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Heil Hitler, das Schwein ist tot!: Lachen unter Hitler - Komik und Humor im Dritten Reich [Gebundene Ausgabe]

Rudolph Herzog
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

31. März 2007
Das erste umfassende Buch über Komik und Humor im Dritten Reich

Natürlich wurde im Dritten Reich gelacht, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise. Vom diffamierenden Witz der Nazis über die eher harmlosen Flüsterwitze bis zum bitteren Spott der Verfolgten: Rudolph Herzog beleuchtet alle Bereiche. Seine Analyse des Humors im Nationalsozialismus gibt einen tiefen Einblick in die wahren Befindlichkeiten der sogenannten Volksgemeinschaft.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 266 Seiten
  • Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: Aufl. 2007 (31. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821807733
  • ISBN-13: 978-3821807737
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 433.145 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Rudolph Herzog legt mit 'Heil Hitler, das Schwein ist tot!' eine ebenso unterhaltsame wie erschreckende Studie über Komik und Humor im Dritten Reich vor." (Welt am Sonntag)

"Das Buch bietet einen guten Überblick darüber, welche Bedeutung Witz und Humor im Dritten Reich hatten. [...] Neues bietet das Buch in seiner Gesamtschau über die verschiedenen Genres, in denen Komik und Humor eine Rolle spielen." (Hamburger Abendblatt)

"Der Filmemacher Rudolph Herzog hat jetzt das erste umfassende Buch über Komik und Humor im Dritten Reich vorgelegt. [...] Der Autor versammelt alle Manifestationen des Humorts - Witz, Zeitungskarikatur, Kabarett, Variété, Unterhaltungsfilm, Schlager und Musical. Auch sonst ist sein Überblick vollständig [...]." (Süddeutsche Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Klappentext

"Rudolph Herzog legt mit 'Heil Hitler, das Schwein ist tot!' eine ebenso unterhaltsame wie erschreckende Studie über Komik und Humor im Dritten Reich vor."
Welt am Sonntag

"Das Buch bietet einen guten Überblick darüber, welche Bedeutung Witz und Humor im Dritten Reich hatten. [...] Neues bietet das Buch in seiner Gesamtschau über die verschiedenen Genres, in denen Komik und Humor eine Rolle spielen."
Hamburger Abendblatt

"Der Filmemacher Rudolph Herzog hat jetzt das erste umfassende Buch über Komik und Humor im Dritten Reich vorgelegt. [...] Der Autor versammelt alle Manifestationen des Humorts - Witz, Zeitungskarikatur, Kabarett, Variété, Unterhaltungsfilm, Schlager und Musical. Auch sonst ist sein Überblick vollständig [...]."
Süddeutsche Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

4.1 von 5 Sternen
4.1 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie das Volk die Hitler-Zeit wirklich sah 30. Oktober 2007
Von Sunblade
Format:Gebundene Ausgabe
Das vorliegende Werk von Rudolph Herzog beschäftigt sich mit dem Thema "Witze erzählen" und Kabarett, also im weitesten Sinne mit dem Thema Humor im Dritten Reich. In der Einleitung wird zunächst die Funktion von Witzen erläutert und was sie uns heute über die damalige Zeit verraten. Dabei kommt auch im Laufe der Lektüre des Buches heraus, dass bestimmte Dinge im Volk ganz anders gesehen wurden, als es weithin in vielen Geschichtsbüchern, Dokumentationen o.ä. dargestellt wird. Um ein Beispiel zu nennen: Hitler wurde gegen Ende des Krieges in Teilen des Volkes nicht mehr als ein unbesiegbarer "Übermensch" gesehen, sondern schlicht und einfach als "Schwein" (wie der Titel des Buches schon verrät), der die Hauptschuld am Kriege trägt. Dieses Buch ist also keine einfache Sammlung von Witzen aus jener Zeit, sondern sie sind in einen erklärenden, informativen Fliestext eingebaut.

Man wird allerdings nicht sofort in das Thema hineingeworfen. Nach besagter Einleitung gibt der Autor zunächst einen Überblick über den politischen Humor von der Antike bis zur Weimarer Republik. Im Anschluss wird die Phase der Machtergreifung näher beleuchtet. Herzog gelingt es dabei den Leser in jene Zeit aus Sicht des Volkes, d.h. des einfachen Mannes, zu versetzen. Deutlich wird, dass die neuen Machthaber nicht nur "kritisch" belächelt wurden, sondern auch, dass man ihnen noch offen misstraute (was die Witze in Bezug auf den Reichstagsbrand zeigen). Die Witze aus jener Zeit beantworten zudem eine oft, vor allem von der jüngeren Generation, gestellte Frage. "Wie viel wusste man vom Terror des NS-Regimes, von den Konzentrationslagern, im Volk?" Hätte man nichts gewusst, so wäre davon auch nichts in den "Flüsterwitzen" erzählt worden, so die simple, aber logische Antwort.

Doch werden hier nicht nur die politischen Flüsterwitze behandelt, sondern auch das Leben bekannter Persönlichkeiten des Kabarett-Theaters, wie Kurt Gerron, Karl Valentin oder Werner Finck. Besonderes Gewicht wird auch auf die Darstellung ihrer Leidenswege gelegt, die oft im KZ endeten.
Daneben bleibt aber auch der Film nicht unerwähnt, der ja von der nationalsozialistischen Seite bewusst heiter gehalten wurde um die Menschen mit versteckter Propaganda zu indoktrinieren und sie später vom Kriegsalltag abzulenken. Insgesamt ist der "Propagandakrieg" ausführlich behandelt, sowohl von alliierter (z.B. Chaplins "Der große Diktator"), wie von nationalsozialistischer Seite aus. Hier geht es dem Autor R. Herzog auch darum, die Frage zu beantworten, ob es gefährlich war, Witze über Hitler und die NS-Führungsriege zu erzählen. Diese beantwortet er schon zu Beginn des Buches mit einem klaren Nein und grenzt sich damit von der vor allem in der Nachkriegszeit vielfach aufgestellten Behauptung ab, das Erzählen derartiger Witze sei mitunter "tödlich" gewesen. Dennoch nennt er einige der wenigen Ausnahmen bei denen Todesurteile verhängt wurden, besonders nach der Kriegswende (also spätestens seit Stalingrad). Diese dienten allerdings mehr dazu einen Vorwand zu haben um missliebige, oft geistliche, Personen zu liquidieren.

Schließlich widmet sich Herzog noch dem schwierigen Thema des "jüdischen Witzes", der einem sehr drastisch die Lage der Juden vor Augen führt. Denn jene oft sehr makaberen Witze wurden von Juden selbst im KZ erzählt, um der Situation, in der sie steckten, etwas den Schrecken zu nehmen.
Den Abschluss bildet eine Betrachtung der Zeit nach 1945 bis heute, in der berühmte Filme und Comics über Hitler und das NS-Regime unter die Lupe genommen werden (u.a. auch R. Benignis "Das Leben ist schön"). Die Ausgangsfrage ob man über Hitler lachen darf wird mit Ja und dem stimmigen Argument beantwortet, dass man ihn dadurch jeglicher Dämonisierung beraubt und letztlich seine Banalität darunter zum Vorschein kommt.

Der Schreibstil des Buches ist sehr verständlich gehalten, es liest sich sehr flüssig. Historische Hintergrundinfos liefert R. Herzog ohne dabei die Dinge unnötig zu verkomplizieren. Hierbei sind ihm nur zwei kleine Fehler unterlaufen: Die Gebrüder Sass waren nicht die Anführer einer berüchtigten Verbrecherbande, sondern die beiden selbst bildeten das berühmt-berüchtigte Verbrecher-Duo. Auch ist Georg Elser kein Münchner, er zog nur nach München um sein Bombenattentat auf Hitler vorzubereiten und durchzuführen. Was auch in einigen Vorrezensionen Anklang fand war der "moralische Zeigefinger". Dazu kann ich nur sagen, dass Herzog es damit eigentlich nicht übertreibt. Sicherlich wirken Begriffe wie "dämonisch" oder "teuflisch" manchmal etwas überzogen, doch kann ich seine Intention prinzipiell verstehen, deutlich zu machen auf welcher Seite er steht - wahrscheinlich wollte er es tunlichst vermeiden, dass ihm vorgeworfen wird, er bagatellisiere den NS und den Holocaust (gerade durch die Judenwitze). Allzu sehr stört das aber nicht, da jene Begriffe sowieso nur an einigen Stellen auftauchen. Erwähnen sollte man im Übrigen noch, dass Herzog mit Zeitzeugen gesprochen hat, die seine Arbeit sicher bereichert haben.

Insgesamt also eine sehr schöne Darstellung zum Thema Humor im Dritten Reich. Das einzige was mir fehlt ist eine Betrachtung zu den Witzen, die man sich heute von Hitler und dem Dritten Reich erzählt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ... 14. Dezember 2011
Von Frank S.
Format:Taschenbuch
wirklich "amüsante" stories über den witz im 3. reich. (das thema ist ernst genug!)
teilweise sehr lustige witze über den "gröfaz"
z.b.: nazi-deutschland. ein schweizer besucht einen jüdischen freund: "wie kommst du dir vor unter den nazis?"
"wie ein bandwurm; ich schlängle mich tag für tag durch die braunen massen und warte, dass ich abgeführt werde." ^^

sagt genug oder?!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Na, Suchst Du Auch Pöstchen? 28. März 2009
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Na, Suchst Du Auch Pöstchen?" Die Anfangsbuchstaben dieses Satzes stehen für die damalige Partei und kennzeichnen eine beginnende Haben-Wollen-Mentalität der Deutschen, als es aufwärts geht - am besten und schnellsten in der NSDAP.

"Kommen Sie mit? Oder muß ich mitkommen?'" fragte der Kabarettist Werner Finck die Gestapo-Beamten, die sich in seinen Programmen Notizen machten. Er hat das Kunststück fertig gebracht, aus einem KZ freizukommen und wieder als Kabarettist tätig zu werden. Die Unterstützung von Göring im Rücken, dachte er dann wohl, unangreifbar zu sein und spottete weiter (versteckter) über die Nazis. Z.B. in einem Sketch so feinsinnig: Eine Frau fragt nach der Zeit, er antwortet: "Mir ist es verboten, über die Zeit zu sprechen." Aber Goebbels ließ nicht locker und wollte ihn wieder einsperren. Einem Tipp hin entkam er Goebbels, indem er sich an die Front meldete und sogar den Russlandfeldzug überlebte.

Dieses Buch ist ein Glücksfall: hervorragend recherchiert, mit einer Reihe mir neuer Informationen, die die Geschichte des Hitler-Deutschland mit dem Ventil des Humors beleuchten. Das Lachen bleibt einem meist im Hals stecken und doch ist der Witz eine Möglichkeit, das Grauen zu fassen und es zu verstehen. Mehr Menschen als man gemeinhin glaubte haben vieles geahnt, aber der Machübernahmepparat der Nazis war schnell, direkt und brutal. Dabei wurde der Humor mit Stumpf und Stiel ausgerottet und linientreu verpeinlicht.

Besonders zum Ende hin wurde die spöttisch-witzige Wehrkraftzersetzung in Urteilen von Freisler direkt in die Todesstrafe umgesetzt. Ein besonders aktiver Schreiber war damals Werner Höfer (der ehemalige Frühschoppen Moderator), der Todesurteile gegen Wehrkraftzersetzer stramm als mutige und richtige Tat emporschrieb.

Ein wichtiges Kapitel wird der Filmindustrie gewidmet, die von Goebbels als mitentscheidende Massenpropaganda eingesetzt bzw. gesteuert wurde. Die Geschichte des Chaplin Filmes "Der Große Diktator" wird ebenso erzählt wie die Aktivitäten des Heinz Rühmann und weiteren Größen des damaligen Filmes. Besonders makaber ein Film im KZ Theresienstadt, der die dortigen, "paradiesischen" Zustände zeigen sollte. Auch im Nachkriegsdeutschland konnte man lange nicht über Hitler lachen und eigentlich haben wir alle ein Problem bzw. können nicht über diese unselige deutsche Zeit reden.

Ein wirklich aufwühlendes Buch, in dem auch die Position der Schweiz umschrieben wird als Oszillation zwischen diplomatischer Zurückhaltung und nackter Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid von Flüchtlingen. Und doch wurde das Cornichon in Zürich zum Anlaufpunkt für die versprengten deutschen Kabarettisten. Auch die Ribbentropschen Protestnoten konnten nicht verhindern, dass dort Hohn und Spott über Nazideutschland ausgegossen wurde: "In Nazedonien, Nazedoninen, wo die Urarier wohnen, dort im Rauch der tausend Jähren, Und der rassereinen Pärchen, wacht ein Lenker, groß und stark, über Butter, Blut und Quark..."

Hier noch einige weitere Beispiele:
In jedem Hitlerjungen steckt ein SA-Mann. (Anspielung auf Röhm's Homosexualität)
Gott erhalte den Hitler, Gott erhalte den Göring, den Röhm hat er ja schon erhalten.
Wie geht es dir (einem jüdischen Anwalt)? Ich kann nicht klagen!
Lieber Gott, mach mich blind, dass ich Goebbels arisch find.

Unbedingt lesen!
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5.0 von 5 Sternen Heil Hitler, das Schwein ist tot.
Habe lange nach einem Geschenk gesucht und dann gefunden, es ist total gut angekommen. Einmalige Sammlung, mein Geschenk ist sehr gut angkommen.
Vor 2 Monaten von Angelika Sommerfeldt veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Aber jeder nur einen winzigen Witz
Ein interessantes Thema, aber leider nicht besonders gut umgesetzt. Ich fand die Gliederung sehr unklar, was nicht nur zu Wiederholungen führte, sondern auch zum... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2010 von buecheroeli
5.0 von 5 Sternen Was gibt's für neue Witze? - 3 Monate Dachau!
Diesen Witz hörte man öfters in der damaligen Zeit - aber der Autor stellt fest, dass Witze erzählen durchaus nicht gefährlich war und auch geduldet wurde - nur... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. September 2010 von dieleseratz
5.0 von 5 Sternen für die Schule
Sehr schön und reichhaltig geschriebenes Buch zum Thema Humor im Dritten Reich. Besonders gut gelungen ist die Einordnung in den Kontext und die Betrachtung des politischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. März 2009 von A. Glueck
4.0 von 5 Sternen Lehrreich und humorvoll
Sicher kann man hier kein Geschichtsbuch erwarten - und erst recht kein Witzbuch. Dennoch reichen die Hintergrundinformationen, wie ich finde, absolut aus, um auch den thematisch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Mai 2007 von Schäng1953
4.0 von 5 Sternen Süß-bittere Leseerfahrung
Worauf ich mit meinem Titel ansprechen möchte, will ich gerne erklären:

Dieses Buch ist keine reine Ansammlung an Witzen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2006 von Johanna Gassner
1.0 von 5 Sternen Naiv und oberflächlich - willkommen im neuen Diskurs
Dieses Buch lässt sich in zehn Minuten lesen. Und beiseite legen. Das kann ja für den unbeleckten Leser ein Vorzug sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2006 von Thomas Jung
5.0 von 5 Sternen Souveräne Gratwanderung
Roberto Benigni, ein Jahrgänger von mir, schaffte mit La Vita e Bella ein kleines Wunder. Eine Komödie mit dem Thema Holocaust. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2006 von Fuchs Werner Dr
5.0 von 5 Sternen erfrischend neue Sicht
Ich hätte nie gedacht, dass Deutsche Humor haben, dieses Buch hat mir das Gegenteil bewiesen. Spannend war's auch, vor allem wenn es um die Konsequenzen der Witze in der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2006 von Lawrence Forster
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