Bei dem Roman "Heiße Erde" von Patricia Shaw handelt es sich um eine leichte, aber spannende Lektüre für vielseitige interessierte Leser. Sowohl die Bereiche Geographie, Anthropologie, Politik, als auch Psychologie tragen zur Abwechslung bei. Für mich sehr interessant waren die Geographie und Anthropologie, da mir dadurch der ferne Kontinent Australien bekannt und sogar vertraut geworden ist. Auf ihrer Reise durch die neue Welt treffen die Eroberer auf Aborigines, deren Kultur und Religion nach und nach erläutert wird. Durch die Reise werden auch die unterschiedlichsten Landschaften mit ihren grassen Gegensätzen beschrieben. Da die weißen Entdecker immer weiter ins Landesinnere vordringen, kommt es mit den Aborigines selbstverständlich zu Auseinandersetzungen, die grausam, hinterlistig und sehr blutig verlaufen. Von diesen gravierenden Problemen hört man zwar in Rockhampton, dem Ausgangspunkt des Romans, doch man beschäftigt sich mit eigenen und wichtigeren Plänen. diese bestehen zum Beispiel darin, groß in die im Aufbau befindliche Regionalpolitik einzusteigen, wodurch die Karriere begonnen und der Sprung in die Landespolitik angebahnt wäre. Doch neben all den weltmännischen Problemen gibt es auch Liebestragödien, vor allem für Laura, einem lebenslustigen und eigensinnigen Mädchen, das die Hauptperson des Romans darstellt. Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihren Traummann, den sie aber wegen des Ansehens der Familie nicht heiraten darf; sonst droht ihr die Enterbung, was dann auch geschieht. Durch die Wirren der Kriege und der Politik wird ihre Situation nicht leichter - im Gegenteil!