorfbewohner etwas zu verbergen hat. Mißgunst und kleine Skandale sind an der Tagesordnung, werden jedoch fein säuberlich unter der Decke gehalten. Der Neuankömmling versucht sich in dieser Welt zu etablieren, doch er bleibt ein Außenseiter im dörflichen Mikrokosmos; ein Kauz, der seine Zeit zwischen Schulunterricht, der Jagd nach Antiquitäten und kleinen amourösen Abenteuern zubringt. Dabei käme es für ihn jetzt wirklich darauf an: Es ist bereits sein dritter Versuch, eine bürgerliche Existenz zu gründen... »Kempowskis bisher wohl schönstes, traurigstes Buch.« Süddeutsche Zeitung »Kempowski ist auf der Höhe seiner Möglichkeiten... Er erzählt mit jener List und Tücke, die im trügerischen Idyll das Bodenlose ahnen läßt.« Klaus Modick, Die Woche -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die reine Idylle 24. Juni 2005
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Wie alle Romane Walter Kempowskis ist auch dieses Buch zum einem guten Teil autobiographisch. In diesem Werk beschreibt er seine Zeit als Dorfschullehrer in der norddeutschen Tiefebene. Wer hier lebt und selber noch in eine solche Schule gegangen ist, wo verschiedene Jahrgänge in einer Klasse zusammengefasst waren, wird diesem Buch besonders nostalgisch anhängen.

Selten ist das Landleben Norddeutschlands in den frühen 60er Jahren mit seinen wortkargen aber durchaus nicht unpfiffigen Charakteren so "heimelig" beschrieben worden. Und selbstredend ist die heile Welt alles andere als dies.

Auch in diesem Buch bleibt Kempowskis Protagonist Matthias Jänicke - "ohne h, aber mit ck" (wieder einmal spielt Kempowski mit dem Namen seiner Figuren, denn dieser Dorfschullehrer ist wirklich zum "Jähnen") stets ein Außenseiter und Eigenbrödler, der die Zeit mit völlig unaufregenden Tätigkeiten und etwas verklemmt wirkenden Annäherungsversuchen an das andere Geschlecht verbringt.

Es ist natürlich nicht erstaunlich angesichts Kempowskis bekannter Sammlerleidenschaft, dass er auch dieses Mal nicht nur (Kegelkugeln) sammelt, sondern stets auch ein präziser Beobachter der scheinbar heilen Welt ist.

Und ähnlich wie Siegfried Lenz (dessen Werk dem Kempowskis in diesem Buch am nächsten kommt) beschreibt Kempowski den Ausverkauf der behüteten ländlichen Welt und den beginnenden Siegeszug der Moderne.

Ein herrlich langsames Buch mit viel Humor.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
An der Oberfläche ist dieses Werk extrem amüsant - jeder, der aus einem kleine Dorf kommt, wird die Gesellschaftsstruktur in den dargestellten Charakteren wiederfinden. Aber in Nebensätzen und kleinen Exkursen übt Kempowski auch Kritik - vor allem am Verhalten während der NS-Zeit in Deutschland. Dieses Buch ist sehr gut zu lesen, in kleine Absätze unterteilt (oft 3 Absätze pro Seite) und man hat immer wieder etwas zu lachen - etwa wenn die Dörfer der Gemeinde die Bundesjugendspiele ausrichten.

Mittendrin der etwas unbeholfene Lehrer Jänicke (ohne h, aber mit ck, wie auf jeder zweiten Seite erwähnt wird), dessen Vergangenheit im Dunkeln gelassen wird, jedenfalls ist diese Anstellung als Dorfschullehrer bereits sein dritter Lebensstart ... er versucht, sich im Dorf zu integrieren und vor allem seine Unterrichtsart ist sehr überzeugend dargestellt !
Für alle, die am hintergründigen Schmunzeln interessiert sind !

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein amüsantes Werk 18. September 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Innerhalb kürzester Zeit gelang es mir, dieses grandiose Buch Kempowskis zwei Mal zu lesen.
Der Autor beschreibt in seinem Roman die Ängste und Gefühle die auch ein heutiger Lehramtsanwärter hat, detailgetreu und humorvoll. Mir persönlich war somit das Buch auch eine Art Lebenshilfe, da ich ebenfalls, genau wie der Protagonist in "Heile Welt", in der Lüneburger Heide ein Lehramtstelle angetreten habe. Insofern sprach mir dieses Werk aus dem Herzen. Doch auch für Nicht-Lehrer sehr unterhaltend; manch ein älterer Leser mag sich in seine Jugend Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück versetzt fühlen.
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