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Heeresbericht
 
 
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Heeresbericht [Taschenbuch]

Edlef Köppen , Jens Malte Fischer
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (1. Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354860577X
  • ISBN-13: 978-3548605777
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 74.095 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Edlef Köppen
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Heeresbericht" schildert den wahnwitzigen Weg des Studenten Adolf Reisiger dessen anfängliche Kriegsbegeisterung im Fronterlebnis der Erkenntnis weichen muß, daß Krieg "befohlener Mord" ist. Erst in der Spätphase der Weimarer Republik veröffentlicht, von den Nazis verboten, viele Jahre nicht lieferbar, ist "Heeresbericht" als eine der bedeutendsten literarischen Verarbeitungen des Ersten Weltkriegs neu zu entdecken.

Über den Autor

Edlef Köppen, geboren 1893, als Kriegsfreiwilliger im 1. Weltkrieg schwer verwundet, arbeitete als Verlagslektor und ab 1925 beim Berliner Rundfunk. Nach der Machtübernahme der Nazis wurde er fristlos entlassen, sein Roman Heeresbericht verboten. Köppen starb 1939 an den Folgen seiner Kriegsverletzung.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Batterie wird zur Maschine. Auf das Kommando "Schnellfeuer" stellen an sechs Geschützen sechs Mann sechs Geschosse mit den Zündern auf die Entfernung sechsundzwanzighundert.
Auf das Kommando "Schnellfeuer" richten an sechs Geschützen sechs Richtkanoniere auf die Entfernung: sechsundzwanzighundert.
Das Kommando "Schnellfeuer" bewirkt, dass in einer Batterie von sechs Geschützen mit der Präzision von sechs Maschinenhebeln die Arme von sechs Kanonieren sechsmal in sechzig Sekunden die Verschlüsse aufreißen, dass sechs andere Kanoniere sechsmal sechs Geschosse in sechs Rohre stecken, dass zur gleichen Sekunde sechs Verschlüsse zugeworfen werden, dass sechs rechte Hände sechsmal die Detonation von sechs Schuss auf sechsundzwanzighundert vollziehen. Sechs Rohre schießen dann sechsmal in sechzig Sekunden nach rückwärts, dass die Geschütze wie geschlagene Tiere sich aufbäumen.
Es wird geladen, es wird gerichtet, es wird abgeschossen.
"Schnellfeuer", das heißt: nach zehn Minuten ist der Pulsschlag des Menschen verdoppelt. Das Herz schlägt nicht mehr in der Brust, sondern im Hals. Erst hat der Puls die Glieder zittern lassen. Dann stemmen sie sich gegen ein Kommando, werden wie Eisen und werden Teil der großen Maschine: Sechs Geschütze: Eine Batterie.
"Schnellfeuer", das heißt, dass nach einer halben Stunde die Mannschaften der Batterie Blässe des Todes in den Gesichtern haben, über die Ruß und Pulverschleim ein dickes Schwarz schmieren.
"Schnellfeuer"; Die Wut der Menschen überträgt sich auf die Geschütze. Sechs metallene kalte Rohre geben mit Sachlichkeit sechsmal in sechzig Sekunden den Tod von sich.

Der Kriegsfreiwillige Adolf Reisiger wird Anfang des Krieges der Feldartillerie 96 zugewiesen und durchlebt Höhen und Tiefen des Krieges. Der Schreibstil des Schriftstellers kann die damaligen Geschehnisse nicht besser schildern. Seite um Seite lesen sich wie von allein, als säße man direkt mit im Graben. Die Atmosphäre ist bedrückend, wirkt bedrohlich, gleichzeitig spürt man jedoch die Tapferkeit und aufopferungsvolle Dynamik der Protagonisten. Das zivile Leben wird zwischendurch anhand von Zeitungsartikeln, Bekanntmachungen, Tagebuchaufzeichnungen usw. geschildert und geben die Stimmung des Volkes und der Versuch der Regierung auf die Bevölkerung einzuwirken wieder. Das die Bezeichnungen von Personen und Truppenteilen nicht der Wahrheit entsprechen -abgesehen von den Schriftstücken aus Zeitung etc, tut der Glaubwürdigkeit keinen Abbruch.
Ich wollte ein Buch über den 1.Weltkrieg lesen und habe mich -ohne enttäuscht zu werden, für den "Heeresbericht" von Edlef Köppen entschieden und kann es jedem Interessenten nur wärmstens empfehlen. Klasse Buch!
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von brainman
Format:Taschenbuch
Viel kennt und hört man über "Im Westen nichts Neues" und anderer Anti-Kriegsliteratur, nichts jedoch über Edlef Köppens "Heeresbericht". So bin auch ich rein zufällig drüber gestoßen und hab mir das Buch aufgrund der sehr positiven Rezensionen zugelegt - und ich muss sagen, ich hab es kein bisschen bereut.

Es geht um den Studenten Adolf Reisiger, der sich 1914 bei Ausbruch des Krieges als Freiwilliger meldet, um die Kameradschaft an der Front kennenzulernen, aber auch das Soldatentum, das für ihn stets von einem Schleier des Heroischen umgeben ist. Schnell merkt er, das Soldat sein ein "Knochenjob" ist und nach und nach wandelt sich seine Einstellung zum Krieg, zum Soldatsein, zum Töten. Während ein kriegsbegeisterter Reisiger am Amfang noch detailliert schildert, wie man sich fühlt, wenn seine Batterie durch ein unter Artilleriefeuer stehendes Dorf marschieren muss, Einschläge links und rechts, fast nur dem Glück überlassen, so heißt es später nur noch lapidar: "Da muss man durch". Während die Zeit vergeht und an ein schnelles Kriegsende nicht mehr zu denken ist, erfährt Resiger, was die Schrecken des Krieges sind. Aber trotz all der Toten, trotz der Kameraden, die kommen und fallen, trotz aller Entbehrungen und allen Blutvergießens bleibt doch nur die Erkenntnis: "Befehl ist Befehl" - aushalten, durchhalten, weitermachen...

Köppens Buch lässt sich in sehr kurzer Zeit durchlesen, was daran liegt, dass es ungemein fesselt. Wenn Reisiger anfängt, zu erzählen, zu beschreiben, was in den Gefechten passiert, fliegen die Seiten nur dahin, denn durch die einfache klare Sprache schafft er es, dass man sich selbst als Teil dieses Krieges begreift - mittendrin, statt nur dabei. So gewinnt der Leser nach und nach ein Bild, wie der Krieg gewesen ist - es macht sprachlos, lässt einen den Kopfschütteln und manchmal läuft es einem kalt den Rücken runter. Und immer wenn man glaubt, "jetzt hab ich alles gesehen, mich kann nichts mehr überraschen", so beweist Köppen: Irgendwas ist immer.

Ob nun "Heeresbericht" besser oder schlechter als "Im Westen nichts Neues" ist, kann und mag ich nicht beurteilen. Am besten liest man wohl beide Bücher. Wirklich schade ist nur, dass "Heeresbericht" bei weitem nicht so bekannt ist. Empfehlenswert ist es allemal!
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erschütternder Klassiker 1. November 2005
Format:Taschenbuch
"Heeresbericht" steht in der ersten Reihe der Hauptwerke über den einfachen Soldaten im Ersten Weltkrieg und gleicht in seiner Wucht den "Stahlgewittern" Ernst Jüngers, in seiner kritischen Haltung Remarques "Im Westen nichts Neues" und in seiner Detailtreue "Krieg" von Ludwig Renn. Köppens Meisterwerk gebe ich unter den genannten Titeln den Vorzug. Man sollte es immer wieder lesen - auch, oder gerade, heute.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Atemberaubend!
Ich habe so einige Erlebnisberichte über den Ersten Weltkrieg gelesen, darunter Remarque, Jünger, Rommel oder Zweig. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ramones 16 veröffentlicht
Dr. Hans W. Wieczorrek Die Gräuel des Krieges als authentischer...
Es gibt einige wichtige Bücher über den 1. Weltkrieg. Ernst Jüngers "In Stahlgewittern" Ernst Jüngers "Kriegstagebuch 1914-1918" Remarques "Im Westen nichts... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Hans-wilhelm Wieczorrek veröffentlicht
kommentar
ich habe dieses buch. von einem neffen des verfasser bekommen.
bitte dieses buch lesen. es ist ungeschönt. und entspricht den tatsachen der damaligen zeit. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von steffen g. veröffentlicht
Ein Toter achso...
Für mich gehört " Heerebericht" zu den bedeutensten Werken über den 1.Weltkrieg. Ganz anders als die "Standartwerke" wie " Im Westen nichts Neues" oder " In... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von S. Imiolczyk veröffentlicht
Köppen war den Nazis ein Dorn im Auge
Der Autor hat sich die Geschichte seiner erwählten Hauptfigur nicht extra aus den Fingern saugen müssen - Edlef Köppen hat vielmehr am eigenen Leib erfahren, was es... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Stephan Seither veröffentlicht
Fesselnd!
Ich habe das Buch an einem Wochenende gelesen. Mir gefällt das Buch ausgesprochen gut. Insbesondere die der Romangeschichte gegenübergestellten historischen Dokumente... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Michael Savoric veröffentlicht
Sehr erschütterndes Buch über den 1. Weltkrieg
Am Anfang ist der Roman"held" noch ein kriegsbegeisterter Freiwilliger, am Ende des Buches ist er nervlich am Ende, seelisch zerstört durch einen Krieg auf den er sich anfangs... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Rover veröffentlicht
Ein sehr gutes Buch
"Heeresbericht" ist ein schonungsloses, ehrliches Buch über den Soldaten Reisiger. Es erzählt vom Anfang bis zum Ende des Krieges im autobiographischen Stil. Lesen Sie weiter...
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Bester Roman über den Ersten Weltkrieg
Für mich der beste Roman über den Ersten Weltkrieg. In keinem anderen wird das Leben an der Front so eindringlich geschildert: das Trommelfeuer der Artillerie, der erste... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Meknes veröffentlicht
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