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Heidnisches Europa: Geschichte, Kult & Wiederbelebung. Übersetzung der 3. Aufl.: Kaminski, Monika
 
 
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Heidnisches Europa: Geschichte, Kult & Wiederbelebung. Übersetzung der 3. Aufl.: Kaminski, Monika [Taschenbuch]

Nigel Pennick , Prudence Jones , Frances Hoffmann , Corinna Moschner
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Arun-Verlag; Auflage: 3., Auflage. (28. Juli 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935581238
  • ISBN-13: 978-3935581233
  • Originaltitel: A history of Pagan Europe
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 14,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 352.993 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Dieses Buch wird nicht nur ein Standardwerk der heidnischen Literatur werden, sondern es wird sicher zu einer erneuten Diskussion über altes und neues Heidentum beitragen. (...)" Pagan Voice. Jones und Pennick beschreiben nicht nur die heidnischen Traditionen, Mythen und Glaubensvorstellungen der Griechen, Römer, Kelten und Germanen, sondern wagen sich erstmalig auch weit nach Osten: auf den Balkan, ins Baltikum und zu den Russen.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch bietet einen Überblick über heidnische Kulte im Europa von der Zeit des klassischen Altertums bis heute, wobei der Schwerpunkt auf der Beschreibung regionaler heidnischer Kulte bis zur Christianisierung (mit z. T. Übernahme von Ritualen durch das Christentum) liegt.

Der Text ist hauptsächlich eine Aneinanderreihung von Fakten, eine durchgehende Linie oder auch nur den Versuch, diesen Gedanken z. B. durch Erwähnung von Gemeinsamkeiten zwischen räumlich verschiedenen Kulten statt der Konzentration auf Unterschiede zuzulassen, konnte ich nicht entdecken. Die Sicht der Autoren ist, was bei diesem Thema überrascht, spürbar linksintellektuell-"politisch korrekt" gefärbt. Daher will keine rechte Identifikation der Autoren mit den beschriebenen Inhalten aufkommen, eine Begeisterung des Lesers erst recht nicht, was das Buch etwas trocken zu lesen macht und gelegentlich ein etwas flaues Gefühl in der Magengegend hinterläßt, weil man merkt, daß noch interessante Aspekte fehlen oder zu vereinfacht dargestellt wurden. Ich habe daher für das Buch mehrere Jahre gebraucht, weil ich es mehrfach zwischenzeitlich länger wieder weggelegt habe.

Die Übersetzung hat zumindest in der mir vorliegenden 1. Auflage kleinere Schwächen, z. B. wurden in den meisten Fällen Eigennamen sowie Titel von genannten Werken auf englisch angegeben, obwohl das Original ganz sicher nicht englisch war. Z. B. wird König Harald I. von Norwegen als Harald Fairhair, nicht Schönhaar, wie auf deutsch üblich, bezeichnet. Der Stil ist auch nicht überwältigend, wobei ich nicht beurteilen kann, inwiefern das vielleicht durch eine (zu?) enge Orientierung an der englischen Originalausgabe verursacht wurde. Die Rechtschreibung ist glücklicherweise "traditionell", nicht "rechtschreibdeformiert", allerdings mit dem einen oder anderen Patzer.

Was das Buch trotz der beschriebenen Schwächen wertvoll macht, ist seine Einzigartigkeit: In dieser Form der Zusammenstellung eines Gesamtüberblicks über Europa ist mir nichts vergleichbares bekannt.
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24 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Als Nicht-Heide ist meine Sicht auf dieses Buch vielleicht automatisch nicht ganz so positiv wie die derjenigen Leser, die sich zur entsprechenden Szene rechnen. Das macht deren Ansichten aber vermutlich nicht unvoreigenommener als meine.

Zunächst lässt sich allgemein sagen, dass die mehrfach beklagten Übersetzungs- und Rechtschreibfehler in der mir vorliegenden Auflage nicht mehr vorhanden sind.

Zum Inhalt: Das Buch bietet eine durchaus interessant zu lesende Übersicht über die Geschichte der heidnischen Religionen Europas. Man kann ohne Weiteres sagen, dass eine alternative Perspektive auf die bekannte Geschichte dieses Kontinentes zum Nachdenken anregt.

Negativ fallen jedoch mehrere Dinge auf.

Zum einen wirkt die Aneinanderreihung der Kulte häufig strukturlos und chaotisch. Wenn man nach getanem Lesen eine bestimmte Information im Buch sucht, muss man sich schon durch einige Kapitel wühlen, bis man die Stelle gefunden hat.

Zum anderen ist da das offensichtliche Bemühen der Autoren, eine Kontinuität des Heidentums aufzuzeigen, die so nicht existiert. Dass große Teile des heutigen Brauchtums heidnische Wurzeln hat, darüber braucht man nicht zu streiten, jedoch ist es ja nicht gerade so, als würde dieses noch heute bewusst wegen seinem heidnischen Bezug gepflegt.
Die Autoren machen auch den Fehler, so gut wie alles Nichtchristliche aus den letzten paar Jahrhunderten als logische Folge oder Wiederentdeckung des Heidentums anzusehen. Renaissance, Aufklärung usw. sind für die Autoren anscheinend alles heidnische Erfolge. Ich brauche hoffentlich nicht zu betonen, wie einseitig diese Ansicht ist.

Schließlich fällt mir noch die durchgängige, wenn auch stellenweise nur unterschwellige Verurteilung des Christentums auf. So richtig und angebracht der ein oder andere Kritikpunkt hierzu sein mag, die Autoren verlassen mit ihren Äußerungen oft genug jene Neutralität, die man von einem Historiker erwarten können sollte (erstaunlicherweise nicht beim Thema Hexenverbrennung, aber diese gute Form der Darstellung bleibt eine Einzelerscheinung).
Hier nur ein Beispiel: Christen, die in der römischen Antike nicht dem Kaiserlichen Kult opfern wollten, wurden hingerichtet. Die Autoren schreiben dazu, viele römische Beamte hätten "voller Verzweiflung" die Christen dazu aufgefordert, doch wenigstens das gesetzlich vorgeschriebene Mindestopfer zu bringen. Für die Autoren sind hier also die engstirnigen Christen im Unrecht, weil sie sich nicht in den toleranten römischen Staat einbinden lassen. Beim Lesen dieses Abschnittes habe ich mich schon gefragt, ob den Autoren klar ist, wer hier gerade von wem aus Intoleranz und Engstirnigkeit hingerichtet wird. Dieser erstaunlichen Verdrehung stehen auf der anderen Seite zahllose Berichte über christliche Untaten gegenüber, bei der kein solches Verständnis für die Täter gezeigt wird.

Vielleicht waren meine Erwartung, dass heidnische Autoren in ihrem Werk objektiv an die nichtheidnische Seite herangehen, ja übertrieben. Das Kapitel über den Nationalsozialismus ist jedoch der Gipfel. Die Autoren leugnen hierbei, dass die NS-Zeit heidnisch inspiriert gewesen sei, und schieben sie stattdessen in hohem Maß dem Christentum in die Schuhe. Man kann sicherlich nicht abstreiten, dass es Anhänger der Nazis auch unter (nicht nur lippenbekennenden) Christen gab, was auch nicht viel besser durch die Existenz ebenfalls christlicher Widerständler beider Konfessionen gemacht wird. Aber wiebitte, der Nationalsozialismus soll NICHT heidnisch inspiriert gewesen sein?? All die Runenzeichen der SS, die Sonnenwendfeiern, die Berufung auf das Germanentum waren dann wohl aus der Luft gegriffen? Während sonst eigentlich alles dem Heidentum zugerechnet wird, blenden die Autoren das Kapitel Nationalsozialismus komplett aus.
Ich empfehle in diesem Zusammenhang "Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus" - dort wird ein guter Teil des Fundamentes offengelegt, auf dem der Nationalsozialismus gedeihen konnte, und leider sind die Übergänge zum Heidentum da eher fließend.

Zusammenfassend: Bei diesem Werk wiegen die Nachteile die Vorteile mehr als auf. Wer dieses Buch dennoch lesen will, dem würde ich um seiner Objektivität willen wenigstens empfehlen, andere Werke parallel zu lesen, um sich eine etwas umfassendere Meinung bilden zu können - zum germanischen Heidentum zum Beispiel "Religion und Mythologie der Germanen" von Rudolf Simek, zu den Texten über Rom ab 1 n. Chr ein Handbuch zur Kirchengeschichte (z.B. die Reihe von Isnard Wilhelm Frank).

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3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich muss sagen, das ich das Buch nicht gekauft habe, sondern es mir wo anders geliehen habe, und da hab ich speziell aufgrund meines Interesses den Teil über den Balkan gelesen, und über die Slawen, und muss sagen, das zwar viel Wahres steht, aber auch sehr viel Quatsch, was von magelnder Recherche und Fachkenntnis zeugt.
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