Johanna Spyris "Heidi" ist ja legendär. Ich habe sowohl die Trickfilme gesehen, als auch verschiedene Kinderbuchversionen gelesen. Nun wollte ich endlich mal in den originalen Text reinlesen. Diese Ausgabe von "Heidi" enthält beide Teile: Heidis Lehr- und Wanderjahre und Heidi kann brauchen, was es gelernt hat. Dem Text merkt man die Übersetzung der 50er Jahre an, was das Vorlesen etwas erschwert und an manchen Stellen Erklärungen nötig macht. Dennoch war ich begeistert über diese Geschichte und habe sie ganz neu erlebt, da sie wesentlich eindrucksvoller ist, als in den Trickfilmen oder späteren Ausgaben zur Geltung kommt. Vor allem der Wandel des Alm-Öhi durch seine Heidi und wie es dazu kommt, haben mich sehr beeindruckt.
Ein kleines Manko sind die sehr wenigen aber vorhandenen Rechtschreibfehler. Der erste lässt sich bereits auf der Titelseite finden: Der Illustrator wird statt "Münger" "Münzer" geschrieben. Das trübt natürlich nicht den Lesespaß und soll auch nur als Randbemerkung gelten.
Positiv ist eine angehängte Erklärung der wichtigsten schweizerischen Begriffe im Text.
Fazit: Ein immer wieder lesenswertes Buch und wie Johanna Spyri es schreibt: "Geschichten für Kinder und solche, die Kinder lieb haben".