Eine angenehme Überraschung: man findet in diesem Buch nicht nur süße Rezepte, sondern auch Brote & Ähnliches. Aber erst einmal von vorne: Gleich auf der Innenseite des Umschlags findet man die 10-GU-Erfolgstipps für einen gelungenen Hefeteig. Nicht nur die Bedeutung des richtigen Mehls oder des Gehen-Lassens wird hier angesprochen, man erfährt auch was man tun kann, wenn der Teig zu weich ist, oder wie das Einfrieren funktioniert. Im Bereich Hefe-Grundwissen wird das Geheimnis der Hefe gelüftet und nochmals darauf eingegangen, was man tun muss, damit der Teig schön aufgeht. Die Grundteige von Plunderteig bis Hefe-Kartoffelteig werden vorgestellt. Die Grundrezepte (mit Vorteig, ohne Vorteig, mit Trockenhefe) aufgeführt. Erst danach folgen die Rezepte. Eingeteilt sind diese in die Bereiche:
* Gugelhupf & Co: Hefe-Doppelzopf, Nusszopf, Mini-Panettone, Brioche, Quarkstollen und mehr
* Blechkuchen: Apfelkuchen, Butterkuchen, Pfirsichwähe, Bienenstich und mehr
* Mehlspeisen: Dampfnudeln, Gefüllte Buchteln, Krapfen, Donuts und mehr
* Herzhaftes: Bagel, Focaccia, Baguette, Flammkuchen und mehr
Die Beschreibung der Rezepte ist (zumindest für mich) klar und übersichtlich. Die Zutaten für den Hefeteig und die Füllung werden separat aufgeführt. Bei der Zubereitung des Hefeteiges wird in der Regel auf die vorderen Grundrezepte verwiesen. Dass man dadurch vor und zurück blättern muss, hat mich nicht gestört, erscheint mir eine derartige Vorgehensweise hier doch durchaus als sinnvoll.
Natürlich ist jeweils angegeben wie viele Stück aus der angegebenen Menge hergestellt werden können. Des Weiteren ist die Zubereitungszeit/Backzeit aufgeführt sowie die Nährwerte.
Jedes Rezept ist mit einem farbigen Bild des Endproduktes versehen.
In dem Register findet man die Rezepte teilweise unter den unterschiedlichsten Schlagwörtern - sehr anwenderfreundlich!
Und als nettes Extra gibt es ganz zum Schluss noch ein Pizza-Grundrezept mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten sowie Rezepte für pikante Brotaufstriche (Avocado-Dip, Kichererbsencreme, etc.) oder süße Konfitüren, die teilweise in den vorderen Rezepten als Füllung Verwendung finden.
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Frischhefe oder Trockenhefe?
Beides kommt in den Rezepten zum Einsatz. Bei den Grundrezepten auf Seite 6f wird der Teig mit Trockenhefe sogar separat erläutert: die Trockenhefe wird mit dem Mehl gemischt und diese Mischung mit den weiteren Bestandteilen weiter verarbeitet. Persönlich ziehe ich jedoch eine abweichende Methode vor, indem ich die Trockenhefe mit dem lauwarmen Wasser/Milch verrühre, evtl. kommt noch eine Prise Zucker dazu, und warte ich bis die Hefe 'aufschäumt'. Danach erfolgt die Weiterverarbeitung wie im Rezept vorgesehen.
Bio-Trockenhefe bevorzuge ich seit es in den Supermärkten meiner Heimat keine Bio-Frischhefe mehr zu kaufen gibt.
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Mein Fazit:
Obwohl ich schon zahlreiche Kochbücher/Backbücher mein Eigen nenne, hat sich die Anschaffung gelohnt.
Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Eine gelungene Zusammenstellung.