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Hebt den Dachbalken hoch, Zimmerleute
 
 
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Hebt den Dachbalken hoch, Zimmerleute [Gebundene Ausgabe]

Jerome D. Salinger , Annemarie Böll , Heinrich Böll
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462032070
  • ISBN-13: 978-3462032079
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.788.047 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Jerome Salinger wurde 1919 in New York geboren. Seit 1941 veröffentlichte er diverse Kurzgeschichten, 1951 folgten der weltbekannte "Fänger im Roggen" und bis 1963 drei weitere Romane.Heinrich Böll, am 21. Dezember 1917 in Köln geboren, war nach dem Abitur Lehrling im Buchhandel, danach Studium der Germanistik, von 1939-45 Soldat, dann Gefangenschaft; nach dem Krieg Student und Hilfsarbeiter in der Tischlerei des Bruders.
Seit 1947 veröffentlichte er Erzählungen, Romane, Hör- und Fernsehspiele, Theaterstücke als freier Schriftsteller in Köln. U. a. war er auch als Übersetzer aus dem Englischen tätig. Für sein Werk erhielt er 1967 den Büchner-Preis und 1972 den Nobel-Preis für Literatur, war Präsident des bundesdeutschen und des internationalen PEN-Clubs. Er starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das kluge Kind..., 27. August 1999
Von Ein Kunde
Dieses Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern, und zwar zum „inneren Kreis"... Die beiden Geschichten handeln wieder einmal vom prominenten Mitglied der Glass'schen Familie - Seymour, der geliebte Bruder, der in „Ein schöner Tag für Bananenfisch" sein Ende finden wird. Hier, in diesem Buch, ist er quicklebendig, und zwar steht seine Hochzeit an. Die Verwandtschaft ist angereist - und der Bräutigam fehlt, wie sollte es auch anders sein...

„Seymour wird vorgestellt", und zwar ausführlich, im zweiten Teil des Buches. Sein Bruder Buddy Glass berichtet aus seinen Erinnerungen an ihn, er läßt Gefühle, Gedanken, Erinnerungen (die Sendungen „Das kluge Kind" müssen wieder herhalten) für sich sprechen und zeichnet ein glorreiches, dramatisches, fast überpathetisches Bild von seinem Bruder. Die Gedichte Seymours, die Buddy erwähnt, kleine Miniaturen, meisterhaft und perfekt, meist der Haiku-Form nachempfunden, werden leider nicht mit abgedruckt - vielleicht hat sie Salinger ja noch in petto? Man munkelt ja, daß er 90 Prozent seiner Schreibe vor der Veröffentlichung bewahren will... Sehr, sehr schade.

Ein Buch, fix schmökerbar als gnadenloses Lesevergnügen, aber auch zum Wieder- und Wiederhineinsehen gut geeignet. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Selbstdemontage, 11. April 2008
Ich habe weder zu "Catcher in the Rye" noch zu Franny & Zooey eine Rezension hinterlassen, aus dem einfachen Grunde, weil auch die 594. Bewertung dem bereits gesagten nichts mehr hinzufügen kann.

Bei "Hebt den Dachbalken hoch, Zimmerleute", sieht die Sache allerdings anders aus: Ich fühle mich persönlich verpflichtet, nicht nur dem geneigten Leser, sondern besonders dem Salinger-Fan eindringlich von der Lektüre abzuraten:

Das Buch besteht aus den beiden titelgebenden Erzählungen; wie schon "Franny & Zooey" widmen sich beide wieder den Verwirrungen der Glass-Familie: "Dachbalken" spielt irgendwann zwischen 1943 und 1945: Buddy Glass tritt als Ich-Erzähler auf und reist nach New York um der Hochzeit seines Bruders Seymour beizuwohnen; dieser taucht allerdings nicht auf, und lässt seine Braut vor dem Altar stehen.

"Seymour wird vorgestellt" ist - wieder aus der Perspektive des Bruders geschrieben- weniger eine Geschichte als vielmehr eine Anekdotensammlung. Buddy beschreibt Vorfälle und Erinnerungen an den Bruder, um den Mythos aufzuklären, der sich angeblich um den rätselhaften Bruder gebildet hat.

Ich möchte die Frage zurückstellen, ob die überwiegende Mehrheit des Salinger-Lesezirkels das Interesse des Erzählers an der Glass-Familie teilt; was nicht verschwiegen werden kann, ist, dass dieser Erzählband nicht nur einen massiven Qualitäts-, sondern leider auch einen deutlichen Leistungs-Abfall darstellt: Am Ende seiner veröffentlichten Schriftstellerkarriere sah Salinger wohl keinen Grund, sich ein letztes Mal richtig anzustrengen.

"Dachbalken" für den Anfang, ist durchaus lesbar; wenn sie von jedem beliebigen anderen Amerikaner geschrieben worden wäre, ginge sie durchaus als gute Kurzgeschichte durch: Nach der Szene vor dem Altar fährt der Erzähler mit der Hochzeitsgesellschaft in ein altes Apartment der Familie, und gibt sich dort seinen Kindheitserinnerungen hin.

Das klingt möglicherweise besser als es ist, denn da wir es mit einer Salinger-Erzählung zu tun haben, liegen die Erwartungen höher; und verglichen mit seinen anderen wunderbaren Geschichten ist sie technisch unausgereift und alles andere als befriedigend. Statt konkrete Situationen zu beschreiben, verliert sich die Handlung in unergiebigen Dialogen; zwischen Kirche und Wohnung bleibt die Gruppe in einem symbolhaften Verkehrsstau stecken, was die Geduld zusätzlich strapaziert: Kaum erreicht das Geschehen einen neuen Schauplatz, da hängt der Plot schon wieder durch. Man hat den Eindruck, Salinger habe bis zum Schluss nicht gewusst, wohin er das ganze führen möchte.

Trotzdem war es mir um die Zeit nicht schade: Die Geschichte hat einige nette Beschreibungen, und trotz des offenen Endes, schafft es Salinger doch wiedereinmal ein gewisses Gefühl der familiären Entfremdung zu vermitteln.

Nun folgt der zweite Teil des Buches und ich komme gleich zur Sache: "Seymour wird vorgestellt" ist ohne die Spur eines Zweifels das schlechteste, das Salinger in seinem schmalen literarischen Output veröffentlicht hat. Auf der anderen Seite ist es auch das einzig wirklich durchweg missratene, das Salinger veröffentlicht hat verzeihlich ist das aber noch lange nicht. Diese kleine Erzählung ist ein so massiver Absturz, dass ich mich immer noch frage, ob sie wirklich von dem Mann stammt, der den "Fänger im Roggen" geschrieben hat.

Der im Salinger-Werk versierte Leser, weiss ja bereits, wie das Leben von Seymour Glass sein Ende nahm; von diesem Ausgangspunkt ist so eine Erzählung auch vielleicht gar nicht so uninteressant: Nun wird aber schon nach wenigen Sätzen klar, dass Buddy Glass hier als Alter Ego und literarischer Sachverwalter Salingers auftritt: Die Beschreibung des Bruders tritt vollständig in den Hintergrund, da der Erzähler lieber über den Literaturbetrieb und die unfähigen Kritiker herzieht, fragwürdige Witze über seine literarischen Zeitgenossen reisst und uns zwischendurch auch Seitenlang an seiner Vorliebe für Buddhismus und Meditation teilhaben lässt.

Wenn es dann um die eigentlichen Beschreibungen des Bruders geht, begnügt sich der Autor bei der Physiognomie und bei seiner Fähigkeit zum Murmelspiel. Warum komplizierte Gründe für den Selbstmord Seymours erfinden, wenn man ebenso gut Zeilen mit Beschreibungen von Nase und Händen füllen kann?

Von der ersten Zeile an schraubt sich die Erzählung in zähem Schneckentempo voran, da die ohnehin schon unergiebigen Reflexionen immer wieder unterbrochen werden, wenn es der Autor für angebracht hält, sich einzuschalten und den Leser wissen zu lassen, dass er nicht sonderlich viel von ihm hält. Es gibt dennoch einen schwachen Höhepunkt  eine Familienkrise, die von Seymour gelöst wurde  aber auch diese Gelegenheit lässt Salinger verstreichen: Buddy teilt uns mit, er würde diesen Vorfall nicht "im Detail" beschreiben  tatsächlich beschreibt er ihn dann aber überhaupt nicht.

"Dachbalken" mag belanglos sein, aber es gibt einige schwache Höhepunkte, und lesbar ist das ganze in jedem Fall; über "Seymour" hingegen lässt sich nichts Freundliches sagen: Die Erzählung ist uninspirierte, zurechtgebogene Selbstbeweihräucherung, die nichts aussagt und nichts erklärt. Selbst mit dieser Rezension lässt sich kaum ausdrücken, was für ein Ärgernis dieser Erzählband für mich war; und ich muss der Funktion dieser Bewertung eigentlich schon widersprechen wenn ich abschliessend sage: Die schauderhafte literarische Erfahrung von "Seymour wird vorgestellt" muss eigentlich von jedem Salinger-Fan selbst gemacht werden.
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2.0 von 5 Sternen Leider nicht zu empfehlen, 28. Juli 2011
Auf die Erzählungen und Kurzgeschichten von J.D. Salinger wurde ich über die Lektüre von "Der Fänger im Roggen" vor einigen Jahren aufmerksam. Der vorliegende Band beinhaltet zwei Erzählungen, wie sie (leider auch qualitativ) unterschiedlicher nicht sein könnten.

In der sehr gelungenen und amüsanten Erzählung "Hebt den Dachbalken hoch, Zimmerleute" geht es um eine Hochzeit, bei der kurioserweise der Bräutigam (Seymour, die Hauptfigur der zweiten Erzählung "Seymour wird vorgestellt") nicht auftaucht. Seymours Bruder, der Protagonist von "Hebt den Dachbalken hoch", der extra für die Hochzeit angereist ist, aber über die Gründe des "Ausfalls" des Bräutigams nichts weiß, findet sich daraufhin inmitten einer kleinen Meute von Hochzeitsgästen, die auf Seymour ziemlich sauer sind. Da dem Bruder die Angelegenheit peinlich ist, gibt er erst nach einer Weile kleinlaut zu, der Bruder des Bräutigams zu sein. Der Protagonist gerät somit in die unangenehm-skurrile Situation, einerseits für die enttäuschten Hochzeitsgäste Verständnis zu haben, andererseits vor der Notwendigkeit zu stehen, den Leumund seines Bruders zu verteidigen. Nachdem das Auto wegen einer Straßensperre vor einer Parade in der Stadt anhält und die Hochzeitsgäste gezwungenermaßen aussteigen müssen, fasst Seymours Bruder den Entschluss, seine Begleiter zu sich nachhause einzuladen... "Hebt den Dachbalken hoch, Zimmerleute" ist angenehm erfrischend geschrieben und sprüht vor Situationskomik.

"Seymour wird vorgestellt" ist im Gegensatz zu "Hebt den Dachbalken hoch, Zimmerleute" leider das Schlechteste, was ich je von Salinger gelesen habe. Die Erzählung behandelt einen Nachruf des Protagonisten aus "Hebt den Dachbalken hoch" auf Seymour, der sich zwischenzeitlich umgebracht hat. Doch wer hier erhellendes oder auch nur unterhaltsames hinsichtlich Seymour erwartet, irrt. Die Erzählung kommt überhaupt nicht richtig in Gang. Eine Handlung findet darüber hinaus gar nicht statt. Der Ich-Erzähler verliert sich hier leider völlig in nichtssagenden Schachtelsätzen und schweift ständig ab. Was außerdem die weitschweifigen Ausführungen zu asiatischer Lyrik für einen Sinn haben sollen, hat sich mir zu keinem Zeitpunkt erschlossen. Salinger kommt hier einfach nie auf den Punkt, um was es ihm eigentlich geht. "Seymour wird vorgestellt" ist daher kaum lesbar, und man tut gut daran, mit der Lektüre gar nicht erst anzufangen.

Insgesamt wird die Gesamtqualität des Buches durch "Seymour wird vorgestellt" so sehr nach unten gezogen, dass ich hier in toto leider nur zwei Punkte vergeben kann.
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